openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Medizinforschung: Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen

15.08.2016 • 14:38 Uhr • Gesundheit & Medizin

(openPR) Jährlich sterben viele Menschen in Deutschland an den Folgen von Mundhöhlenkrebs. Die Erkrankung bricht häufig nach der Entfernung des Haupttumors wieder aus. Eine Softwareentwicklung des Fraunhofer IGD soll nun dazu beitragen, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit des Krebses vorherzusagen.



Mundhöhlenkrebs ist eine besonders unangenehme und gefährliche Krankheit. Jedes Jahr stellen Ärzte in Deutschland mehr als 10.000 Mal diese Diagnose. Für gewöhnlich sind die Betroffenen über 50 Jahre alt. Rund 45 Prozent der Patienten sterben in Deutschland in den ersten fünf Jahren nach Bekanntwerden des Krebses. Die Erkrankung ist vor allem deshalb so unberechenbar, da sie überraschend häufig zu Rückfällen führt, selbst wenn der Haupttumor entfernt wurde.

Im EU-Projekt ORAMOD ist ein Softwaresystem entwickelt worden, das anhand von Patientendaten Ärzten hilft, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit von Mundhöhlenkrebs genauer und schneller vorherzusagen. Das Fraunhofer IGD steuerte einen Teil der Softwarelösung für das System bei. "Unsere Lösung hilft dem Arzt durch halbautomatische Ansätze, den Tumor auf den Untersuchungsbildern genau hervorzuheben", erklärt Dr. Stefan Wesarg vom Fraunhofer IGD. "Mit unserer Software kann der Arzt die relevanten Bereiche im Mundraum genau analysieren." Auf diese Weise entgehen dem Arzt auch kleinste Veränderungen in der Mundhöhle nicht. Dies ermöglicht Vergleiche mit bekannten Krankheitsverläufen und soll in Zukunft zuverlässige Prognosen für den Patienten ermöglichen.

Wesarg und seine Forscher-Kollegen wollen damit Patienten und Ärzte in die Lage versetzen, auf einer guten Grundlage die weitere Behandlung zu planen. "Eingriffe in der Mundhöhle sind nicht risikolos", erklärt Wesarg. "Wenn Sprechen, Essen und Atmen beeinträchtigt sind, wird es gefährlich. ORAMOD soll helfen, die Risiken besser abzuschätzen und damit den Betroffenen die bestmögliche Behandlung sichern."

Im Moment wird ORAMOD im klinischen Einsatz in den Universitätskliniken von Amsterdam, Düsseldorf und Parma getestet. Neben dem Fraunhofer IGD, das für die bilddatenbezogenen Teil der Softwareentwicklung zuständig war, gehören sieben weitere Partner zum Forschungskonsortium: die Universität Parma (Validierung), die VU University Amsterdam (Modellerstellung, Validierung), STMicroelectronics N.V. (Hardware), OneToNet S.R.L. (Kommunikationsprotokolle), die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (Validierung), das VTT Technical Research Centre of Finland (Validierung) sowie Velti Kainotomes Epixeiriseisae Olokliromenon Liseon Pliroforikis (User Experience).

Das Projekt wird von der europäischen Union gefördert (Förderkennzeichen: FP7-ICT-2013-10-VPH-611425).

Weiterführende Informationen:

Fraunhofer IGD Technologie für ORAMOD:
https://www.igd.fraunhofer.de/Institut/Abteilungen/VHT/Projekte/OraMod (https://www.igd.fraunhofer.de/Institut/Abteilungen/VHT/Projekte/OraMod)

Projektseite:
http://www.oramod.eu/

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 914672
 186

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Medizinforschung: Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Weitere Mitteilungen von Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD

