(openPR) 80 Jahre und kein bisschen verstaubt präsentierte sich die Firma CANDULOR am Prothetik Day 28.10.2016. Mit dieser "Momentaufnahme" erlebten Teilnehmer und Referenten einen Tag und eine Nacht voller interessanter Themen, Bilder und Emotionen.
CANDULOR wurde am 01.11.2016 80 Jahre. Aus diesem Anlass nutzte die CANDULOR AG die einstige Prothetik Night als Tagesveranstaltung und holte sie nach Zürich in die Geburtsstadt CANDULORs. Über 250 Teilnehmer wollten sich den Themen dieses Tages annehmen und kamen ins Radisson Blu Flughafen Zürich. Der Wein Tower in der Lobby war bereits am Morgen zum Empfang der Gäste in CANDULOR Rot erleuchtet und lud als Wegweiser ein. Die Besucher konnten kurz vor 9:00 - nach Gipfeli und Kaffee - in die Räumlichkeiten eintreten. Das Conference Center war eingetaucht in eine warme Lichtstimmung. Ausgestattet mit zwei grossen Screens hatten die Teilnehmer eine wunderbare, gestochen-scharfe Sicht auf die Präsentation der Referenten. Zusätzlich war ein "ZEITRAUM" eingerichtet, in dem jeder die Möglichkeit hatte auf Spurensuche zu gehen und Schätze aus den alten Zeiten zu entdecken: Ledergebundene Zahnformkarten aus den ersten Jahrzehnten von Steen & Zech, alte Zahnlinien auf Holzplättchen, Farbringe und vieles mehr.
Dr. Blankenstein eröffnete den Prothetik Day auf seine charmante Art und Weise und führte so durch den gesamten Tag. Als erstes kündigte er eine Legende an:
ZTM Jürg Stuck – Persönliche Erinnerungen
Herr Stuck präsentierte seine Erfahrung und Geschichten mit CANDULOR sowie die damalige Produktion der Porzellanzähne. Viele Bilder machten diese Reise in die Vergangenheit zum Greifen nah. Als Überraschung gab Herr Stuck der Geschäftsleitung von CANDULOR eine fehlende Reliquie zurück: Den letzten übrig gebliebenen "CANDULOR Barren".
Prof. inv. Dr. Jürgen Wahlmann –Smile Design nur bei Veneers
Herr Wahlmann zeigte auf, wie viel Zeit man sich für die festsitzende ästhetische Zahnheilkunde und ein Smile Design nimmt und im Gegensatz dazu wie stark die Beratung bei der abnehmbaren Prothetik vernachlässigt wird. Er erzählte von seinem Wandel in der Praxis und über die Möglichkeiten als Zahnarzt dieses Geschäft auszubauen. Dazu gab es ausdrucksstarke Bilder, welche die Möglichkeiten veranschaulichten. Mit einer eigens initiierten Umfrage zeigte er auch die unterschiedlichen Ansichten von Praxen und Laboren auf.
Prof. Dr. Martin Schimmel, MAS Oral Biol, Universität Bern – Der Patient der Zukunft
Herr Schimmel schaffte es, aus einer Welt der Wissenschaft mit Zahlen einen spannenden Vortrag über die Entwicklungen und Bedürfnisse der Patienten von morgen an die Teilnehmer heranzutragen. Für die Ausrichtung der eigenen Praxis oder des Labors sind diese Entwicklungen entscheidend. Was sind die neuen Herausforderungen und mit welchen Ansätzen bzw. Konzepten können diese begegnet werden?
ZMT Jan Langner - Wie erhalte ich Zähne, Kieferkamm und Implantate in der kombinierten Prothetik?
Herr Langner zeigte durch seine Fälle auf, wie man die Stable-Base Prinzipien anwendet und die Prothesen zum Halten bringt. Es bedarf nicht unbedingt einer starren Abstützung bei Pfeilerzähnen - dies führt zu schnellem Zahn-/Implantatverlust der Pfeilerzähne. Es kann die Adhäsion der Prothese genutzt werden - ohne Halteelemente. Stichwort: die Prothese muss aufliegen nicht nur anliegen! Implantate sollen in der Teilprothetik nur als Fixierung der Basis nicht als Halteelement verwendet werden.
