(openPR) Rotes Fleisch steigert die Gefahr, an Krebs zu erkranken. In seinem Buch "Darmkrebs vermeiden" schildert Professor Dr. Hermann Delbrück die realistischen Möglichkeiten einer Vorsorge und Früherkennung von Krebs. Gleichzeitig kritisiert er Irrlehren und Legenden zum Thema.
Für die schädliche Wirkung roter Fleischsorten werden verschiedene Ursachen diskutiert:
- Fleisch vom Schwein, Rind und Lamm ist fettreicher als Geflügel-, Wild- und Fischgerichte.
- Bei der Zubereitung und Verarbeitung können krebserregende Inhaltsstoffe entstehen - z.B. polyzyklische aromatische Wasserstoffverbindungen beim Braten, Grillen oder Frittieren. Wird Fleisch geräuchert, gesalzt oder mit Chemikalien haltbarer bzw. schmackhafter gemacht, ergeben sich weitere Krebsrisiken.
- Krebsfördernde Einflüsse von Nitriten und Nitraten sowie eine hohe Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) bzw. von Eisen kommen als Mitursache infrage.
- Problematisch kann die hohe IgF-1 (Insulin like Growth factor)-Konzentration im Blut bei fleischreicher Kost sein. Sie soll zu einem ´oxydativen Stress´ durch freie Radikale führen.
- Potentiell krebsfördernde Viren im rohen oder medium zubereiteten Rindfleisch sind eine zusätzliche Gefahr.
In arabischen Ländern wird nur gut durchgegrilltes Rind-, Schaf- und Ziegenfleisch gegessen; entsprechend selten erkranken Araber an Darmkrebs. Im rohen, medium zubereiteten oder luftgetrockneten Rindfleisch können sich Krebs auslösenden Polyoma- und Papilloma-Viren (HPV) vermehren. Sie werden erst bei Temperaturen über 70 Grad abgetötet. "Polyoma- und Papilloma-Viren sind nachweislich ein hoher Risikofaktor für Muttermundkrebs (Zervix Karzinom) sowie den Mastdarmkrebs (Analkrebs)," warnt Professor Delbrück.
Darmkrebs ist in Deutschland die zweithäufigste Krebs-Todesursache: Jährlich erkranken etwa 65.000 Menschen, 26.000 sterben. In mediterranen Ländern mit einem geringeren Fleischkonsum ist Darmkrebs eine vergleichsweise seltene Erkrankung.
>> Hermann Delbrück: Darmkrebs vermeiden. Pabst, 268 Seiten. ISBN print 978-3-95853-093-5, ISBN e-book 978-3-95853-094-2










