openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Dirigenten für die Mensch-Maschine-Kommunikation: Dialog-Designer kreieren „Kino im Kopf“

27.07.200616:22 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Düsseldorf/Bonn, ne-na.de - Sprach-Dialogsysteme mit ihren endlosen Ansagen und Menüoptionen treiben Kunden häufig in den Wahnsinn. „Jeder kennt sie, jeder hasst sie. Schon bald könnten sie Geschichte sein, zum Glück. Dafür verantwortlich ist ein neuer Berufsstand, der gerade boomt: Dialoggestalter. Moderne Sprachcomputer sprechen und verstehen heute mehrere Sprachen, können komplette Sätze entschlüsseln, lassen sich unterbrechen und sind sogar in der Lage, sich an einen Anrufer zu erinnern. Die Technik setzt heute kaum noch Grenzen. Das nutzen die Voice-User-Interface-Designer (VUID), wie sie im Englischen heißen, und schreiben moderne Dialog-Drehbücher, damit sich Mensch und Maschine besser verstehen“, schreibt die Wirtschaftswoche (wiwo.de.)



Bislang schrieben die Softwareprogrammierer die Dialoge noch selbst. Das heutige Ideal sei ein Gesprächsablauf, bei dem der Mensch vergisst, dass er mit einer Maschine spricht - und das schaffen nur Dialogprofis: „Kino im Kopf", nenne das Tom Houwing, Geschäftsführer der Agentur Voiceandvision (vui-experts.com). Der Niederländer sei eine Galionsfigur in der Szene der Dialoggestalter. Für die Postbank habe er vor drei Jahren das Telebanking-Portal aufgebaut und dafür zahlreiche Preise eingeheimst. Der gelernte Musikwissenschaftler vergleiche Sprachportale mit klassischer Musik: Ständig wechselt das Tempo, variiert die Lautstärke und vermengen sich die Klänge aufs Neue zu einer harmonischen Einheit. „Als Dialogdesigner dirigiere ich das Ganze", so Houwing gegenüber der Wirtschaftswoche.

Die Branche boome. „Mehr als die Hälfte der deutschen Banken nutzt bereits Sprachportale. Auch Versicherungen, Versandhäuser und Reisekonzerne modernisieren ihren automatischen Kundendienst. Die Kosten für die Bearbeitung eines Anrufs lassen sich so auf ein Zehntel senken“, führt die Wirtschaftswoche weiter aus.

Eine Ausbildung zum Dialoggestalter gebe es allerdings noch nicht. Deshalb würden sich in dem Beruf viele Quereinsteiger tummeln: Psychologen, Sprachwissenschaftler, Musiker. Ein Berufseinsteiger verdiene zwischen 2500 und 3000 Euro im Monat. Profis kämen auf bis zu 6500 Euro. „Der Beruf des Dialog-Designers ist in Deutschland und Europa noch nicht so weit verbreitet wie in den Vereinigten Staaten. Zum Beispiel fehlt ein eigenes Ausbildungs- oder Studienprogramm. Ausbildung ist aber wichtig, um nutzerfreundliche Anwendungen zu schaffen“, sagt Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Business Initiative (voicedays.de). Dialogprofi Houwing werde deshalb die Grundlagen und Techniken für erfolgreiches Voice User Interface-Design am 17.Oktober beim Fachseminar „Voice Campus“ http://www.voice-community.de/index.aspx?page=401 präsentieren. „Alle, die sich für Berufschancen interessieren sollten zudem die Voice Days am 18. und 19. Oktober in Bonn besuchen. Mehr als 50 Firmen aus dem Voice-Umfeld sind hier vertreten“, so der Rat von Steimel für Berufseinsteiger.

Neue Herausforderungen ergeben sich aber nicht nur in der Ausbildung, sondern auch für Unternehmen, die sich für automatische Sprachsysteme entscheide: „Der Kanal Sprache muss viel stärker in den Marketingmix einbezogen werden. Das ‚visuelle Branding’ zählt schon seit langer Zeit zu den klassischen Disziplinen der Außendarstellung. Beim sogenannten ‚Voice Branding’ gibt es noch Defizite. In den USA haben dass viele Unternehmen erkannt und eine ‚Corporate Voice’ entwickelt, die dem Anrufer ein konsistentes Bild des Unternehmens vermittelt - egal ob beim Anruf auf der Hotline oder auf der Mailbox eines Mitarbeiters. Langfristig wird hier - wie bei einem Firmenlogo - ein ähnlicher Wiedererkennungseffekt und Markenwert geschaffen“, weiß Jens Klemann von der Unternehmensberatung Strateco (strateco.de) in Bad Homburg.

