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BYK Additives & Instruments und Schönmackers Umweltdienste realisieren innovative eANV-Lösung

26.10.201617:05 UhrLogistik & Transport

(openPR) Alle Abfälle im Blick

Gefährliche Abfälle müssen sicher entsorgt werden. Seit 2010 schreibt die Nachweisverordnung zudem vor, entsprechende Vorgänge durch das elektronische Abfallnachweisverfahren (eANV) lückenlos zu dokumentieren. Der niederrheinischen BYK reicht das aber nicht. Sie will künftig den Weg sämtlicher – auch nicht gefährlicher – Abfälle per Mausklick im Auge halten. Mit Unterstützung der Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG gelingt das.



Nachhaltigkeit ist in der chemischen Industrie längst nicht mehr Kür, sondern Pflicht. Und zwar auch bei der Verwertung von Wert- und Reststoffen. Seit zwanzig Jahren regelt das Kreislaufwirtschaftsgesetz hierzulande den möglichst umweltverträglichen Umgang mit Abfällen, im Hinblick auf gefährliche Abfälle ist dies besonders wichtig. Seit 2010 müssen Erzeuger, Beförderer und Entsorger von Abfällen deshalb den Verbleib der gefährlichen Abfälle in elektronischer Form lückenlos nachweisen.

Das gilt auch für BYK, eine der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Additive und Messinstrumente für die Lack- und Kunststofffindustrie. Das Weseler Unternehmen dokumentiert die Entsorgung seiner gefährlichen Abfälle per eANV – und hat „damit durchweg gute Erfahrungen gemacht“, wie BYK Umweltschutzexperte Sven Grötzner erzählt. Warum also das Verfahren nicht auch für die nicht gefährlichen Abfälle nutzen? Das ist zwar gesetzlich nicht vorgeschrieben, bietet aber etliche Vorteile: Die Prozesssicherheit wird verbessert, der Abwicklungsprozess wesentlich transparenter, Synergieeffekte in Bestell-, Rechnungsprüfungs- und Bilanzierungsprozessen tragen zu einer höheren Produktivität bei. „Der Schritt hin zur vollumfänglichen Nutzung des eANV hat für uns keine Nachteile“, sagt Manfred Kreutzer, Leiter Umweltschutz und Anlagensicherheit bei BYK. Im Gegenteil. Für BYK stellt die freiwillige Nutzung der elektronischen Nachweisführung für nicht gefährliche Abfälle den letzten Schritt zu einer Nachweisführung ohne Technologiebrüche dar.

Deutlicher Wissensvorsprung

Dafür galt es nun, einen geeigneten Partner zu finden. Das war leichter gesagt als getan. „Das Feedback aus der Entsorgungsbranche war zunächst sehr verhalten“, erinnert sich Sven Grötzner. So machte man die Kür zur Pflicht und die elektronische Nachweisführung nicht gefährlicher Abfälle bei der Ausschreibung 2015 zur Grundvoraussetzung für den künftigen Entsorgungspartner.

Für die Schönmackers Umweltdienste GmbH & Co. KG, mit rund 1.400 Mitarbeiter-/innen an 20 zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben und über 550 Fahrzeugen, war das kein Problem. „Wir wurden bereits von einigen Kunden auf das Thema angesprochen und haben uns vor drei Jahren mit unserem Portalanbieter über Umsetzungsmöglichkeiten ausgetauscht“, erklärt Udo Hoffmann - Geschäftsführer des familiengeführten Unternehmens. Nicht zuletzt dank dieses Wissensvorsprungs machte Schönmackers das Rennen und setzte die erforderlichen Anpassungen und Schnittstellen im eigenen eANV-Prozess zeitnah um. Wir suchen immer nach innovativen Lösungen und konnten, nach der ersten Umsetzung, den neuen Ablauf inzwischen in unserem Portal als Standardprozess etablieren“, sagt – Udo Hoffmann.

