(openPR) Ingenieure der LAEPPCHÉ Unternehmensgruppe gehen der Sache auf den Grund und analysieren mögliche Ausfallursachen auf unterschiedlichen Ebenen.
Es ist oft ein unglaublich komplexer und zeitaufwändiger Prozess, die richtigen Wälzlager für eine industrielle Anwendung zu finden, einzubauen und diese nach Vorschriften zu ihrer Bestleistung zu bringen. Und obwohl sich dies heute immer präziser und zielgerichteter bestimmen lässt, fällt hin und wieder mal ein Lager vorzeitig aus.
Die Konstrukteure stehen plötzlich "auf dem Schlauch" und können sich dieses Phänomen oftmals nicht erklären. Die Ingenieurabteilung des Wälzlager- und Lineartechnikspezialisten Eisenhart Laeppché GmbH steht dabei hilfreich zur Seite. Sie analysieren die Ausfallursachen stufenweise je nach Lager in unterschiedlichen Verfahren.
Zunächst wird sichergestellt, dass bei dem komplexen Lagereinbau keine Fehler unterlaufen sind. Es ist eine häufige Ursache möglicher Fehlläufe oder Ausfälle. Danach werden Dichtungen und Schmierstoffe geprüft. Schützt die eingesetzte Dichtung ausreichend vor den Außeneinflüssen? Ist der Schmierstoff und die Menge geeignet für einen geschmeidigen Lauf der Wälzkörper?
Für die Fachingenieure sind dies offensichtliche Ursachen. Der erste Blick auf ein ausgefallenes Lager reicht Ihnen meist aus, diese Ursachen zu erkennen. Können diese Faktoren ausgeschlossen werden, wird das Lager mit einem Licht- oder Rasterelektronenmikroskop untersucht. So lassen sich neben Abnutzungserscheinungen oder Verfärbungen auch kleinste Ausbrüche aus der Oberfläche erkennen. Ein weiterer Schritt ist die Schliffbildanalyse, die Einsicht in die Materialstruktur oder Oxideinschlüsse gewährt. Ist die Ursache dennoch nicht eindeutig, wird eine werkstoffkundliche Untersuchung gemacht. Hierbei wird das charakteristische Licht jedes Elements und dessen Gehalt im Material durch einen elektrisch erzeugten Lichtbogen durch eine Spektralanalyse bestimmt. So kann die Reinheit des verwendeten Wälzlagerstahls exakt ermittelt werden. Weitere Faktoren wie eine genaue Härtebestimmung des Lagers oder dessen Maßhaltigkeit werden ebenfalls mit einbezogen. Abhängig vom Genauigkeitsanspruch können die Maße mit einer Koordinatenmessmaschine hochpräzise bestimmt werden.
Durch die gute Zusammenarbeit mit den wissenschaftlichen Laboren der Jade Hochschule kann immer auf neueste technische Erkenntnisse zurückgegriffen werden.
Die aufgeführten Ausfallursachen sind aber alle individuell und abhängig von der jeweiligen Anwendung und Bedingungen, unter welchen die Lager eingesetzt werden. Können diese eindeutig identifiziert werden, kann der vorzeitige Lagerausfall der getauschten Lagern durch deren Optimierung verhindert und ein hohe Standzeit erreicht werden.

















