(openPR) Nach einer Erhebung von Business France ist Deutschland Investor Nummer 1 mit 191 Projekten in 2016 – ein Plus von 35 Prozent.
Damit haben deutsche Investoren 4.737 Arbeitsplätze in Frankreich neu geschaffen oder gesichert. Das Engagement deutscher Unternehmen in Frankreich war schon immer hoch, doch das Ergebnis 2016 kann man schon als „historisch“ bezeichnen: zum ersten Mal haben damit deutsche Investoren weltweit die Pole-Position eingenommen – vor dem „ewigen Ersten“ USA. Insgesamt 3.800 Unternehmen aus Deutschland sind in Frankreich aktiv. Sie beschäftigen aktuell über 300.000 Mitarbeiter.
Nach einem heute von Business France veröffentlichten Bericht war es insgesamt ein sehr gutes Jahr für den Investitionsstandort Frankreich. 1.117 Entscheidungen für eine Ansiedlung wurden für 2016 gezählt. Das ist ein sattes Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit das beste Ergebnis seit zehn Jahren.
Die Neugründungen haben um 20 Prozent zugelegt und stellen so die Mehrheit aller 2016 getroffenen Investitionsentscheidungen mit 51 Prozent. Sie generieren damit 13 Prozent der geschaffenen Arbeitsplätze.
Investiert wurde vor allem in die industrielle Produktion, die Logistik (31 Prozent der Entscheidungen) und in den Bereich F&E (zehn Prozent mit einer Steigerung von satten 32 Prozent). Aus Ländern der Europäischen Union kommen die meisten Investitionsprojekte mit 60 Prozent, gefolgt von Nordamerika und Asien mit Japan als erstem Investor.
Und doch gibt es Überraschungen: Zum ersten Mal sind die deutschen Unternehmer die Spitzenreiter im Ranking der ausländischen Investoren - 17 Prozent aller Investitionsentscheidungen entfallen auf Deutschland (15 Prozent in 2015). Die meisten davon (diesmal keine Überraschung) auf die Industrie. Es folgen die Nordamerikaner mit 16,3 Prozent aller Projekte. Diese Region ist sehr aktiv im Bereich F&E mit 25 Prozent aller Investitionen. Sehr stark ebenfalls Italien mit 13 Prozent; wie Deutschland mit einem Schwerpunkt in der industriellen Fertigung.
Italien lieferte 2016 die stärkste Performance: das Land legte im Vergleich zum Vorjahr um 68 Prozent zu. Deutschland um ebenfalls sehr gute 35 Prozent.
Die Ansiedlung internationaler Unternehmen tut auch dem französischen Export gut: 30 Prozent der französischen Exporte gingen auf das Konto von in Frankreich sitzenden internationalen Firmen. Diesen Erfolg teilen sich viele Regionen in Frankreich. Im F&E-Bereich sind die Regionen Nouvelle-Aquitaine, Occitanie und Pays-de-la Loire im Südwesten und Westen führend, in der Industrie Grand-Est und Burgund im Osten, Bretagne, Normandie und Hauts de France im Norden. Der Großraum Paris ist führend in der Ansiedlung von Unternehmenszentralen.
Der Anteil von Business France und seiner Partner liegt bei mehr als 50 Prozent aller Investitionsentscheidungen (643 von 1.117 insgesamt). Dies entspricht 17.608 von insgesamt 30.108 neu geschaffener oder gesicherter Arbeitsplätze. Im letzten Jahr haben die Teams von Business France 3.360 Unternehmen kontaktiert und getroffen.
„Der Anteil internationaler Investments für unsere Wirtschaft muss nicht mehr herausgestellt werden. Insbesondere nicht in den Bereichen F&E und der industriellen Produktion. Filialen internationaler Unternehmen beschäftigen 21 Prozent der Beschäftigten allein in der Industrie. Die Teams von Business France versuchen jeden Tag mit Hilfe unserer regionalen Partner weltweit ausländische Investoren von der Attraktivität unseres Standortes zu überzeugen,“ stellt Muriel Pénicaud, Botschafterin für internationale Investments und Direktorin von Business France fest.