Bild: EuroBLECH 2026 - Fraunhofer IGD: Inline-Qualitätskontrolle für die UmformtechnikBild: EuroBLECH 2026 - Fraunhofer IGD: Inline-Qualitätskontrolle für die Umformtechnik
EuroBLECH 2026 - Fraunhofer IGD: Inline-Qualitätskontrolle für die Umformtechnik
Qualitätsabweichungen erkennen, bevor Ausschuss entsteht In schnelllaufenden Umformprozessen können bereits kleine Veränderungen am Werkzeug zu fehlerhaften Bauteilen führen. Das Fraunhofer IGD bringt die Qualitätskontrolle deshalb direkt in das Folgeverbundwerkzeug: Inform-QC erkennt Oberflächenabweichungen inline, liefert Hinweise auf Werkzeugverschleiß und schafft eine Grundlage für prädiktive Instandhaltung Bei schnelllaufenden Stanz- und Umformprozessen ist entscheidend, Qualitätsabweichungen bereits während der Produktion zu erkennen.…
Bild: Forensische Bilddaten automatisiert zusammenführen und Befundung nachvollziehbarer machen
Forensische Bilddaten automatisiert zusammenführen und Befundung nachvollziehbarer machen
ICON VirtoFusion Wie lassen sich unterschiedliche forensische Bilddaten zuverlässig zusammenführen und Befunde besser nachvollziehen? Im Forschungsprojekt ICON VirtoFusion entwickeln Fraunhofer IGD und Universität Zürich eine Plattform, die verschiedene Bildgebungsverfahren automatisiert verknüpft, ihre Übereinstimmung prüft und Unsicherheiten sichtbar macht. So sollen reproduzierbare und nachvollziehbare Grundlagen für die forensische Dokumentation und Befundung entstehen. Forensische Bilddaten werden bislang häufig mit unterschiedlichen S…

