(openPR) Zur Eröffnung mit der Künstlerin am Samstag, 27. August um 21 Uhr laden wir Sie und Ihre Freunde herzlich ein. Es spricht Rüdiger Giebler.
We cordially invite you and your friends to the opening with the artist. Please join us on Saturday, 27 August at 9 pm. We welcome special guest speaker Ruediger Giebler.
Grita Götze ist eine außerordentliche Malerin. Sie besitzt eine vollkommen eigenständige künstlerische Auffassung und weiß über Komposition, Anatomie, Perspektive, Kolorit und Textur mehr als viele zeitgenössische Star-Painter. Nur finden ihre Werke an den Wänden unserer Museen selten Platz, denn statt der Leinwand nutzt sie die Keramik als Medium. Das erschwert nicht nur den Zugang zu Ruhm und Anerkennung in der Kunstszene, sondern ist auch handwerklich eine besondere Herausforderung. Keramikfarben ändern ihren Ton beim Brennen, daher setzt der Umgang mit ihnen jahrelange Erfahrung und technisches Können voraus. Überdies ist es weitaus diffiziler, eine Zeichnung, eine Komposition auf einem gewölbten, dreidimensionalen Grund anzulegen.
Grita Götzes Gefäße sind keine herkömmlichen Keramiken. Sie sind Skulpturen, allerdings ohne den anmaßenden Habitus des Ich-bin-ein-Kunstwerk-und-sonst-nichts, sondern mit Sinn fürs berechtigte Dasein. Sie dienen als Vasen, Teller, Tassen, Kannen usw., zumindest theoretisch. Ihre ausgesuchte Kostbarkeit, Einzigartigkeit und Perfektion macht ihren praktischen Einsatz zum Statement, zum Akt der Verschwendung, der Präsentation oder sogar des Kultes.
„Wer erfahren möchte, wie sich Schönheit und Naturbild im künstlerischen Gegenstand wechselseitig steigern können, der findet dazu in Grita Götzes keramischen Arbeiten faszinierende Anschauungsmodelle. Mit dem Gestus des Selbstverständlichen stehen in diesen Objekten Gebrauchsfähigkeit und Dekor, Gefäßform und Ornament in vollkommenem Einklang.“
Karin Thomas, 2006
An diesen Gefäßen arbeitet die Künstlerin wochenlang. Sie sind der sichtbare Luxus ruhender Zeit. Eigenwille und der erstaunliche Grad der Meisterschaft sind ihr Alleinstellungsmerkmal. Da gibt es kein Schielen zur Seite. Das ist eine Pracht, die sich um Konzepte, Trends, Innovationen und all die anderen Aktualitäten nicht im geringsten kümmert.
Rüdiger Giebler 2015
Die an der renommierten Burg Giebichenstein in Halle ausgebildete Keramikerin schafft sehr entschieden Kunstobjekte, die man benutzen kann, zum Beispiel Teller und Deckelvasen. Aber das Dekor, die Malerei, mit der sie ihre Artefakte schmückt, heben sie aus der Sphäre des Pragmatischen und machen sie zu Kunstwerken.
Michael Stoeber 2015
Gritas Arbeitsweise zeichnet sich durch einen geradezu anachronistischen handwerklichen Aufwand aus. Um sicher zu gehen, entwickelt die Perfektionistin in Versuchsreihen Engoben und Glasuren, probiert unterschiedliche Dekorationsvarianten aus und brennt sie. Erst wenn Farbton und der gewünschte Effekt mit ihren Intentionen übereinstimmen, überträgt sie in langwierigen Arbeitsabläufen die gewonnenen Erkenntnisse auf den eigentlichen Gegenstand und vollendet ihn.
Doerte Brekenfeld
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Grita Götze's ceramic work is a fascinating example of how beauty and nature can augment each other in a work of art. In the artist's clay objects, utility and decoration, shape and ornament are at par in the most natural of ways.
Karin Thomas
The artist works for weeks on these vessels. They are the luxury of quiescent time made manifest. Self-will and an astounding bravura define their unique character. There is no straying. This is a splendour that pays no heed to concepts, trends, innovations or any of the other topical issues
Rüdiger Giebler
Educated at the renowned Burg Giebichenstein University of Art and Design Halle, the ceramicist creates highly definitive art objects that can be used, for example plates and lidded vases. But the décor, the painting with which she decorates her artefacts, lifts them out of the sphere of practicality and makes of them works of art.
Michael Stoeber
Grita’s mode of practice is distinguished by a virtually anachronistic artisanal effort. To err on the side of caution, the perfectionist develops engobes and glazes in a series of tests and tries out and fires different decorative methods. Only when the hue and the desired effect match her intention does she transfers the acquired knowledge to the actual object in a long, drawn-out work process, and completes it.
Doerte Brekenfeld








