(openPR) Biomassekraftwerk zieht von Finnland nach Hurth um
Die Blue Energy Europe GmbH demontiert ein Biomasseheizkraftwerk in Finnland, um es am Standort Hurth des Papierproduzenten UPM wieder aufzubauen. Wie Blue Energy berichtet, ist der Umzug Teil eines entsprechenden Energiedienstleistungsvertrags mit UPM zur Warmeversorgung. Man gehe davon aus, den an bestimmte Bedingungen geknupften Deal in der ersten Halfte des kommenden Jahres finalisieren zu konnen, heißt es. Der geplante Lieferbeginn liegt im Jahr 2018.
Blue Energy Europe erwirbt das 2012 außer Betrieb genommene und seitdem konservierte Kraftwerk im Zuge der Transaktion von einer ebenfalls dem UPM-Konzern angehorenden Gesellschaft. Die Anlage steht am Standort des von UPM stillgelegten Werks Myllykoski. Turbine und Generator sind bereits demontiert und befinden sich in Deutschland. Gemeinsam mit dem Kessel werden die Kraftwerkskomponenten „nach weiteren Optimierungsarbeiten“ am Standort Hurth wieder aufgebaut, so Jochen Sautter aus Blaustein bei Ulm, Geschäftsführer der Blue Energy Europe.
Das Kraftwerk verfugt nach Angaben von Blue Energy Europe uber eine elektrische Leistung von 22,5 MW und eine thermische Leistung von 80 MW. An seinem bisherigen Standort erzielte das Kraftwerk eine Energieproduktion von mehr als 750 GWh pro Jahr. Fur die Warmeversorgung des UPM Werks Hurth wird ein Teil der Energie benotigt. Als Einsatzstoff in Hurth sollen jahrlich 240.000 Tonnen Altholz thermisch verwertet werden.
Seit der Schließung des Standorts im Jahr 2011 hatte UPM nach einer Losung zur weiteren Nutzung des Werks und der Anlagentechnik gesucht. Die gewahlte Vorgehensweise sei „sowohl okonomisch als auch okologisch attraktiv“, sagte Anu Ahola, Senior Vice President, Newspaper Publishing, UPM Paper ENA. Die Warmeversorgung auf Biomasse senke die brennstoffbedingten CO2-Emissionen, daruber hinaus verringerten sich die Energiekosten am Standort Hurth.
Der zur Verfugung gestellte Prozessdampf wird vollstandig in Kraft-Warme-Kopplung erzeugt. Durch die Wiederverwendung der vorhandenen Anlagentechnik wurden „erhebliche Ressourcen eingespart“, betonte Herbert Heinz, ebenfalls Geschaftsfuhrer von Blue Energy Europe. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen Energie-Infrastruktur-Projekten spezialisiert.
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