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Ach ja, die guten alten Zeiten

06.04.201716:56 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ach ja, die guten alten Zeiten
Die guten alten Zeiten..... fotolia©nataba
Die guten alten Zeiten..... fotolia©nataba

(openPR) Osterholz-Scharmbeck (OHZ), den 06.04.2017: Früher war alles besser! Oder? Bestimmt hat diesen Spruch jeder schon einmal gehört, meistens wahrscheinlich von den Eltern oder Großeltern. Man mag die ein oder andere Entwicklung der heutigen Zeit ja auch gern kontrovers diskutieren, für die Zahnmedizin galt aber ganz bestimmt nicht, dass früher alles besser war.



Die Vorfahren vor Jahrtausenden waren einer einigermaßen annehmbaren Behandlung erstaunlicherweise näher als alles, was im Europa des Mittelalters passierte. So wurden z. B. 1988 die Überreste eines ca. 14.000 Jahre alten männliches Skelettes in Norditalien gefunden. Dieses wies an einem kariösen Backenzahn eine Art der Bearbeitung auf, die dem heutigen Bohren zumindest ähnelt. So konnte man nachweisen, dass dieser Backenzahn mit einer Art spitzen Steinklinge behandelt wurde, mit deren Hilfe kariöses Gewebe entfernt wurde. Ähnliches ist aus einer Gegend in Pakistan bekannt. Die Bewohner in der Zeit von vor ca. 7500-9000 Jahren sollen geschickte Schmuckhersteller gewesen sein, die zur Fertigung von Perlenketten Steinwerkzeuge benutzten und dieses Können scheinbar auch an kariösen Stellen betroffener Zähne anwandten. In Slowenien wiederum wurde ein ungefähr 6500 Jahre alter Backenzahn gefunden, der eine Füllung aus Bienenwachs aufwies. Zumindest hat man also versucht, den Zahn erst einmal zu behandeln, statt -wie man gleich sieht- das "unliebsame" Teil sofort barbarisch zu entfernen. Richtiggehender Zahnersatz ist auch aus der Zeit der Kelten, Ägypter und Etrusker bekannt. Auch die Zahnpflege war in einigen Teilen der Erde durchaus üblich. So wurden die Zähne mit Hilfe fasrig zerkauter, bestimmter Zweige geputzt. Einer dieser Holzlieferanten wurde deshalb in der Folge Zahnbürstenbaum genannt; dieser enthält doch tatsächlich Fluoride und Putzkörper.

Warum schon früh erworbenes Wissen über Zähne und ihre Krankheiten dann verloren ging, lässt sich nicht belegen. Über den später in weiten Teilen verbreitet auftretenden Glauben an den Zahnwurm wurde an anderer Stelle bereits berichtet. Noch wilder ging es dann im Europa des Mittelalters zu. Auch aus anderen Gründen wird es ja als "finster" bezeichnet; man denke an die Zeiten der Inquisition, Hexenverbrennungen und allerlei Aberglauben. So wie in anderen medizinischen Bereichen auch, durfte sich an den Zähnen so mancher "Quacksalber" austoben. Am häufigsten werden hier die sogenannten Bader, auch Barbiere, erwähnt. Apotheker oder auch mit dem Planwagen umherziehende Alchimisten gehörten ebenfalls zur Gruppe mit höchst fragwürdigem Umgang mit den Zähnen. Diese wurden nämlich mit Vorliebe gegen eine fürstliche Entlohnung und unter Verwendung barbarischer Instrumente einfach nur gezogen. Da kann man nur hoffen, dass der Schnaps und der Holzhammer, den die Betroffenen im Vorwege "genossen", ganze Arbeit geleistet haben. Wer vom hochprozentigen Alkohol nicht betäubt genug war, wurde kurzerhand mit Seilen festgebunden oder auch mit mehreren Personen festgehalten. Von hygienischen Zuständen soll an dieser Stelle lieber nicht auch noch berichtet werden.

Unter Männern galt im Mittelalter und auch noch weit darüber hinaus das Zähneputzen als dekadent und war, wenn überhaupt, ausschließlich Frauensache. Wohlhabende Menschen waren im übrigen von Karies weit häufiger betroffen als vergleichsweise arme Bürger. Das lag an den Kosten, die Zucker zu dieser Zeit verursachte. Erst im mittleren Mittelalter, gegen 1100 n. Chr., kam Zucker als Mitbringsel der Kreuzfahrer aus dem Orient nach Europa. Er war daher als Importware sehr teuer, und nur sehr reiche Menschen konnten ihn sich leisten. Heutzutage unvorstellbar, galten stark kariöse und damit "schwarze" Zähne, vom Zuckerkonsum verursacht, als Statussymbol. Das ging so weit, dass sich verarmter Adel oder Kaufleute die Zähne künstlich schwarz färbten, damit niemand mitbekam, dass sie sich Zucker gar nicht mehr leisten konnten. So mancher Bader dürfte gut an den Sitten der damaligen Zeit verdient haben. Der Berufsstand der Barbiere durfte hier im übrigen bis ins Jahr 1952 (!), als das Zahnheilkundegesetz in Kraft trat, Zähne ziehen. Durch dieses Gesetz wurde geregelt, dass die Zahnheilkunde nur noch Zahnärzten (und Ärzten) vorbehalten ist und ein Hochschulstudium mit Approbation voraussetzt.

Wie gut, dass es diese Methoden nicht mehr gibt. Wer noch immer Angst vorm Zahnarzt hat, ist bei einem auf Angstpatienten spezialisierten Zahnarzt in den besten Händen.

Video:
Zahnarztpraxis Dr. Klabunde - Familienpraxis für Angstpatienten Osterholz, Ritterhude, Bremen OHZ

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