(openPR) Studie belegt: Kompetenzen der Mitarbeiter bleiben unerkannt
17.07.2006 – Düsseldorf/ Stuttgart: Die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter sind vielen Unternehmen nicht bekannt. Nur jedes dritte Unternehmen erhebt regelmäßig jährlich die Kompetenzen seiner Mitarbeiter. Daraus lässt sich schließen, dass die Kompetenzen der Mitarbeiter als strategisches Potenzial noch nicht ausreichend erkannt sind und auch nicht entsprechend entwickelt werden. Die Personalarbeit, die zunehmend systematisiert und professionalisiert wird, hat dem Kompetenz-management noch keinen adäquaten Stellenwert eingeräumt.
Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Managementberatung Mühlenhoff + Partner und des Fraunhofer Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation, Stuttgart. Befragt wurden in Einzelinterviews 149 Personalverantwortliche der 1. und 2. Führungsebene. 60% der teilnehmenden Unternehmen beschäftigen mehr als 1000 Mitarbeiter.
In der Studie wird weiterhin festgestellt, dass die Hälfte der Unternehmen die Kompetenzen der Mitarbeiter unregelmäßig und gar nicht erhebt. Gleichzeitig räumen die befragten Teilnehmer der Weiterentwicklung des Personals aber einen sehr hohen Stellenwert ein, wenn es darum geht, die Unternehmensziele zu erreichen.
Die Fähigkeit in einem sich beschleunigenden Wettbewerb zielsicher mit Wissen und Informationen umgehen zu können, wird für Unternehmen immer wichtiger. Die Weiterentwickelung und Bindung qualifizierter Mitarbeiter ist gerade dort entscheidend, wo sich neue Wachstumsmärkte und Geschäftsfelder eröffnen. Trotzdem stellen sich mehr als 40% der teilnehmenden Unternehmen nicht der Aufgabe, zukünftige Entwicklungen, die kompetenzrelevant sind, zu analysieren und zu bewerten. Bei fast der Hälfte derjenigen, die sich der Aufgabe stellen, liegt der zeitliche Vorlauf der Früherkennung für neue Qualifikationen und Kompetenzen bei einem Jahr.
Warum vernachlässigen Unternehmen Kompetenzmanagement? „Erfolge sind oftmals erst mittelfristig wirksam, da Kompetenzen in der Umsetzung und Anwendung von Erlerntem entstehen. Das Personalmanagement, das zunehmend kennzahlenorientierter wird, vermisst die direkte Messbarkeit der Effekte des Kompetenzmanagements. Aber wer die Kompetenzen seiner Mitarbeiter nicht kennt und dauerhaft fördert, verschenkt Potenzial und vergeudet Ressourcen,“ so Hartmut Buck, Leiter Kompetenzmanagement vom Fraunhofer IAO.
Die Studie belegt auch, dass Unternehmen, wenn sie den Bedarf eines systematischen Kompetenzmanagements erkennen, mit der Umsetzung Probleme haben. Sie stützen sich häufig auf die bewährten Instrumente der Personalarbeit, wie Leistungsbeurteilungen und Zielvereinbarungen. Diese sind überwiegend nicht geeignet, um Kompetenzen zu erfassen.
Weitere Informationen zur Studie:
Managementberatung Mühlenhoff + Partner GmbH
Pressereferat
Frau Christiane Siemann
Salierstr. 8
40545 Düsseldorf
Tel.: 0211/ 57 08 86








