(openPR) Führung zu ausgewählten Exemplaren aus den Schätzen der Universitätsbibliothek
Am Mittwoch, den 15. Juni 2016, um 16:30 Uhr führt Dr. Brigitte Pfeil durch die Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel. Die Handschriftenführung bietet anhand von Originalen Einblicke in das höfische Leben in Kassel um 1600.
Zu sehen sein werden, neben Musikalien, Theaterstücken und anderen Handschriften, u.a. ein Prachtdruck, der Elisabeths Tauffeierlichkeiten dokumentiert, sowie das berühmte ‚Lautenbuch‘ und von ihr gedichtete italienische Texte zu Madrigalen und Canzonetten.
Führung: Dr. Brigitte Pfeil
Mittwoch 15. Juni 2016, 16:30 Uhr
Handschriftenabteilung der Universitätsbibliothek Kassel
Brüder-Grimm-Platz 4, Kassel
Eintritt frei
Veranstalter ist cavata cassel e.V., der Verein für Alte Musik, in Kooperation mit der Evangelischen Akademie Hofgeismar. Dem Festivalwochenende vom 23. bis 25. September 2016 werden über den Sommer einführende Vorträge mit Musik vorangestellt, die schon einen ersten Eindruck von dieser spannenden Zeit vermitteln.
Der Hessische Minister für Wissenschaft und Kunst, Boris Rhein, übernimmt von der politischen Seite die Schirmherrschaft, die musikalische Schirmherrschaft repräsentiert die britische Sopranistin Dame Emma Kirkby, die sich der Alten Musik besonders verpflichtet fühlt.
Die Namensgeberin des Festivals „La Principessa“, Elisabeth von Hessen (1596-1625), ist die erstgeborene Tochter des Landgrafen Moritz von Hessen (Regierungszeit 1592-1627). Aus Anlass und zu Ehren von Elisabeths Taufe lud Moritz der Gelehrte im Jahre 1596 zu Feierlichkeiten an seinen Hof ein. Mehr als eine Woche lang entfaltete sich all der Glanz, die Pracht und Kunstfertigkeit dieser Zeit in Kassel. Eine der Taufpaten war Elisabeth I. von England.
Die Laute, das Instrument, dem La Principessa Elisabeth besondere Zuneigung entgegen brachte, wird wie ein roter Faden durch alle Konzerte und Vorträge leiten.
Die Veranstaltungsorte Hofgeismar und Kassel dokumentieren die Verbindung zwischen der ehemaligen Residenzstadt Cassel mit ihrem Umland. Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist die Vermittlung an Kinder und Jugendliche durch Musikschulen und Schulen. Eine weitere Intention ist die Gewinnung von Kirchenmusikern und Musiklehrern sowohl in Hofgeismar als auch in der Region Kassel für eine weiterführende Zusammenarbeit und die Vernetzung der kulturellen Institutionen der Region. Die kostenlose An- und Abreise mit der Regiotram wird möglich durch die Unterstützung durch den NVV, der für das Wochenende ein Kombiticket anbietet.
Die Musikgeschichte des 16. Jahrhunderts ist die Geschichte eines Wandels von nationalgebundenen Musikstilen hin zu einer Globalisierung im damaligen Musikeuropa. Förderer aufstrebender Komponisten waren seit jeher klerikale und weltliche Würdenträger. Durch den europaweit zunehmenden fürstlichen Einfluss und die damit einhergehende Entwicklung des professionell angestellten Musikers entstand eine Art Wettstreit unter den Landesherren, der letztendlich dazu beitrug, die Entwicklung einer musikalischen Avantgarde zu forcieren. Den außerordentlichen musischen Interessen des Moritz von Hessen ist es zu danken, dass der Kasseler Hof um 1600 ein musikalisches Netzwerk entwickelt hatte, das von England bis Italien gespannt war.
In dieser Zeit entstand eine einzigartige Notensammlung, die trotz der Kriege zu einem Großteil erhalten geblieben ist. Dieser musikalische Schatz, der bis heute nur zum Teil erschlossen wurde, soll durch das Festival „La Principessa“ zum Klingen gebracht werden.
Veranstalter:
Die Evangelische Akademie Hofgeismar nimmt sich der aktuellen Fragen der Region an und versteht sich als Ort des interdisziplinären Diskurses über Themen, die nicht nur die Region bewegen. Deshalb pflegt die Evangelische Akademie Hofgeismar die Zusammenarbeit mit Partnern.
www.akademie-hofgeismar.de
cavata cassel e.V. hat sich seit Gründung des Vereins im Jahre 2011 in Kassel einen Namen gemacht für die Erschließung der musikalischen Schätze der Stadt. Regelmäßig veranstaltet der Verein Konzerte, in deren Mittelpunkt das Repertoire der Casseler Hofcapelle aus der Zeit der Spätrenaissance steht. Dieses spiegelt das reiche kulturelle Erbe, das in einer vergessenen glanzvollen Epoche der Stadtgeschichte zusammengetragen wurde. Zur Pflege dieses Erbes hat sich cavata cassel e.V. verpflichtet.
Organisationsteam:
Barbara Deinsberger, Jochen Faulhammer, Dr. Angelika Horstmann, Renate Matthei (alle cavata cassel e.V.) und Karl Waldeck (Direktor der Evangelischen Akademie Hofgeismar)
Beirat:
Renate Annecke, Wolfgang Annecke, Dr. Eckart Claus und Dr. Udo Schlitzberger
Kontakt:
cavata cassel e.V., Bachstraße 12, 34131 Kassel, www.la-principessa.de,