ZTM Damiano Frigerio - Implantatversorgungen - Aesthetischer Luxus?
Herr Frigerio zeigte auf, wie Patienten mit erschwinglichen und ästhetisch anspruchsvollen Implantatarbeiten versorgt werden können. Die Zukunft der Zahntechnik ist es, für ältere Leute Zahnersatz herzustellen und wir müssen den Respekt vor diesen Patienten haben. Die digitalen Prozesse helfen nur bedingt weiter, wenn diese nicht biologisch hergestellt werden. Er vertritt die Meinung, dass es ein Gleichgewicht zwischen Biologie, Materialien und Preis geben muss. Vorfabrizierte Zähne wie PhysioStar NFC+ haben mittlerweile die gleiche Qualität wie geschichtete Kronen. So zeigte er seine eindrucksvollen Fälle auf.
Martin J. Hauck - Was bleibt, ist von Bestand. Eine Referenz an die Totalprothetik nach Prof. Dr. A. Gerber.
Herr Hauck nutzte die Gelegenheit und gab einen Abriss durch die Gerber Geschichte. Viele Schlüsselbegriffe, die Gerber geprägt hatte, gelten heute noch. Das Prinzip der autonomen Kaustabilität ist in der Totalporthetik unablässig, aber auch in der Implantatprothetik hat diese eine grosse Bedeutung. Gerber findet sich nach wie vor überall in der Zahntechnik wieder. Ungeachtet, dass das "Original" kopiert, modifiziert und auch transformiert wurde und wird, überdauert der konzeptionelle Kern und ist dabei erstaunlich zeitgemässer als von vielen angenommen.
Univ.-Prof. Dr. Florian Beuer - Alles digital. Auch Totalprothesen?
Herr Beuer ist sowas wie ein "Digital Guru" in der Dentalwelt. 400 Mio. zahnlose Patienten bieten aus seiner Sicht ein grosses Potential für die Totalprothetik. Er gab eine kurze Vorstellung über die digitalen Systeme für herausnehmbaren Zahnersatz von Amann Girrbach, Baltic Denture sowie 3D Scan mit 3D Simulation für die Einprobe. Anhand des Digital Denture Prozesses von Wieland zeigte er einen kompletten Prozess/Weg der Herstellung auf. Zusätzlich gab Herr Beuer einen interessanten digitalen Ausblick.
Patient Herr Friedrich Wieland - Erfahrungsbericht eines Patienten
Herr Wieland hatte sich spontan bereit erklärt, aus Patientensicht seine Geschichte zu erzählen. Er wurde nach dem Marburger Konzept versorgt und erzählte wie sein Leben vor der Behandlung verlief und wie es sich nach der Versorgung veränderte. Dies spiegelte direkt und hautnah das Motto der CANDULOR wieder: Menschen Lebensqualität zurückzugeben.
Robert Bösch - Extremfotografie
Herr Bösch hatte eindrucksvolle Bilder im Gepäck. Er gab einen Einblick in die Arbeit eines "Extremfotografen". Die Zuschauer konnten hier zwar gedanklich entspannen, jedoch bildgewaltig seinen Arbeitsalltag verfolgen. Eindrücklich zeigte er die Arbeitsweise, das Engagement sowie die Zusammenarbeit mit den Models und Athleten auf.
Nach diesen vielen Themen und Eindrücken hatten die Gäste nun die Möglichkeit, gedanklich eine Pause einzulegen. Die Shuttles zur Abendveranstaltung standen bereits draussen vor dem Hotel zur Abfahrt bereit. Eine Fahrt in die Geburtsstadt, vorbei an der Limmat, bis hin zur Location - dem AURA beim Paradeplatz. Dies war einst die alte Börse Zürichs. Im Foyer wurden die Gäste diesmal von der Geschäftsführung CANDULORs persönlich mit einem Apero empfangen. Die Location, ein mit Lounge-Möbeln versetzter Raum, eine riesige Leinwand mit projektiertem rotem Vorhang und viele gut gelaunte Gäste belebten den Saal. Der DJ "JSebK" und der Saxophonist "Freddy Sax" sorgten für die musikalische Untermalung zum Einstieg des Abends.
