(openPR) Stuttgart, 21.07.2006 – In allen technologisch führenden Ländern der Welt steigt der Einsatz von Supercomputern. Nur in Deutschland fällt er: Die sinkende Zahl der Supercomputer in deutschen Forschungsinstituten und Universitäten von heute 18 gegenüber 24 noch vor einem Jahr hält Dr. Antonio Palacin, Leiter des „IBM SAP International Competence Center (ISICC)“, „als Gradmesser der Investitionsfreudigkeit eines rohstoffarmen Landes“ für bedenklich. Palacin sprach vor der Journalistenvereinigung TELI in Stuttgart.
Die USA haben innerhalb eines Jahres ihren Bestand an Supercomputern von 277 auf 305 erhöht. Platz zwei in der Rangliste nimmt Japan mit 29 Supercomputern ein (Vorjahr: 21), gefolgt von China mit 28 (17), Deutschland und Indien mit 11 (4).
„Aber es gibt eine weitere Möglichkeiten, große Rechenkapazitäten zu schaffen“, räumt Palacin ein und verweist auf das „Grid Computing“, mit dessen Hilfe derzeit u. a. die weitere Erforschung menschlicher Proteine betrieben wird. Es nutzt die ruhende Rechnerleistung von Millionen Heimcomputern, um rechenintensive naturwissenschaftlich-medizinische Probleme zu lösen. Allein 201.091 IBM-Mitarbeiter weltweit stellen 367.130 Rechnern für Grid-Computing zur Verfügung. Die „Total Run Time“ an einem Tag beträgt so etwa 73 Jahre Rechenzeit. Dazu stellen Daten-Grids große Datenmengen wie digitale Röntgenaufnahmen für viele Nutzer bereit. Bis auf ein koordinierendes Programm sind alle Teilnehmer gleichberechtigt; eine flache Hierarchie, die Palacin mit Demokratie assoziiert.
Insbesondere die neue Service Oriented Architecture (SOA) bieten vielen kleinen Softwareanbietern eine neue Markt- und manchen eine Überlebens-Chance. Bei SOA fungiert ein System-Bus als „Briefträger, Filter und Übersetzer“ von Daten zwischen unterschiedlichen Anwendungen, die bisher nicht kompatibel sind. Ein fremdes zusätzliches Programm kann so in ein bestehendes System integriert werden, das danach für die Anwender trotzdem wie aus einem Guss wirkt.
Für Palacin stellen Supercomputing, Grid und SOA eine Revolution und eine „Demokratisierung“ der IT dar, der er eine große Zukunft voraussagt.
Ansprechpartner: Wolfgang Scheunemann
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