(openPR) Unter Federführung des Deutschen Kompetenzzentrums für Ausbau und Fassade (KomZet) haben berufliche Schulen, die Knauf Akademie und ein Netzwerk aus weiteren Bildungsexperten mit dem Ausbildungsmodell zum Ausbau-Manager eine völlig neue Karrierechance im Stuckateur-Handwerk entwickelt: Der Ausbau-Manager vereint die handwerkliche Praxis mit qualifiziertem Unternehmensmanagement. Gerade für Berufsstarter, denen ein Studium zu theoretisch aufgebaut ist, die von Anfang an Geld verdienen und am Ende des Tages sehen möchten, was sie erreicht haben, ist diese kombinierte Ausbildung besonders geeignet.
„Ich habe das Ausbildungsmodell zum Ausbau-Manager im Internet gefunden. Dieses Konzept hat mich gleich überzeugt“, so Niklas Kuhnert aus Soest, der 2015 als einer der ersten Teilnehmer mit dem Praxisstudium begann. „Der Stuckateurberuf hat mich schon lange interessiert, aber nur eine duale Ausbildung hätte ich wohl nicht gemacht, da kam es mir sehr entgegen, dass ich in rund dreieinhalb Jahren den Gesellen- und Meisterbrief sowie den Gebäude-Energieberater machen kann“ führt der junge Mann mit einem verschmitzten Lächeln aus.
Doch auch für Studierende, die sich schon bald nach Beginn eines Studiengangs umorientieren wollen oder sogar ganz abbrechen möchten, kann ein solches Praxisstudium interessant sein. So war bei Michael Hörandel aus Knittlingen die Sachlage: „Ich habe in Pforzheim schon einige Semester studiert und bei einem Stuckateurbetrieb während der Semesterferien gejobbt. Vom Juniorchef wurde ich über die Ausbildung zum Ausbau-Manager und die Karrieremöglichkeiten im Betrieb informiert. Daran gefällt mir am meisten, dass alle Qualifikationen bereits enthalten sind – ein riesengroßer Vorteil gegenüber einem Theoriestudium“. Ihm gefalle das handwerkliche und die beruflichen Aussichten seien sehr gut. Daher rät er anderen Abiturienten „Junge Leute sollten vor einem Studium erst eine praktische Ausbildung machen oder wenigstens in Ferienjobs herausfinden, was ihnen persönlich liegt.“
Interessenten am Ausbau-Manager müssen Abitur oder Fachhochschulreife nachweisen. Sie können in diesem Ausbildungsmodell bei einem qualifizierten deutschen Ausbildungsbetrieb des Stuckateur-Handwerks die Abschlüsse Stuckateurgeselle/in, Stuckateurmeister/in, Gebäude-Energieberater/in sowie den Titel „Ausbau-Manager/in“ erwerben. Zusätzlich werden die Teilnehmer im Rahmen ihrer sieben-semestrigen Ausbildung und einem Ausbau-Praxiscamp intensiv darauf vorbereitet, erste Führungsaufgaben in einem Handwerksunternehmen zu übernehmen.
Außer im Fachbetrieb wird die Ausbildung per Blockstudium an der Berufsschule, den überbetrieblichen Lehrwerkstätten sowie dem Kompetenzzentrum für Ausbau und Fassade – alle im Raum Stuttgart - durchgeführt. Lernen und Arbeiten im Team sowie Networking stehen hier im Vordergrund. In den Lehrwerkstätten unterrichten erfahrene Ausbilder als Experten die vielseitigen Themenfelder in allen Facetten rund um Ausbau und Fassade.
Das Stuckateur-Handwerk steht für gesundes und schönes Wohnen, energetische Sanierung sowie anspruchsvolle Gestaltung von Gebäuden. Die Berufsaussichten für Ausbau-Manager/innen sind bereits heute sehr gut, weil professionell ausgebildete Fachkräfte mit praktischem Können und theoretischem Hintergrundwissen im Handwerk besonders stark gesucht sind – auch als Betriebsleiter oder Nachfolger. Die Nachfrage nach solchen Experten und Expertinnen und damit die Karrierechancen dürften in der Zukunft sogar noch deutlich zunehmen, da sich die demografische Entwicklung künftig noch viel stärker als heute auf den Arbeitsmarkt auswirken dürfte. Dies haben auch schon mehrere junge Frauen erkannt: in den beiden bisherigen Jahrgängen beträgt die Frauenquote rund 20 Prozent und ist damit erheblich höher als in der regulären Stuckateurausbildung.
Für das im September beginnende Ausbildungsjahr können sich Kurzentschlossene noch bei einem Fachhandwerksbetrieb bundesweit bewerben. Diese sind auf der Internetseite www.ausbau-manager.de aufgeführt. Dort finden Interessenten auch die Kontaktdaten des Projektverantwortlichen Thomas Nothacker, der sowohl Interessenten als auch Betrieben für weiterführende Informationen zur Verfügung steht und bei Bedarf sogar freie Stellen in der jeweiligen Wunschregion organisiert.











