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Reise durch das verletzte Gehirn

22.11.201616:14 UhrSport
Bild: Reise durch das verletzte Gehirn
Szene aus den neuen Lehrfilmen zu Gehirnerschütterungen im Sport
Szene aus den neuen Lehrfilmen zu Gehirnerschütterungen im Sport

(openPR) Kurzfilme der Initiative "Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport" zeigen, was während einer Gehirnerschütterung im Kopf passiert und warum die Verletzung ernst zu nehmen ist

Was passiert, wenn das Gehirn hart gegen den Schädelknochen prallt? Wie erkennt man, ob das Gehirn verletzt ist und was ist bei Verdacht auf Gehirnerschütterung zu tun? Antworten geben die neuen Informationsfilme der Initiative "Schütz Deinen Kopf!" der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung. Damit Groß und Klein, Leistungs- und Freizeitsportler, Trainer und Lehrer die Informationen für sich und andere nutzen können, wurden drei Kurzfilme für verschiedene Zielgruppen produziert. Film Nummer eins, der knapp drei Minuten umfasst, richtet sich an Grundschulkinder. Film zwei mit vier Minuten Länge an Jugendliche und Erwachsene. Mit achteinhalb Minuten ist der dritte Film, konzipiert für Trainer, ehrenamtliche Betreuer, Sportlehrer und andere Pädagogen, der längste und detaillierteste.



Die temporeichen Filme mit ihren Zeichnungen, 3D-Animationen und Sportszenen sprechen für den Spaß am Aktivsein. Doch Helga Lüngen, Geschäftsführerin der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, erinnert daran, "dass in Deutschland pro Jahr mindestens 40.000 leichte Schädelhirnverletzungen im Sport diagnostiziert werden. Die Zahl der nicht erkannten Fälle dürfte aber deutlich höher sein!" Wer die Gehirnerschütterung nicht ernstnimmt, einfach weiter-macht und sich erneut verletzt, kann schwere Folgeschäden davontragen. Mit diesen Folgen wird das Beratungsteam der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung, das seit 1983 hirnverletzte Menschen und ihre Familien unterstützt, immer wieder konfrontiert. Um präventiv tätig zu werden und um Sportler, ihre Familien, Trainer, Pädagogen und Ärzte für das Thema zu sensibilisieren, rief die Stiftung 2015 gemeinsam mit namhaften Partnern die Initiative "Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport" ins Leben.

"Eine Gehirnerschütterung kann vereinfacht als Kurzschluss innerhalb der Nervenzellen beschrieben werden, woraus eine meist kurz andauernde Leistungsstörung des Gehirns mit vielfältigen Symptomen resultiert“, betont Dr. Axel Gänsslen vom Uniklinikum Wolfsburg, der auch die Eishockeymannschaft Grizzlys Wolfsburg medizinisch betreut und die medizinische Beratung zu den Filmen übernahm. "Wenn die Patienten geschont werden", betont er, "klingen die Beschwerden in neun von zehn Fällen binnen weniger Wochen wieder ab." Wie genau die Genesung im Detail abläuft, wird noch erforscht. Bekannt ist hingegen, was nach dem Aufprall im Schädel abläuft und wie die Kommunikation zwischen den Nervenzellen beeinträchtigt wird. Im Film zeigen 3D-Animationen diese Prozesse. "Sportler, die mit Symptomen einer Gehirnerschütterung weiterspielen, denken oft, wenn ich jetzt ausfalle, schwäche ich mein Team", weiß Gänsslen. Dabei ist das Gegenteil zutreffend: Wer mit dieser Verletzung weiterspielt, läuft und reagiert verlangsamt, sein Risiko für weitere Stürze oder Zusammenstöße mit anderen steigt.

Regisseur Simon Jöcker von WOWFilm Münster erlitt als Kind eine Gehirnerschütterung bei einem Fahrradsturz. Bei den Recherchen zu den Filmen faszinierte ihn, "wie viele Menschen ebenfalls betroffen sind und wie viele höchstwahrscheinlich nichts davon wissen." Er wünscht sich, dass die Zuschauer künftig umsichtig reagieren, wenn ein Sportler auf den Kopf fällt, mit einem Hindernis oder Mitspieler zusammenprallt. "Bei der Initiative "Schütz Deinen Kopf!" gibt es weitere hilfreiche Materialien, wie eine Taschenkarte und eine App, die mit ihren Tests verhindern sollen, dass ein Betroffener wieder ins Spiel geschickt wird", informiert Jöcker.

Ermöglicht wurde die Produktion der neuen Videos unter anderem dank einer großzügigen Spende der Willy Robert Pitzer Stiftung. "Als Stiftung, die der Förderung der Volksgesundheit verpflichtet ist, haben wir die Initiative der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung sehr gerne unterstützt", so Dr. Helmut Häuser, Vorstandsvorsitzender der Pitzer Stiftung. "Gut eingebunden in die Kampagne "Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport", vermitteln die neuen Lehr- und Erklärfilme zielgruppengerecht, wie eine Gehirnerschütterung zu erkennen ist und wie anschließend angemessen reagiert werden sollte. Zugleich zeigen die Filme, dass Sport gesund ist, den Gemeinschaftssinn stärkt und Spaß macht. Wir hoffen, dass unsere Spende dazu beiträgt, Breiten- und Leistungssportler für die Problematik der nicht erkannten Gehirnerschütterungen zu sensibilisieren."

Helga Lüngen betont: "Es ist das Ziel aller Beteiligten, bei den Zuschauern etwas zu bewegen. Wichtig ist uns, dass das Weiterspielen nach erlittener Gehirnerschütterung zukünftig weder im Spitzensport mit seiner Vorbildfunktion noch im Freizeit- und Schulsport zum guten Ton gehört".

Dagmar Freitag, Vorsitzende des Sportausschusses im Bundestag, kommentiert: "Gehirnerschütterungen im Sport dürfen keineswegs als Lappalie abgetan, sondern müssen ernstgenommen werden. Dazu ist es zunächst unabdingbar, dass die Symptome erkannt und richtig gedeutet werden. Die Initiative "Schütz Deinen Kopf! Gehirnerschütterungen im Sport" der ZNS – Hannelore Kohl Stiftung mit ihren vielfältigen Informationsmitteln und -kanälen wird hoffentlich zur Aufklärung über die häufig noch unterschätzte Gefahr von Gehirnerschütterungen beitragen und das Bewusstsein schärfen, dem Gehirn nach einem Trauma die notwendige Ruhe zu geben."

Video:
Der Informationsfilm für Jugendliche und Erwachsene

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