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Worauf bei Penetrationstests geachtet werden sollte

22.11.201616:20 UhrIT, New Media & Software

(openPR) TÜV TRUST IT GmbH Unternehmensgruppe TÜV AUSTRIA beschreibt relevante Aspekte für die Planung und Durchführung
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Penetrationstests mit gezielten Angriffsszenarien zeigen den Unternehmen auf, ob in den untersuchten Systemen Sicherheitsschwächen bestehen. Diese Erkenntnisse versetzen Unternehmen in die Lage, gezielte Maßnahmen zum Schutz vor echten Angriffen und potenziellen Verlusten zu ergreifen. Security Analyst André Zingsheim von der TÜV TRUST IT beschreibt einige wichtige Aspekte, auf die bei der Planung und Durchführung von Penetrationstests geachtet werden sollten.



1. Ziele klar definieren: Zu einer klaren Ausrichtung gehören insbesondere eine Festlegung der zu untersuchenden Systeme und betroffenen Daten samt Ziel und Dauer der simulierten Angriffe. Auch die Informationsprozesse und Dokumentationspflichten müssen genau definiert sein, wobei sich die Ergebnisdokumentation nicht auf nur eine Nennung der möglicherweise ermittelten Schwachstellen reduzieren, sondern sie auch beschreiben sollte. Zudem bedarf es des ausdrücklichen Einverständnisses durch den Auftraggeber.

2. Auf den Datenschutz achten: Sofern nicht ausgeschlossen werden kann, dass der Penetrationstest auch personenbezogene Daten einschließt, müssen die Auftragshacker die rechtlichen Vorgaben aus dem Bundesdatenschutzgesetz (§ 11 BDSG) beachten.

3. Systemtechnische Risiken vermeiden: Bei den Penetrationstests handelt es sich um kontrollierte Versuche, in ein definiertes System einzudringen. Dies verlangt eine vorsichtige Vorgehensweise. Denn wird mit einer zu großen Dynamik gestartet, droht die Gefahr von Beeinträchtigungen des betreffenden Systems. Außerdem können bei simulierten Angriffen Daten verloren gehen. Insofern empfiehlt es sich, bei Penetrationstestst zunächst fokussiert vorzugehen, um die Reaktion des Systems und damit die Logik seines Verhaltens zu verstehen.

4. Auf unerwartete Probleme vorbereitet sein: Da systemtechnische Störungen nicht vollständig ausgeschlossen werden können, sind Notfallmaßnahmen vorzubereiten. So sollten während der Eindringversuche die zuständigen Systemadministratoren präsent sein und alle betroffenen Fachbereichsverantwortlichen frühzeitig über den Penetrationstest informiert werden. Außerdem empfiehlt es sich, Eindringversuche bei geschäftskritischen Systemen möglichst außerhalb der Arbeitszeiten (beispielsweise abends oder am Wochenende) durchzuführen.

5. Die richtige Vorgehensweise wählen: Grundsätzlich wird zwischen Black-Box- und White-Box-Angriffen unterschieden. Im Falle der Black-Box-Variante erhalten die Security-Experten keine Informationen über die Funktionsweise der zu testenden Systeme, bei White-Box-Tests bekommen sie nähere Kenntnis darüber und haben beispielsweise Einblick in den Quellcode der Systeme. Auf Basis dieser grundsätzlichen Ausrichtung wird der Umfang des Angriffs definiert.

6. Das Social Engineering nicht vernachlässigen: In immer umfangreicheren Maße erfolgt durch Cyberkriminelle eine gezielte Vorbereitung von Angriffen. Sie missbrauchen zwischenmenschliche Interaktionen, indem Mitarbeiter zunächst unter Vorwänden dazu motiviert werden, sicherheitsrelevante Informationen wie etwa Passwörter preiszugeben. Weil der Mensch in der Kette der Sicherungssysteme oftmals das schwächste Glied ist, dürfen diese in Penetrationstests nicht nur eine Randbedeutung haben.

7. Security-Analysten regelmäßig wechseln: Beim Penetrationstest wird gezielt versucht, den Blickwinkel möglicher Angreifer einzunehmen. Diese Perspektive kann bei den Analysten durchaus variieren, weil sie jeweils einen unterschiedlichen Erfahrungshorizont einbringen. Vorteilhaft ist deshalb, bei regelmäßigen Penetrationstests unterschiedliche Personen einzusetzen. Dafür muss nicht zwangsläufig ein neuer Dienstleister gesucht werden, sondern der Wechsel kann auch innerhalb des Teams des Dienstleisters erfolgen.

8. Nicht zurücklehnen: Ein Penetrationstest ist eine wichtige und unerlässliche Statusaufnahme, er kann jedoch keine Aussage über mögliche zukünftige Gefährdungen machen. Denn die IT-Infrastrukturen unterliegen einer großen Veränderungsdynamik, zudem entstehen permanent neue Sicherheitsgefahren. Deshalb empfiehlt es sich, Penetrationstests in einem festen Rhythmus zu wiederholen.




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