(openPR) „Wer sich von Barmherzigkeit ernährt, der hat ein kaltes Mittagessen und kein Abendbrot“, so sagt ein schottisches Sprichwort. Tatsächlich ist es zu wenig, Barmherzigkeit für den anderen nur zu empfinden – hiervon wird der andere nicht satt. Ich meine: Wirkliche Barmherzigkeit und Nächstenliebe suchen das Leid des anderen zu lindern!
Wir erleben, dass viele Menschen Kindern, die von Armut betroffen sind, mitleidig begegnen, dass sie betroffen innehalten, zumeist aber darin verharren und sich schon bald in ihrer Hilflosigkeit wieder ihren eigenen Dingen zuwenden. Die Stiftung „Zukunft schenken!“ wurde aus dem Bedürfnis gegründet, aus dieser Betroffenheit herauszutreten und Kindern, die von Armut betroffen sind, persönlich, ganz unmittelbar und erfahrbar zu helfen.
Das „Stiften“ hat in Deutschland seit Jahrhunderten Tradition. Viele Stiftungsgründungen reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück und es gibt Stiftungen, die noch viel älter sind. Den meisten dieser Stiftungen ist gemein, dass sie mildtätig sind und sich bedürftigen Menschen zuwenden, um deren Not zu lindern. Die Stiftung „Zukunft schenken!“ möchte sich in diese Tradition einreihen, denn „Zukunft schenken!“ hat sich vor allem eines zur Aufgabe und zum Ziel gemacht: aus christlicher Nächstenliebe zu helfen und Gutes zu tun.
Nächstenliebe nämlich darf sich nicht in Worten erschöpfen. Sie muss gelebt werden und muss für den Nächsten auch erfahrbar sein. Hieraus ergibt sich für uns, dass betroffenen Kindern aus unserer Arbeit jeweils ein unmittelbarer Mehrwert entstehen muss.
Theoretische Lobbyarbeit für Kinder allein genügt uns nicht. Wir orientieren uns stattdessen ganz konkret an den Bedürfnissen von Kindern und tagesaktuellen Fragestellungen und gestalten auf diese Weise seit der Stiftungsgründung 2009 engagierte Stiftungsarbeit mit einer Vielzahl sehr individueller, persönlicher Hilfs- und Förderangebote.
So hat sich „Zukunft schenken!“ in den vergangenen Jahren als die Kinderhilfestiftung im Rheingau etabliert. Wodurch aber zeichnet sich die Stiftung aus?
Der Name der Stiftung verrät bereits, worum es geht: Zukunft schenken! In der Kindheit werden die Weichen für unser Leben und unsere Zukunft gestellt. Hier werden wir in unserem Denken, Fühlen und Erleben geprägt. Aus diesem Grund haben wir schon die ganz Kleinen im Blick, möchten sie bereits sehr früh fördern und sie mit unseren Angeboten begleiten.
Schließlich sind wir 2009 mit dem Ziel angetreten, „Kinder aus einkommensschwachen, sozial benachteiligten oder von Armut betroffenen Familien im Rheingau“ zu fördern. Nun liegt zwischen einkommensschwach und von Armut betroffen ein weites Feld. Sehr bewusst aber habe ich seinerzeit diese Formulierung gewählt und in der Stiftungssatzung verankert, denn sie erlaubt uns bei unseren Entscheidungen nicht allein die konkreten Bedarfe, sondern vor allem auch die individuelle Lebenssituation einer Familie mit ihren Kindern in den Blick zu nehmen. Für uns ist tatsächlich nicht entscheidend, ob eine Familie bereits Sozialleistungen des Staates erhält, deshalb als ‚arm‘ kategorisiert werden könnte und einer Förderung bedarf.
Die geschlossene Region und der ländliche Raum Rheingau erlauben es schließlich, mit unseren Kooperationspartnern sehr nah und vertrauensvoll zusammenzuarbeiten, Stiftungsarbeit sehr persönlich zu gestalten, kurze Wege zu beschreiten und auf bürokratische Hürden weitgehend zu verzichten. Es ist uns möglich, sofort zu reagieren und Hilfe im Bedarfsfall noch an demselben Tag zu organisieren.
Wie und wo aber hilft „Zukunft schenken!“ nun konkret?
Die Stiftung folgt ausschließlich Empfehlungen, die beispielsweise über die Grundschulen, Kindertagesstätten oder Jugendhilfeeinrichtungen an sie herangetragen werden. Die Bedarfe dabei sind vielfältig und betreffen alle Bereiche des Lebens.