Das überrascht nicht: Unterscheiden sich Vorgehensweise und Werkzeuge zur Erfassung der nicht gefährlichen Abfälle doch nur minimal von der gesetzlich vorgeschriebenen Dokumentation der gefährlichen Abfälle. „Trotzdem sollte man bei der Einrichtung der Einzelnachweise die Handlungsempfehlung der Bundesländer zur eANV-Umsetzung zu Rate ziehen“, empfiehlt BYK-Experte Sven Grötzner. Insgesamt sei der Implementierungsaufwand aber durchaus überschaubar, sagt er. Schon wenige Wochen nach Auftragsvergabe lief die elektronische Kommunikation zwischen den unterschiedlichen eANV-Portalen von Erzeuger und Entsorger fehlerfrei – einschließlich Transport über die Zentrale Koordinierungsstelle (ZKS). Manfred Kreutzer, Leiter Umweltschutz und Anlagensicherheit bei BYK, überrascht das nicht: „Was mit gefährlichem Abfall funktioniert, macht vor nicht-gefährlichen Abfällen keinen Halt.“

Ein halbes Jahr nach der Einführung der innovativen eANV-Lösung sind Sven Grötzner und Manfred Kreutzer mit der Abwicklung „sehr zufrieden“. Aus dem Branchenumfeld geäußerte Vorbehalte hinsichtlich Aufwand und Komplexität können die Umweltschutzexperten nicht bestätigen. Inzwischen bildet das Unternehmen an zwei Standorten in Wesel und Kempen rund 90 Prozent der nicht-gefährlichen Abfallströme elektronisch ab, im laufenden Jahr sollen so bis 600 Entsorgungsvorgänge elektronisch dokumentiert werden.

Alle profitieren

Das lohnt sich für alle Beteiligten. Bei BYK trägt die harmonisierte Datenbasis zur Automatisierung vor- und nachgelagerter Prozesse wie Bestellung und Rechnungsprüfung bei, reduziert manuelle Arbeitsschritte, erhöht die Prozesstransparenz und verbessert Durchlaufzeiten. Und zwar nachweislich: „Das Feedback der am Prozess beteiligten Kollegen in den Betrieben ist positiv. Der gewünschte Effekt tritt ein“, freut sich Sandra Melcher, zuständig für das Abfallmanagement im größten Werk der BYK in Wesel. Schönmackers profitiert ebenfalls. „Die einheitlichen Prozesse ermöglichen ein schnelleres und effizienteres Arbeiten. Der Gesamtprozess ist für alle Beteiligten transparent und nachvollziehbar“, erklärt Udo Hoffmann. Zudem schone die digitale Dokumentation auch die Umwelt: Denn papierbasierte Prozesse gehören damit der Vergangenheit an.

BYK gibt sich mit dem Erreichten aber noch nicht zufrieden. „Mittelfristig wollen wir in Kooperation mit unseren Partnern 100 Prozent unserer Abfälle über das eANV-Prozess abbilden und so auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte auflösen“, erklärt Manfred Kreutzer. Zukünftig soll der innovative Abfallmanagementprozess auch in den übrigen deutschen BYK Werkenumgesetzt werden.


Über BYK
BYK Additives & Instruments ist ein führender Anbieter auf dem Gebiet der Additive und Messinstrumente.

Additive sind chemische Zusatzstoffe, die – schon in geringen Mengen dosiert – Produkteigenschaften wie die Kratzfestigkeit oder den Glanz von Oberflächen verbessern. Das Fließverhalten von flüssigen Materialien lässt sich durch Additive so einstellen, dass optimale Bedingungen für problemlose Herstell- und Applikationsprozesse gegeben sind.

Die Lack-, die Druckfarben- und die Kunststoffindustrie gehören zu den Hauptabnehmern von BYK Additiven. Doch auch bei der Fördertechnik Öl & Gas, der Herstellung von Pflegemitteln, der Herstellung von Klebstoffen und Dichtungsmassen sowie in der Bauchemie verbessern BYK Additive die Produkteigenschaften und Herstellprozesse.

Prüf- und Messinstrumente von BYK beurteilen effektiv die Qualität von Farbe, Glanz und Erscheinungsbild sowie die physikalischen Eigenschaften von Lack-, Kunststoff- und Papierprodukten und sind wesentlicher Bestandteil der Qualitätssicherung.

Als weltweit tätiges Spezialchemieunternehmen verfügt BYK über Produktionsstätten in Wesel, Kempen, Moosburg, Schkopau und Geretsried (Deutschland), Deventer, Denekamp und Nijverdal (Niederlande), Widnes (Großbritannien), Wallingford, Chester, Gonzales, Louisville und Rochester Hills (USA) sowie in Tongling (China).

Das Unternehmen beschäftigt heute weltweit rund 2.000 Mitarbeiter und gehört zur ALTANA Gruppe.

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