(openPR) Ende Juni 2016 veröffentlichte Wolfgang Molzahn, der Autor von »Glaube ich falsch oder liege ich richtig?! Paulus' Römerbrief« ein weiteres Werk mit dem Titel »Luthers' "allerlauterstes" Evangelium: Der Römerbrief«.
Schwandorf: Wie kommt es, dass ein Autor gleich zwei Bücher zum Römerbrief veröffentlicht? Nun, das eine ist ein 700 Seiten umfassender Kommentar und das andere eine leicht verständliche Übertragung des Römerbriefs mit im Briefstil eingebetteten Erklärungen für jedermann. Letzteres soll darüber hinaus ein Beitrag zum Reformationsjubiläum darstellen. Durch den Römerbrief, den Martin Luther als das "allerlauterste Evangelium" bezeichnete, fand dieser seinen "gnädigen Gott".
Wie bekomme ich einen gnädigen Gott?
Martin Luther hatte den meisten Menschen viel voraus. Während heutzutage nahezu jeder davon überzeugt ist, dass er aufgrund seiner guten Taten in den Himmel kommen muss, quälte ihn die Frage, wie er einen gnädigen Gott bekommen kann. Man muss sich das einmal vorstellen: Ein frommer Mann, studierter Theologe, Mönch, Diakon, Priester, Doktor der Theologie (1512) mit Lehrstuhl (Bibelauslegung) an der Wittenberger Universität usw. weiß im Grunde seines Herzens, dass er einen gnädigen Gott benötigt, um in den Himmel zu kommen. Und deshalb suchte er diesen gnädigen Gott und fand ihn im sogenannten "Turmerlebnis". Als er über Römer 1,17 nachdachte, hatte er die Antwort gefunden: "Allein durch den Glauben wird der Mensch vor Gott gerecht." Luther nahm die geschenkte Gerechtigkeit Gottes an, wurde ein neuer Mensch und seines Heils gewiss. Der Römerbrief gab auch den Anstoß zur Reformation.
Dem Volk aufs Maul geschaut!
Was dann mit Luthers 95 Thesen begann, mündete in eine Übersetzung der ganzen Bibel. Dabei war es ihm ein Anliegen, Gottes Wort und Botschaft so zu übersetzen, dass auch der einfachste Mensch sie versteht. Indem er "dem Volk aufs Maul schaute", gelang ihm dies außerordentlich gut.
Inzwischen sind nahezu 500 Jahre vergangen. Einige Bibelübersetzungen lesen sich nicht mehr so als hätte man "dem Volk aufs Maul geschaut". Andere sprechen die Sprache der Jugend. Es gibt aber auch solche, welche den Text in ein heutiges Deutsch übertragen. Zu diesen zählt Molzahns Übertragung des Römerbriefes mit dem Titel »Luthers' "allerlauterstes" Evangelium«.
Das "5. oder allerlauterste Evangelium"!
Jeder christlich geprägte Mensch weiß, dass es vier Evangelien gibt. In ihnen wird nicht nur vom Leben und Wirken Jesu berichtet. Sie zeigen auch auf, wie Menschen in Beziehung zu Gott treten und zu Christen werden können. Neben diesen Evangelien gibt es aber den Römerbrief des Paulus, der auch als 5. Evangelium bezeichnet wird. Luther nannte diesen Brief sogar das "allerlauterste Evangelium". Beide Bezeichnungen sind absolut zutreffend. Der Römerbrief ist tatsächlich ein Evangelium (das 5.), weil sein Verfasser darin den Christen von Rom sein Evangelium vorstellt. Es ist auch das "allerlauterste" Evangelium, weil es ein durch und durch reines Evangelium ist, das viele Detailfragen beantwortet. Auch räumt es mit einigen Evangeliums-Irrlehren gründlich auf.
Molzahns' Römerbrief!
Was ist nun das Besondere an Molzahns' Römerbrief? Der Verfasser erklärt:
1. "Der Römerbrief ist ja, wie sein Name schon sagt, ein Brief. Deshalb habe ich ihn wie einen Brief in Schreibschrift (kursiv) formatiert. Zudem habe ich ihn "fett" wiedergegeben, um ihn von meinen Anmerkungen deutlich hervorzuheben.
2. Ich habe ihn auch in einer eigenen Übersetzung wiedergegeben. Dabei war es mir ein Anliegen, eine Übertragung im heutigen Deutsch mit möglichst kurzen Sätzen zu schaffen. Diese Vorgabe wollte ich zudem mit einer Exegesetauglichkeit verbinden. Ich hoffe sehr, dass mir dies einigermaßen gelungen ist.
3. Meine Übertragung des Römerbriefes wird sich teilweise sehr fremd lesen. Deshalb, und weil das Werk eben mit dem Reformationsjubiläum in Verbindung gebracht werden soll, habe ich der Lutherbibel von 1984 markante Verse entnommen und in einer etwas anderen Schrift als Grafik eingefügt. So liest man ab und an eine "bekanntere" und vertrautere Übersetzung und fühlt sich dementsprechend "zu Hause".
4. Um den Brief aufzulockern und dabei zu helfen, seinen Aufbau zu erkennen, habe ich ihn durchgehend mit Überschriften versehen. Das Inhaltsverzeichnis ist demzufolge eine Einteilung zum Römerbrief.
5. Beim Lesen wird sehr schnell auffallen, dass mein Römerbrief viel mehr ist als nur eine Übertragung des Briefes. Ich führe nämlich diesen Brief weiter aus, behalte dabei aber den Briefstil bei. So erfüllt dieser Römerbrief auch die Funktion eines Kommentares. Damit der eigentliche Brieftext vom Kommentarbrieftext unterschieden werden kann, ist der Kommentarbrieftext "normal" und "heller (grau)" formatiert. Mit anderen Worten: Der eigentliche Römerbrieftext hebt sich deutlich hervor. Er kann auch ohne die Zusätze gelesen werden.
6. Und last, but not least habe ich Grafiken erstellt, die Aussagen des Textes zusammenfassen oder Textinhalte grafisch darstellen sollen."
Fazit:
Molzahns Römerbrief ist ein leicht verständlicher und auf eine außergewöhnliche Art und Weise (Brief im Brief) kommentierter Römerbrief für jedermann!
Meinen Eindruck von diesem Römerbrief möchte ich mit zwei Sätzen zum Ausdruck bringen:
Der vorliegende leicht verständliche Römerbrief ist für alle,
die sich für den christlichen Glauben interessieren.
Und: Wer den Römerbrief verstehen möchte,
ohne Kommentare wälzen zu müssen,
ist mit diesem Buch bestens bedient!