Schauen wir doch einmal auf unsere eigenen Kinder: Wir tragen Sorge, dass sich unsere Kinder nahrhaft und gesund ernähren. Wir kleiden sie im Sommer leicht und im Winter warm und trocken. Wir verwöhnen die kleinen Körper mit Pflege und gönnen den Kindern Entspannung, wenn wir mit ihnen einmal im Jahr in den Urlaub fahren - vielleicht auch ein zweites Mal. Wir ermöglichen ihnen, ein Hobby zu pflegen, am Vereinsleben teilzunehmen oder ein Musikinstrument zu erlernen. Weil uns selbst die Ferienfreizeiten unserer Kinder- und Jugendzeit noch in schönster Erinnerung sind, ermöglichen wir unseren Kleinen auch dies. Wir fahren mit ihnen in den Zoo, besuchen mit ihnen Museen und Kinderkulturveranstaltungen. Natürlich schenken wir ihnen Bücher, sie haben ein eigenes Zimmer oder zumindest ein eigenes Bett. Wenn es in der Schule hakt, darf auch schon einmal ein Nachhilfelehrer kommen und im Zweifelsfall schicken wir sie direkt zum Schüleraustausch nach England oder Frankreich. Die Bereitstellung moderner Kommunikations- und Spielemedien sind Usus. Wir gehen mit ihnen im Sommer möglichst häufig ins Freibad, organisieren für sie einen schönen Kindergeburtstag und Ausflüge oder laden sie gleich mit ihren Freunden zum Eis essen ein. Bevor sie sich aus dem Haus zum Spielen verabschieden, bekommen sie jeden Tag schnell noch einen Apfel in die Hand gedrückt. Vor Weihnachten dürfen die Kleinen Wunschzettel schreiben. Und was davon der Nikolaus nicht bringt und auch nicht unter dem Tannenbaum - den wir besorgt haben - liegt, das bringt dann wahrscheinlich der Osterhase (es macht ja auch Spaß, die Kleinen zu beschenken). Im Winter fahren wir mit ihnen dorthin, wo Schnee liegt oder auf die Schlittschuhbahn, und dann wollen wir mit ihnen auch noch die Weihnachtsmärkte im Land entdecken. Im Großen und Ganzen bereiten wir unseren Kindern doch eine schöne, vor allem aber eine unbeschwerte Kindheit.
Kinder, die von Armut betroffen sind, haben diese unbeschwerte Kindheit zumeist nicht.
Vieles von oben genanntem ist ihnen eben nicht möglich. Mich berührt dieser dauernde Mangel und Verzicht. Vor allem aber erschüttert mich, wie sehr beides bei betroffenen Kindern und Jugendlichen ihr Selbstwertgefühl und ihr Selbstbewusstsein schwächen, Verunsicherung, tiefe Verzweiflung und existenzielle Ängste auslösen kann. Und es erschreckt mich, wie schnell betroffene Kinder zudem in soziale Isolation geraten können.
Die Stiftung Zukunft schenken! Jean-Dominique Risch aber nimmt diese Kinder an die Hand und begleitet sie. Durch unsere Arbeit können wir diesen Kindern, Jugendlichen und ihren Familien helfen. Dabei liegt der Wert der Stiftung und die Nachhaltigkeit unserer Arbeit weniger in evaluierbaren Erfolgen innovativer, großer Projekte. Der besondere Wert der Stiftung „Zukunft schenken!“ liegt vielmehr in dem, was wir über materielle Hilfen hinaus durch persönliche, wertschätzende Zuwendung emotional bei den Menschen auslösen – nämlich: die bleibende Erfahrung von Freude und manches Mal von Glück.
Tatsächlich können wir nicht aus großen Etats schöpfen und für uns zählt eben nicht, innovative Projekte zu gestalten. Wir möchten im Kleinen helfen! Dies engagiert, ehrenamtlich und mit dem, was uns aus den Erträgen eines kleinen Stiftungskapital möglich ist.
Ich möchte Sie heute bitten, diese wertvolle Arbeit für Kinder und Jugendliche im Rheingau zu unterstützen. Ich möchte Sie bitten, am Aufbau der Stiftung persönlich mitzuwirken. Bitte fördern Sie die Stiftung „Zukunft schenken!“ durch eine Zustiftung und empfehlen unsere Arbeit Ihren Freunden und Bekannten zur Förderung weiter.
Herzlichen Dank!
www.zukunftschenken.de












