(openPR) Internationaler Wissenstransfer und persönliche Horizonterweiterung stehen im Mittelpunkt des Mitarbeiteraustausches zwischen dem Caritas Kinderdorf Irschenberg und der „Initiative für das Kind“ in der nordgriechischen Gemeinde Vergina.
Eine verdiente Mitarbeiterin des Caritas Kinderdorfs besucht derzeit für einen Monat eine Kinder-, Jugend- und Familieneinrichtung in Zentralmakedonien. Sie arbeitet dort seit dem 6. Juni in der Institution „Protovolia gia to Paidi“ auf Deutsch „Initiative für das Kind“ in der kleinen Gemeinde Vergina rund 70 km entfernt von der zweitgrößten Stadt Griechenlands Thessaloniki. Zeitgleich hospitiert die griechische Sozialpädagogin und Familientherapeutin Eliza Karavassili im Kinderdorf in Irschenberg. Zielsetzung des Austausches ist zum einen der fachliche Wissenstransfer zwischen den beiden Einrichtungen. Zu anderen bietet der Auslandsaufenthalt den zwei Fachkräften einen umfassenden Eindruck vom Arbeitsleben im Ausland. Hannes Klapos vom Kinderdorf erläutert: „Auch unsere kleine Welt im Kinderdorf wird immer internationaler, daher ist es für uns alle wichtig und hilfreich, den eigenen Horizont ständig zu erweitern.“
Den Blick über den eigenen Tellerrand wagt noch bis Anfang Juli die Kinderdorfmutter Heike Reichel im sonnigen Griechenland. Durch ihre Arbeit erhält sie einen Einblick in die Unternehmenskultur einer ausländischen Sozialhilfeeinrichtung und in die Kultur des Landes. Beides hilft ihr, ihre interkulturelle Kompetenz weiter zu stärken. Zeitgleich kann sie ihre langjährige Erfahrung vor Ort einbringen und den griechischen Kollegen in der noch jungen Einrichtung wertvolle Hinweise geben.
Eliza Karavassili, die in der Sozialeinrichtung in Nordgriechenland eine ganzheitliche Kinderdorffamilie leitet, hospitiert daher ebenfalls im stationären Bereich des Caritas Kinderdorfs. Neben ihrer Arbeit einer Kinderdorffamilie wird sie während ihres Aufenthalts in Irschenberg einen Einblick in andere Fachbereiche im Kinderdorf erhalten. Auf dem Programm stehen der Besuch des Kreisjugendamtes Rosenheim, des Sonderpädagogische Förderzentrums und der ambulanten Hilfen in der Region.
Die ersten Rückmeldungen der beiden Sozialarbeiterinnen zeigen schon jetzt, wie groß das Interesse ist, von einander zu lernen und wie die Eindrücke und gemachten Erfahrungen die beiden prägen. „Die Chance, einmal im Ausland zu arbeiten sieht unsere Belegschaft als große Anerkennung. Gerne würden wir das Austauschprogramm auch im nächsten Jahr durchführen“, resümiert der Verwaltungsleiter Klapos.
Bei der Institution „Initiative für das Kind“ in Vergina handelt sich um eine auf Spenden basierende Stiftung, welche in Nordgriechenland eine Kinder-, Jugend- und Familienhilfe betreibt mit Lebensgemeinschaftsgruppen, Tagesstätten und einem Kindernotruf. Die Stiftung wird überwiegend ehrenamtlich geführt.














