(openPR) MECKENBEUREN/HEGENBERG – "Der Kletterturm ist schön", sagt Maria W.* aus ganzem Herzen. Den Turm erklommen zu haben, ist für das gehunsichere Mädchen ein Erfolgserlebnis. Spender der Stiftung Liebenau haben es möglich gemacht, den Kletterturm auf dem Spielplatz der St. Gallus-Hilfe in Hegenberg neu zu errichten.
Alle Wege führen zum Spielplatz
"Ich bin dann mal auf dem Spielplatz", ist für die Kinder und Jugendlichen in Hegenberg ein geflügeltes Wort. Einige brauchen die Hand eines Mitarbeiters, andere sind mit dem Rollstuhl unterwegs und messen sich mit den Rennfahrern, die mit Roller oder Kettcar zielgerichtet um die Ecke flitzen. Die verkehrsfreien Wege gehören den Kindern, und alle Wege führen zum Ortsmittelpunkt: zum Spielplatz.
Ankommen können
Für die Kinder und Jugendlichen, die in Hegenberg wohnen und von der St. Gallus-Hilfe begleitet werden, ist der Spielplatz ein ganz besonderer Ort. Auch wenn der Hilfebedarf noch so groß ist, hier können sie ankommen und sich ausprobieren. "Der Spielplatz soll alle Kinder ermutigen, sich zu bewegen", sagt Heimleiter Eberhard Bleher. Auch Barrierefreiheit ist da ein Thema. Alle Spielgeräte müssen ebenerdig begehbar sein. Für weniger mobile Kinder ist das Rollstuhlkarussell oder die Nestschaukel interessant. Andere turnen vergnügt am Hochseil und wollen klettern. Der alte Kletterturm konnte allerdings aus Sicherheitsgründen nicht mehr genutzt werden.
Die Stiftung Liebenau hat nun einen neuen Turm gleicher Konstruktion aufstellen lassen, in robuster Bauweise, inklusive einer großen Plattform mit höherer Absturzsicherung. Möglich wurde diese Anschaffung mit Hilfe von Spenden: Fast 98 Prozent der Kosten in Höhe von 28.200 Euro wurden über Spenden finanziert.
Begegnung fördert Inklusion
Der Spielplatz dient auch der Don Bosco Schule als erweiterter Pausenraum. In den Ferien betreut das Liebenauer Netzwerk Familie dort bis zu 250 Kinder aus dem Schussental. Mehrere Partner in der Region beteiligen sich an den acht erlebnispädagogischen Wochen für Kinder mit und ohne Behinderung. Christof Gräf, Koordinator des Netzwerks Familie, bestätigt: "Der Spielplatz ist ein zentraler Ort, wo Kinder und Erwachsene Begegnungen in spielerischer Art und Weise erleben."
*Name von der Redaktion geändert
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