(openPR) Wer hat sich als Jugendlicher nicht geschworen, niemals das Thema Krankheit zum Lieblingsthema werden zu lassen. Aber wer kennt das nicht: Kaum ist die 50 überschritten, fängt es an, überall zu zwicken und zu knirschen. Ein verständnisvolles „Ja, das kenne ich, das ist das Alter“ von einem Leidensgenossen zu hören, tut dann einfach gut. Die Schmerzen werden dadurch zwar nicht weniger, aber man hat die Bestätigung, dass man sich keine weiteren Sorgen machen muss und dass es „halt so ist mit dem älter werden“.
Wer sich damit nicht abfinden möchte und die Ärzte um Hilfe bittet, wird sich oft mit Antworten wie: „Wir konnten nichts finden, diese Schmerzen sind typisch für ihr Alter. Damit müssen Sie leben“, abfinden müssen. Auch wieder eine Bestätigung, dass man nichts tun kann und deshalb auch nichts ändern muss. Viele belassen es dabei. Man kann nichts machen, also sollte man wenigstens darüber reden. Und so findet jede Generation immer wieder ihr bevorzugtes Gesprächsthema – die vielen Schmerzen und Beschwerden. Es funktioniert wie eine Selbsthypnose, die durch Wiederholungen immer mehr verstärkt wird.
Gehören also Schmerzen im Alter wirklich dazu? Elke Währisch, die im oberbayerischen Tutzing eine eigene Praxis unterhält, sagt: „Verspannte Muskeln sind die Schmerzproduzenten Nummer eins und die Hauptursache für zahlreiche körperliche Beschwerden. Dazu gehören Rückenschmerzen, schmerzhafte Gelenke, Verspannungen im Nacken und in den Schultern und natürlich die quälenden Kopfschmerzen. Da Verspannungen, die sich über viele Jahre immer mehr verstärken, im Alter chronisch werden können, treten Schmerzen dann tatsächlich gehäuft auf“.
Die erfahrene Heilpraktikerin mit dem Schwerpunktthema muskuläre Schmerzbehandlung, hatte selbst die Diagnose „altersbedingte Rückenschmerzen“ von ihren Ärzten erhalten und wollte sich nicht damit zufrieden geben. Sie wusste, dass es wahrscheinlich die verspannten Muskeln sind, die weh tun, wenn keine Diagnose gefunden werden kann.
Weitere Forschungen und Weiterbildungen gaben ihr Recht. Ihr Angebot zur Gesundheitsprävention und zum Bewegungscoaching hat sie inzwischen mit somatischen Übungen erweitert, die schmerzende Muskeln und Gelenke ansprechen und für Linderung sorgen.
In unserer heutigen Gesellschaft wird der Mythos vom Altern durch neue Erkenntnisse und Erfahrungen der Generation 50 plus abgelöst. Der Körper verändert sich im Alter. Aber Schmerzen, Bewegungseinschränkungen und Steifheit müssen nicht sein. Das betont Elke Währisch immer wieder auch bei ihren Vorträgen und Workshops. Die gute Nachricht sei, dass jeder Mensch jederzeit lernen und es selbst in die Hand nehmen kann, wie jung er sich fühlen will.