Vergleiche man diese Entwicklung mit dem Aufkommen der ersten Web-Agenturen vor einigen Jahren, so werde sich auch die derzeit noch überschaubare Zahl an „Voice-Agenturen" zukünftig deutlich nach oben entwickeln: „Aus Web-Designern werden Voice-Designer, die mit der Schaffung von Audio-Welten und ‚Corporate-Voices’ neue emotionale Unternehmenswelten kreieren“, prognostiziert Klemann. Was dem Webdesigner seine Bilder und Grafiken, seien für den Dialoggestalter Musik, Töne und Stimmen. „Sie dienen als akustische Wegweiser. So reicht etwa ein einzelner Ton aus, um dem Anrufer zu signalisieren, ob der Computer einen Befehl verstanden hat. Und sie haben eine psychologische Wirkung“, so die Wirtschaftswoche.

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Telefon: 49 - 228 - 6 20 44 74
Telefax: 49 - 228 - 6 20 44 75

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 94677
 106

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Dirigenten für die Mensch-Maschine-Kommunikation: Dialog-Designer kreieren „Kino im Kopf““ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009 - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mit Bildern, kurzen Texten, Blog-Beiträgen oder Links, die sie interessant finden. „Es lässt sich kaum leugnen: Wir sind zum Glück nicht mehr Papst, wir sind jetzt Netz. Die Menschen haben begonnen, wichtige Teile ihres gesellschaftlichen Treibens ins Internet zu verlag…
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009 – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen und mittleren Unternehmen auf, die unverschuldet in Not geraten sind und bei denen unerwartete Liquiditätsengpässe auftreten. Eine Möglichkeit bestünde in einfachen und schnellen Verfahren, um Steuern und Sozialabgaben vorübergehend zu stunden oder Vorauszahlungen anzupassen…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Westfalen Winds mit „Journey into Singularity“Bild: Westfalen Winds mit „Journey into Singularity“
Westfalen Winds mit „Journey into Singularity“
… ganz neuen Licht. Westfalen Winds greift dieses Thema in ihrem neuen Konzertprogramm „Journey into Singularity“ auf – und geht mit Mathias Wehr als preisgekrönten Dirigenten auf eine besondere Reise. Auf dem Weg zwischen Menschen und Maschinen findet sich dabei vor allem eins: großartige Musik. Leicht zugängliches Klangspektakel statt Dystopie„Journey …
Making life easy – UID in sieben Städten auf dem World Usability Day dabei
Making life easy – UID in sieben Städten auf dem World Usability Day dabei
… Limbach, Manager Consumer Solutions bei UID, wie man über mehrere Produkte hinweg ein einheitliches Look & Feel vermittelt und so zu einer erfolgreichen Mensch-Maschine-Kommunikation beiträgt. Lenja Sorokin, Interaction Designer bei UID, geht auf das Thema „Ambient Assistent Living“ ein. Anhand eines Forschungsprojekts zeigt sie, wie man dementiell …
Experten beklagen „naive“ Herangehensweise an Sprachautomatisierungsprojekte
Experten beklagen „naive“ Herangehensweise an Sprachautomatisierungsprojekte
Falsch geführte Projekte verhindern Durchbruch in den Massenmarkt Bonn – Die vielversprechende Zukunft der Sprachtechnologie werde systematisch zerstört – und zwar von Unternehmen, die schlechte Sprachcomputer auf den Kunden los ließen, so das harte Urteil von Tom Houwing, Design-Spezialist für den Mensch-Maschine-Dialog. Es entstünden häufig Sprachdialogsysteme, die „ sich mehr an den Bedürfnissen des Marketings als an den späteren Nutzer orientieren“. Beim Verbraucher rufe das keine Begeisterung hervor. „Die Schwierigkeiten mit der Bedi…
Handy als Bildtelefon
Handy als Bildtelefon
… gezeigt werden (29.8. - 3.9.2003). Bildtelefonie und Datenkompression - beides Themen, die für Multimedia-Anwendungen von Bedeutung sind. »Wir haben einen MPEG-4-Player entwickelt, mit dem Kopf-Schulter-Szenen auch bei Datenraten von wenigen kbit/s übertragen werden können«, so Dr. Peter Eisert vom HHI. Damit lassen sich Mimik, Mundbewegung und Sprache …
