(openPR) Berlin/Königswinter, 14. November 2016 – Nach Donald Trumps überraschendem Wahlsieg ist eine Diskussion über die Ursachen und mögliche Folgeeffekte in Deutschland entbrannt. Nach Ansicht des Verbandes der Redenschreiber deutscher Sprache (VRdS) greifen viele Erklärungsversuche jedoch zu kurz.
„Die Diskussion gleicht einer hektischen Suche nach Schuldigen“, so VRdS-Präsidentin Jacqueline Schäfer. „Wurden zuvor die Anhänger von Populisten wie Trump geschmäht, stehen nun pauschal die so genannten Eliten und Verfechter von Political Correctness am Pranger. Wer hier nur auf die schnelle, einfache Erklärung setzt, verfährt dabei ebenfalls nach dem Muster der Populisten. Statt Brücken zu bauen, werden so Gräben vertieft.“
Daher plädiert der Redenschreiber-Verband dafür, die Kultur der Runden Tische, die als informelle Gremien während der friedlichen Revolution in der DDR entstanden, in neuer Form wieder aufleben zu lassen. „Wir müssen wieder miteinander ins Gespräch kommen, statt weiter übereinander zu reden und aufeinander herumzuhacken.“
Zuhören, argumentieren und nicht vorverurteilen lautet das Gebot der Stunde. „Deutschland ist ein Land des Entweder-Oder: Entweder Konsenssauce oder hasserfüllte Auseinandersetzung. Was wir wieder lernen müssen, ist Anerkennung der anderen Meinung ohne Aufgabe der eigenen Haltung oder Etikettierung des Gegners, Streit in der Sache ohne Schläge unter die Gürtellinie und Zutrauen in demokratische Strukturen.“











