(openPR) Winsen (Luhe), den 03.05.2017: Sobald das Frühjahr seine Muskeln spielen lässt, die ersten Sonnenstrahlen bei warmen Temperaturen die Massen hinterm Kamin hervorlocken, dann ist auch wieder Motorradfahrerzeit. Jahreszeitenbedingt und witterungsabhängig, waren sie mehrere Monate überwiegend von den Straßen verschwunden. Jetzt hört man das typische Röhren der Motoren gerade wieder häufig.
Das bedeutet: Rücksichtnahme - und zwar von beiden Seiten. Gefühlt liest man jeden Tag von schweren Unfällen, die durch oder mit Motorrädern passieren. Viele davon geschehen durch riskantes Fahren, kombiniert mit nicht vorhandener Knautschzone, so dass schon ein für Autofahrer nicht gefährlich erscheinendes Tempo schwere bis schwerste Verletzungen oder sogar den Tod verursachen kann. Die Kehrseite der Medaille: fast die Hälfte aller Unfälle, in die Motorradfahrer verwickelt sind, werden von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht. Also den Autofahrern. Oder dem Bauern, der mit seinem Traktor nicht auf den Gegenverkehr achtet und abbiegt. Vielleicht auch vom LKW-Fahrer, der im mit seinem schweren Gefährt den Biker im toten Winkel nicht gesehen hat.
Die Problematik ist ja nicht neu, doch durch immer weiter zunehmendem Verkehr auf den Straßen steigt auch zwangsläufig die Zahl der Unfälle - und die fallen bei Motorradfahrern nun mal oft besonders schwer aus. Sicherheitstechnisch ist kaum mehr etwas zu tun: Sicherungssysteme an Maschinen und Schutzkleidung sind nahezu ausgereizt und kaum noch optimierbar; auch Verkehrsexperten sind mehr oder weniger ratlos, wie man insbesondere an der Schraube der zunehmenden Motorradunfälle drehen kann. Es bleibt einfach meist nur die Möglichkeit, immer wieder an Vorsicht, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme zu appellieren. Auch Fahrsicherheitstrainings mit dem Schwerpunkt, vielleicht etwas an der Raser-Mentalität einiger Zweiradfahrer zu ändern, sind immer wieder im Gespräch - und dabei zu defensivem Fahrverhalten anzuleiten.
Auto- oder sonstige Vierradfahrer mögen sich aber bitte auch immer wieder an die eigene Nase fassen und zum Beispiel nicht die "Tür zumachen", wenn sich ein Motorradfahrer im Stau zwischen zwei Autoreihen durchschlängelt. Denn das kann durchaus Gründe haben.



