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: "Praxis für ganzheitliche Medizin & Ästhetik führt innovative Behandlungsmethode SUNEKOS Biostimulation ein"Bild: "Praxis für ganzheitliche Medizin & Ästhetik führt innovative Behandlungsmethode SUNEKOS Biostimulation ein"
"Praxis für ganzheitliche Medizin & Ästhetik führt innovative Behandlungsmethode SUNEKOS Biostimulation ein"
… schulmedizinisch orientierten Methoden zur Seite zu stehen. Unterstrichen wird dieses Ziel durch die kontinuierliche Einführung innovativer Behandlungsmethoden, die neueste Entwicklungen aus der Medizinforschung berücksichtigen, wie aktuell die Biostimulation mit SUNEKOS. Der Grund für die Einführung dieser aus Italien stammenden Methode liegt in deren Sicherheit …
Bild: Das Krankenhaus der ZukunftBild: Das Krankenhaus der Zukunft
Das Krankenhaus der Zukunft
… Digitalisierung von Patientendaten stellt für die Gesundheitsbranche eine große Herausforderung dar. Es bieten sich große Chancen - durchsuchbare medizinische Datenbanken sind für die Medizinforschung und für den klinischen Alltag von großem Nutzen. Die Risiken der zentralen Datenhaltung für die Privatsphäre der Patienten dürfen jedoch nicht übersehen …
Bild: Neurologie der Paracelsus-Klinik Bremen unter neuer Leitung
Neurologie der Paracelsus-Klinik Bremen unter neuer Leitung
… Alter, wie z.B. Demenzen. Dafür werden spezielle Programme zur Steigerung der Hirnleistung im Alter erarbeitet. „Wir passen unsere Therapien ständig der neuesten, anerkannten Medizinforschung an und sind auch offen für neue Therapieformen aus dem Bereich der Stammzellen- und Gentherapie“, erklärt Dr. Odin. Mit einem professionellen und interdisziplinären …
Bild: Medizinforschung - Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen
Medizinforschung - Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen
-- /via Jetzt-PR/ -- ------------------------------ Jährlich sterben viele Menschen in Deutschland an den Folgen von Mundhöhlenkrebs. Die Erkrankung bricht häufig nach der Entfernung des Haupttumors wieder aus. Eine Softwareentwicklung des Fraunhofer IGD soll nun dazu beitragen, die Wiederauftrittswahrscheinlichkeit des Krebses vorherzusagen. Mundhöhlenkrebs …
Maßnahmen gegen Krebs der Mundhöhle und des Rachens
Maßnahmen gegen Krebs der Mundhöhle und des Rachens
… bei Männern zwischen 43 und 50 Prozent, bei Frauen hingegen bei 56 und 65 Prozent. Früherkennung entscheidend Einer Früherkennung und rechtzeitigen Behandlung kommt beim Mundhöhlenkrebs eine wichtige Rolle zu. Bei der zahnärztlichen Routineuntersuchung betastet der Zahnarzt den Hals und die Wangen, inspiziert die Mundschleimhaut inspiziert und schaut …
Bild: Vortrag: Die heimlichen Krankmacher – Erdstrahlung und Elektrosmog als KrankheitsursacheBild: Vortrag: Die heimlichen Krankmacher – Erdstrahlung und Elektrosmog als Krankheitsursache
Vortrag: Die heimlichen Krankmacher – Erdstrahlung und Elektrosmog als Krankheitsursache
… Wichtigkeit von gesundem Schlaf und was diesen stört. Ein – im wahrsten Sinne – spannender Exkurs u.a. über magnetische Felder, Wasseradern, Kreuzgitter und ihre möglichen Folgen. Die Medizinforschung beweist: Die Basis für Vitalität und Gesundheit des Menschen ist eine gesunde Umwelt. Umwelt fängt zu Hause an; dabei ist das Wichtigste der Schlafplatz. Unserer …
Krebsvorsorge beim Zahnarzt
Krebsvorsorge beim Zahnarzt
Frühe Diagnose von Mundhöhlenkrebs rettet Leben Köln im Februar 2017. Mundhöhlenkrebs zählt leider immer noch zu einer eher unbekannten Form von Krebs, doch weltweit steigt die Zahl von Betroffenen. In Deutschland erkranken pro Jahr über 10.000 Menschen an dieser Krankheit, über die Hälfte davon sind Männer. In den ersten Entwicklungsstufen verursacht …
Bild: Zahnarztbesuch kann Leben retten - Innovatives Lichtsystem zur Früherkennung von MundhöhlenkrebsBild: Zahnarztbesuch kann Leben retten - Innovatives Lichtsystem zur Früherkennung von Mundhöhlenkrebs
Zahnarztbesuch kann Leben retten - Innovatives Lichtsystem zur Früherkennung von Mundhöhlenkrebs
… 2014. Krebsvorsorge scheint auf den ersten Blick nicht in den üblichen Aufgabenbereich einer Zahnarztpraxis zu fallen – auf den zweiten Blick jedoch schon! Mundhöhlenkrebs zählt leider immer noch zu einer eher unbekannten und somit oftmals unterschätzten Form der Krebserkrankung. Fachlich entsprechend ausgebildete Zahnärzte erkennen solche Karzinome …
Kautabak „Naswar“: Krebsrisiko mehr als 20-fach erhöht
Kautabak „Naswar“: Krebsrisiko mehr als 20-fach erhöht
… ländlich geprägten Khyber Pakhtunkhwa Provinz an der Grenze zu Afghanistan durchgeführt. Dabei handelte es sich um eine Fall-Kontroll-Studie, in der eine Stichprobe an Mundhöhlenkrebs erkrankter Personen (Fall) mit einer Stichprobe gesunder Personen (Kontrolle) verglichen wurde. Die umfangreichen Befragungen vor Ort in zwei großen Städten führte ein …
Bluttest zum frühzeitigen Krebs-Nachweis erfolgreich
Bluttest zum frühzeitigen Krebs-Nachweis erfolgreich
… Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgen Priv.-Doz. Dr. Dr. Martin Grimm konnten jetzt bestätigen, dass mit einem neuartigen Bluttest der sichere Nachweis von Mundhöhlenkrebs, Prostatakrebs und Brustkrebs möglich ist. Die Ergebnisse der gemeinsamen Studie von Universitätsklinikum Tübingen, Deutschem Krebsforschungszentrum in Heidelberg und Clemenshospital der …
Sie lesen gerade: Medizinforschung: Mundhöhlenkrebs kalkulierbar machen