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Geschlechtsspezifische Suchtarbeit verbessert die Erfolge

19.12.201609:58 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Geschlechtsspezifische Suchtarbeit verbessert die Erfolge
Heinzen-Voss, Stöver (Hrsg.) Geschlecht und Sucht - Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann
Heinzen-Voss, Stöver (Hrsg.) Geschlecht und Sucht - Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann

(openPR) Frauen und Männer sind unterschiedlich süchtig. Daher bietet eine geschlechtsspezifische Suchtarbeit die besten Chancen. Wissenschaftler wissen es seit langem, doch die Praxis setzt es nur selten oder inkonsequent um. Was muss geschehen, um Sozialarbeit und Therapie mit Abhängigkeitskranken zu optimieren? Professor Dr. Heino Stöver (Hochschule Frankfurt/M) bietet dazu gemeinsam mit KollegInnen in einem Handbuch wissenschaftlich fundierte Informationen: "Geschlecht und Sucht - Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann."

Männer trinken, rauchen, kiffen oft zunächst in einer Art Initiationsritus - etwa im Kontext der Eroberung öffentlicher Räume. Männer demonstrieren mit ihrem Substanzmissbrauch "Stärke" und Dominanz - oft als Kompensation von Unsicherheiten und Überforderungen. V.a. marginalisierte Männer - Erwerbslose z.B. - tendieren zu externalisierenden Bewältigungsmustern mit psychoaktiven Substanzen.

Starker Alkoholkonsum und verschiedenste Formen der Abhängigkeitserkrankung wirken bei Frauen eher peinlich und sind daher - im Vergleich zu Männern - weniger häufig. Frauen, meist mit unterschiedlichsten Belastungen, bevorzugen leichtere Alkoholika, trinken und kiffen eher heimlich, favorisieren euphorisierende Medikamente. Nur wenige, v.a. jüngere Frauen versuchen, mit dem männertypisch imponierenden Substanzmissbrauch "Schritt" zu halten. Neben den psychisch-gesellschaftlichen Rollenanforderungen begrenzt bei Frauen ein physiologischer Umstand den Substanzkonsum: Die Leber ist kleiner, die Verträglichkeit geringer.

Welchen Hintergrund hat die Suchterkrankung? Sind Traumatisierungen bei Frauen tatsächlich häufiger als bei Männern? Das Handbuch stellt diese fast regelhafte Annahme konkret infrage und zeigt, wie unterschiedlich Frauen und Männer mit ihren Verletzungen umgehen.

Die 14 AutorInnen tragen differenziertes empirisches Wissen aus der Sozialarbeit, Psychologie und Medizin zusammen - ideologiefrei, engagiert und gut anwendbar.

>>> Doris Heinzen-Voss, Heino Stöver (Hrsg.) Geschlecht und Sucht - Wie gendersensible Suchtarbeit gelingen kann. Pabst Science Publishers 2016. 232 Seiten. ISBN print 978-3-95853-237-3. ISBN e-book 978-3-95853-238-0

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