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Ortsentwicklung Hegenberg

22.07.201616:49 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Ortsentwicklung Hegenberg
Das Kinder- und Jugenddorf Hegenberg wird zum pädagogisch-therapeutischen Zentrum umgebaut.
Das Kinder- und Jugenddorf Hegenberg wird zum pädagogisch-therapeutischen Zentrum umgebaut.

(openPR) MECKENBEUREN-HEGENBERG - Der Ort Hegenberg wird in den kommenden Jahren sein Gesicht verändern. Aus dem früheren Kinder- und Jugenddorf wird ein pädagogisch-therapeutisches Zentrum für Kinder, Jugendliche und junge erwachsene Schüler mit schwierigen Problemlagen, das sich gleichzeitig für weitere Nutzungen öffnet. Die Stiftung Liebenau und ihre St. Gallus-Hilfe und St. Lukas-Klinik antworten damit auf veränderte fachliche und bauliche Anforderungen.




Fachliche und bauliche Erneuerung

Als das Kinder- und Jugenddorf Hegenberg im Jahr 1980 eingeweiht wurde, war es fachlich wie auch baulich wegweisend für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung. Seither haben sich zum einen die fachlichen Standards weiterentwickelt, und auch die baulichen Gegebenheiten entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Die Verantwortlichen innerhalb der Stiftung Liebenau haben daher im Zusammenspiel mit dem Landkreis Bodensee, dem Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg und dem Kommunalverband für Jugend und Soziales ein neues Ortsentwicklungskonzept erstellt. Es schafft die Grundlagen für eine zeitgemäße Nutzung.

Hilfe auf Zeit

Auf dem Gelände des bisherigen Kinder- und Jugenddorfs wird ein pädagogisch-therapeutisches Zentrum geschaffen, in dem Kinder, Jugendliche und junge erwachsene Schüler (bis 27 Jahre) differenzierte Unterstützung finden. Es sind Menschen mit einer intellektuellen Beeinträchtigung und zusätzlichen Handicaps, beispielsweise einer psychischen Störung, Autismus oder auch Missbrauchserfahrungen, meist begleitet von ausgeprägten Verhaltensauffälligkeiten. Sie sind oftmals schon in frühen Jahren aus den Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe herausgefallen. Für diesen Personenkreis erleben die St. Gallus-Hilfe und die St. Lukas-Klinik seit Jahren hohe Nachfrage.

Im Fachzentrum Hegenberg sollen diese Jugendlichen für eine bestimmte Lebensphase die nötigen pädagogischen, therapeutischen und fachmedizinisch-klinischen Hilfen erhalten, die ihnen eine (Wieder-) Eingliederung in wohnort- und arbeitsmarktnahe Einrichtungen ermöglichen. Geplant sind künftig rund 140 Wohn- und Betreuungsplätze (bisher 350).

Inklusives System

Ergänzt wird das Angebot durch neue dezentrale Dienste und Einrichtungen in den Herkunftslandkreisen der jungen Menschen. Neben den Landkreisen Bodensee und Ravensburg gehören hierzu die Stadt- und Landkreise des Regierungsbezirks Tübingen, sowie die Kreise Konstanz, Tuttlingen, Schwarzwald-Baar und Rottweil. So wird das Fachzentrum Hegenberg zum Teil eines modernen, durchlässigen, inklusiven Hilfesystems. Hier finden Menschen mit verschiedensten Beeinträchtigungen die für sie angemessene Unterstützung zu Autonomie und gesellschaftlicher Teilhabe.

Bauliche Veränderungen

Die baulichen Planungen umfassen den Neubau von drei Wohnhäusern mit insgesamt 64 stationären Plätzen und sechs Kurzzeit-Wohnplätzen sowie die Modernisierung der Häuser St. Kolumban und St. Hildegard. Bereits neu gestaltet wurde das Haus St. Barbara mit 28 Plätzen. Eine angegliederte Einrichtung zur Verselbstständigung, geplant in Tettnang mit 16 Plätzen, ergänzt das abgestufte Betreuungskonzept des Fachzentrums. Das Therapie- und Begegnungszentrum und die Schule Don Bosco werden saniert und durch offene Angebote ergänzt.

Schrittweise Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt schrittweise, in Abstimmung mit den Behörden und abhängig von Förderungsentscheidungen. Für das Gesamtvorhaben sehen die Verantwortlichen einen Zeitraum von 10 bis 12 Jahren vor. Zunächst werden zwei neue Gebäude im östlichen Bereich des Hegenberg, angrenzend an die Wohnsiedlung errichtet. Hier entstehen sozialtherapeutische Wohnplätze in Trägerschaft der St. Lukas-Klinik. Der dritte Neubau ist direkt angrenzend geplant, kann aber erst realisiert werden, wenn die nötigen Genehmigungen vorliegen. Die Sanierung von Therapiezentrum und Schule wird in Schritten umgesetzt.

Die zukünftige Nutzung der bisherigen Häuser St. Stefan/Ulrich und St. Martin/Irmgard (angrenzend zur Bundesstraße) wird noch geprüft und in enger Abstimmung mit der Gemeinde geplant, ebenso wie eine weitere Öffnung des Hegenberg auch für andere Nutzungen. Diese Öffnung soll einer allzu einseitigen Nutzung des Ortes entgegenwirken und wegweisend im Hinblick auf Inklusion und Teilhabe von Menschen mit Behinderung wirken. In Rosenharz, einem weiteren Stammort der Stiftung Liebenau, wurde eine solche Öffnung bereits umgesetzt.
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