Mensch und Maschine im Dialog – Der Voice-User-Interface-Designer ist ein Beruf für Quereinsteiger
Mensch und Maschine im Dialog – Der Voice-User-Interface-Designer ist ein Beruf für Quereinsteiger
… Sehnert von der Kölner Firma DTMS Solutions http://www.dtms-solutions.de nach ihrem Beruf gefragt wird, hat sie zwei Varianten parat. Gegenüber Laien erklärt sie, dass sie mit Mensch-Maschine-Kommunikation arbeite und ihr Job etwas mit dem Telefon zu tun habe. Bei Computerfachleuten macht sie den Zusatz, dass sie sich mit „Sprachtechnologie und Telefonie“ …
Bild: Industrie 5.0: Die Vision einer menschenzentrierten ProduktionBild: Industrie 5.0: Die Vision einer menschenzentrierten Produktion
Industrie 5.0: Die Vision einer menschenzentrierten Produktion
… meistern.Ein Vorreiter auf diesem Gebiet ist die Werkerführungssoftware PG von CSP. Durch interaktive Anleitungen, kontextsensitive Informationen und KI-gestützte Qualitätssicherung wird der Werker zum Dirigenten der Produktion. Das System lernt kontinuierlich dazu und passt sich an die Bedürfnisse des Benutzers an. So entsteht eine perfekte Harmonie von …
Bild: Spracherkennung/Voice DaysBild: Spracherkennung/Voice Days
Spracherkennung/Voice Days
Schulklassen können Mensch-Maschine-Kommunikation testen Wiesbaden - Der beliebte Spielzeugroboter Mindstorms von Lego bewegt sich und kann über Sensoren seine Umgebung wahrnehmen. Wissenschaftler der Universität des Saarlandes haben ihm auch das Sprechen beigebracht und dafür ein einfach zu bedienendes Sprachdialogsystem entwickelt, das sich besonders …
Bild: Fritz Kahn: Neue Sonderausstellung Berliner Medizinhistorischen Museum der CharitéBild: Fritz Kahn: Neue Sonderausstellung Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
Fritz Kahn: Neue Sonderausstellung Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité
Mit einer eindrucksvollen Sonderausstellung beginnt das Berliner Medizinhistorische Museum am 23. Januar 2010 das Jubiläumsjahr zum 300-jährigen Bestehen der Charité. Unter dem Titel „Fritz Kahn - Maschine Mensch“ werden erstmals Illustrationen des Berliner Arztes und Wissenschaftsautors Dr. Fritz Kahn (1888-1968) präsentiert. Fast 80 Jahre nachdem der jüdische Intellektuelle aus Deutschland vertrieben wurde, erinnert die Charité mit „Maschine Mensch“ an einen Mediziner, der in den heutigen Museumsräumen studierte und später als Volksaufkläre…
Bild:  Wie uns der Roboter sympathisch wird: Forschende arbeiten an personalisierten Stimmen für humanoide Roboter Bild:  Wie uns der Roboter sympathisch wird: Forschende arbeiten an personalisierten Stimmen für humanoide Roboter
Wie uns der Roboter sympathisch wird: Forschende arbeiten an personalisierten Stimmen für humanoide Roboter
… am Lehrstuhl für Menschzentrierte Künstliche Intelligenz von Prof. Dr. Elisabeth André und leitet das Projekt „EchoSync“.Für ihre Studie arbeitete sie mit einem gender-ambiguen Roboterkopf, der mit verschiedenen synthetischen Stimmen sprechen kann. Insgesamt 50 Personen führten mit dem Roboter je drei Gespräche, in denen jeweils eine andere Stimme zum …
Bild: CeBIT 2010: UID beleuchtet Möglichkeiten des Multitouch-Tischs SurfaceBild: CeBIT 2010: UID beleuchtet Möglichkeiten des Multitouch-Tischs Surface
CeBIT 2010: UID beleuchtet Möglichkeiten des Multitouch-Tischs Surface
… Oberfläche. Während die neue Art der Bedienung die Nutzer begeistert, stellt sie Designer und Entwickler vor neue Aufgaben. +++ Film ab: Das interaktive UID-Portfolio im Developer-Kino +++ Unter dem Motto "Challenge MS Surface: Herausforderung bei Gestaltung und Entwicklung" steht der Beitrag der User Interface Design GmbH (UID) auf der CeBIT 2010. In …
Sie lesen gerade: Dirigenten für die Mensch-Maschine-Kommunikation: Dialog-Designer kreieren „Kino im Kopf“