(openPR) Nachgründung Treppenanbau beim Ponttor in Aachen
Aufgrund schlechten Baugrunds kippte der Treppenturm am Aachener Ponttor langsam vom Hauptbau weg. Dadurch wurde Ende 2005 eine Nachgründung erforderlich, die vom Spezialtiefbau-Unternehmen ERKA Pfahl GmbH aus Baesweiler durchgeführt wurde.
Das Ponttor war Teil der historischen Aachener Stadtbefestigung und wurde als Teil des äußeren Mauerrings in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Es ist eines der beiden noch erhaltenen ehemals elf Stadttore und eine der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Doppeltoranlagen des Rheinlandes.
Um die drohende Zerstörung zu verhindern, kamen die Spezialisten von ERKA Pfahl zum Einsatz. Gerade wenn wenig Platz vorhanden ist – wie unterhalb bestehender Gebäude –, ist das hydraulische Einpressverfahren oft die einzige Möglichkeit, Pfähle erschütterungsarm in den Baugrund einzubringen.
Fünf Segmentpfähle mit Gesamtlängen zwischen 1,35 und 2,35 Metern wurden mithilfe von Hydraulikpressen unterhalb der Fundamente des Treppenanbaus bis in den tragfähigen Baugrund eingepresst. Jeder dieser Pfähle bestand aus einzelnen, 50 Zentimeter langen und 21,5 bzw. 31,5 Zentimetern dicken Stahlbetonzylindern. Vor dem Einpressen musste der Boden zwischen 1,5 und 3,0 Metern ausgehoben werden, um an die Unterkanten der Fundamente zu gelangen.
Wie bei solch alter Bausubstanz üblich, liefen die Arbeiten aufgrund von „Bodenfunden“ nicht ganz reibungslos: Elektroleitungen sowie ein alter Schacht mit einer gusseisernen Wasserleitung und Absperrriegel behinderten die Arbeiten etwas. Außerdem war die an den Treppenturm anschließende alte Stadtmauer weniger tief gegründet, so dass dort ein etwa drei Meter langer Hilfspfahl erforderlich wurde.
Etwa eine Woche dauerten die Nachgründungsarbeiten. Ende Oktober 2005 konnte die ERKA Pfahl GmbH der Stadt Aachen einen auf tragfähigen „Füßen“ stehenden stabilen Treppenturm übergeben.
Druckfähiges Bildmaterial finden Sie unter http://www.erkapfahl.de/presse











