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Psychoonkologie: Wie der Arzt mit Krebspatienten sprechen sollte

22.08.201609:47 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Psychoonkologie: Wie der Arzt mit Krebspatienten sprechen sollte
Schopperth, Rogge, Hirth, Werner, Malinka (Hrsg.) Psychoonkologie - Den Plan ändern
Schopperth, Rogge, Hirth, Werner, Malinka (Hrsg.) Psychoonkologie - Den Plan ändern

(openPR) Ärzten fällt das Gespräch mit Patienten häufig schwer. Bei Krebs wird die Situation oft noch riskanter - v.a. wenn die Diagnose lebensbedrohlich ist. Patienten werden immer wieder durch die Kommunikationsschwäche ihrer Ärzte zusätzlich verletzt. Der Onkologe PD Dr. Helmut Rogge (Kiel) hat zu einer offenen und überraschend einfachen Gesprächsform gefunden, über die er im aktuellen Reader "Psychoonkologie - den Plan ändern" en detail berichtet.

Rogge kennt genügend häufige Negativbeispiele, z.B.: Der Arzt signalisiert seiner Vorzimmer-Dame "Der nächste Patient bitte." Er bleibt sitzen, ohne den Blick zu wenden, macht eine entsprechende Handbewegung zu den Sitzgelegenheiten und sagt: "Bitte, nehmen Sie Platz." Die bessere Möglichkeit kostet kaum mehr Zeit: "Der Arzt geht selbst in die Wartezone, ruft den Patienten auf, geht auf diesen zu, schaut ihm in die Augen, begrüßt ihn mit Handschlag und stellt sich mit Vor- und Nachnamen vor. Das ist selbst unter Primaten auf Affenfelsen das Minimum an positiver sozialer Interaktion..."

Im Erstkontakt bespricht Rogge die Formen der Zusammenarbeit eindrucksvoll offen, u.a.: "Wenn Sie einen Arzt suchen, der Sie belügt, gehen Sie bitte gleich zu einem anderen ..." Allerdings gilt für den Autor: "Sage dem Patienten wahrheitsgemäß und vollständig alles, was er wissen will. Aber dränge ihm nichts auf, was er nicht wissen will."

Im Lauf der Therapie wird die Gesprächsfähigkeit des Onkologen immer wieder gefordert. Tritt das Leben des Patienten in die letzte Phase, fühlt sich auch der Arzt häufig betroffen und teilt - in einer Art Abwehrhaltung - die infauste Diagnose sachlich mit, um hinzuzufügen: "Es reicht, wenn der Hausarzt Sie weiterbetreut." Demgegenüber bespricht Dr. Rogge, "wie der letzte Weg in Würde beschritten werden kann. ... Meine Erfahrung ist, dass viele Patienten den Weg in Ruhe gehen können, wenn dieser für sie geordnet erscheint..."

>> Schopperth, Rogge, Hirth, Werner, Malinka (Hrsg.) Psychoonkologie - Den Plan ändern. Pabst, 132 Seiten, ISBN 978-3-95853-189-5

>> Rockenbauch, Decker, Stöbel-Richter (Hrsg.) Kompetent kommunizieren in Klinik und Praxis. Pabst, 284 Seiten, ISBN 978-3-89967-330-2

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