Genau um 20:00 Uhr wurde es ruhig und dunkel. Der rote Vorhang ging auf, Musik spielte ein und ein Film wurde gezeigt: CANDULOR MOMENTS. Eine Zeitreise nahm die Zuschauer mit in die Vergangenheit; von der Gründung der Firma durch die Herren Zech & Stehen bis in die Gegenwart. Es ging durch die 30er und 40er Jahre mit vielen Produktionseindrücken der damaligen Zeit. Alle Gäste schauten auf und waren von der Bilderzeitreise gepackt. Michael Hammer, amtierender Managing Director, nutzte nach dem Film die Gelegenheit, die Gäste zu begrüssen und seinen persönlichen CANDULOR Moment zu teilen. Durch ein Flying Dinner wurden die Gäste mit kleinen, vielen unterschiedlichen Vorspeisen bewirtet und die Leinwand tauchte dabei den Saal in die Zürcher Innenstadt bei Nacht ein. Als stünde man direkt in der Limmat und könnte sich um 360 Grad umschauen. Viele Gespräche zwischen Kollegen, CANDULOR Anhängern und Mitarbeitern sind in ausgelassener Stimmung entstanden.
Gegen 21:00 Uhr war es Zeit für die Hauptspeise, aber zuvor folgte ein weiterer Teil der CANDULOR Geschichte. Die 50er bis 80er Jahre wurden präsentiert. Wieder in einer plakativen Bilderwelt mit vielen Meilensteinen. Danach eine kleine Ansprache des General Managers der CANDULOR AG in Zürich. Roland Rentsch pickte sich zwei Ereignisse heraus, die für die Geschichte und abnehmbare Prothetik unverzichtbar sind: Die Gerber Theorie mit dem Condyloform Zahn und die legendäre Kunststofffarbe 34, die CANDULOR bis heute einzigartig machen. Es dauerte keine Minute und es folgten die leckeren Hauptgänge in kleinen Schalen für jeden Gast persönlich serviert. In der Zwischenzeit wurde eine Fotobox im Foyer genutzt, um Gruppen-Selfies zu machen. Fotos für alle, die lustige Requisiten wie grosse bunte Brillen mögen. Auch die CANDULOR Mitarbeiter liessen sich in dieser Zeit gerne zusammen verewigen. Ein Teil der CANDULOR Geschichte zu sein ist einzigartig, denn die Mitarbeiter machen diese Firma aus.
Kurz vor 22:00 Uhr war es Zeit für den letzten Teil der CANDULOR Filmgeschichte. Die Geschichte von den 90ern mit dem Kunstzahnwerk Wettbewerb und den vielen Gewinnern, oder dem PhysioStar aus NFC+ Material. Der Film klingt aus mit "Danke für Ihre Freundschaft" an der Leinwand. Claudia Schenkel-Thiel, zukünftige Managing Director, tritt auf die Bühne. "Was haben eine Trompete und eine Tüte mit 5 Prothesen gemeinsam? Ein und denselben Besitzer". So beginnt sie ihre Ansprache und erzählt von einem Patienten, der in einem Kurs eine Prothese wollte, mit der man nicht nur essen oder küssen, sondern auch Trompete spielen kann. Es stehen die Menschen im Mittelpunkt und ihre Bedürfnisse wie an diesem Abend die Gäste. Es war Zeit für die Desserts mit viele kleinen Leckereien. Die Gesichter waren in fröhlicher Stimmung eingehüllt und so kling der Abend und der gesamte Tag mit Musik und Spass aus. Eine Geschichte am Tag präsentiert und zum Mitnehmen in einem Buch gebunden. Für jeden Gast "CANDULOR MOMENTS" zum Mitnehmen.











