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Er schenkt einem Leukämiepatient Hoffnung auf Leben

10.05.201614:59 UhrVereine & Verbände
Bild: Er schenkt einem Leukämiepatient Hoffnung auf Leben
Manuel Harbecke aus Hesborn spendete Stammzellen bei der Stefan-Morsch-Stiftung.
Manuel Harbecke aus Hesborn spendete Stammzellen bei der Stefan-Morsch-Stiftung.

(openPR) Blut spendet Manuel Harbecke regelmäßig. Aber Stammzellen? Das war das erste Mal. „Es wurde mir jetzt erst so richtig bewusst: Es geht wirklich um ein Menschenleben“, erzählt der 32-Jährige aus dem hochsauerländischen Hallenberg-Hesborn, der am 4. Juni ein Benefiz-Fußball-Turnier zugunsten der Hilfe für Leukämie- und Tumorkranke in Hesborn organisiert. „Das ist nochmal eine ganz andere Verantwortung.“ Und ein Glücksfall für einen 55 Jahre alten Mann aus Deutschland, der nun dank der Spende eine echte Chance hat, die Leukämie zu überwinden.


Habereckes Beruf: Konstrukteur und Programmierer für CNC-Maschinen bei der Traditionsfirma Borbet Leichtmetallräder in Hesborn. Der Sportverein Blau Weiß Hesborn ist sein Freizeitvergnügen: Manuel Harbecke führt so gesehen ein normales Leben. Ein bis zwei Mal im Jahr nimmt er den Blutspendetermin beim DRK wahr – eine gute Tat, die für ihn mittlerweile zur Routine geworden ist.
Beim letzten Mal – am 11. März 2015 - allerdings war etwas anders. Da wurde er gefragt, ob er sich nicht auch als möglicher Stammzellspender typisieren lassen wolle. Die Stefan-Morsch-Stiftung, Deutschlands älteste Stammzell-Spenderdatei, arbeitet mit dem Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) zusammen. Das gemeinsame Motto der beiden Organisationen: „1x Stechen, 2x Helfen“. 11.000 Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr an Leukämie. Ohne eine Stammzellspende hätten sie kaum eine Chance gesund zu werden. Die Suche nach solchen Spendern ist allerdings nicht immer einfach. Daher sind regelmäßige Typisierungsaktionen so wichtig, weil mit jedem neu gewonnenen Spender die Chance steigt, einem Leukämiepatienten das Leben zu retten.
Warum also nicht, sagte sich Manuel Harbecke - nicht ahnend, dass er schon nach einem Dreivierteljahr Nachricht aus Birkenfeld, dem Stammsitz der Stefan-Morsch-Stiftung, erhalten würde: Möglicherweise ist ein genetischer Zwilling gefunden – ein Mensch mit ganz ähnlichen Gewebemerkmalen, aber mit dem Unterschied, dass dieser gegen den tödlichen Blutkrebs kämpft. Für den 32-jährigen Sauerländer folgten weitere intensive Blutuntersuchungen im November, dann sei er „reserviert“ worden und Mitte Dezember hat er erfahren, jetzt könne „alles ganz schnell gehen“, berichtet der Hobby-Fußballer. Für Manuel Harbecke eine intensive Zeit, denn nun wurde ihm erst so richtig bewusst, dass von seiner Spende ein Menschenleben abhängen kann. „Ich habe mich ernsthaft vorgesehen, dass ich gesund bleibe und mir nichts passiert. Wirklich eine ganz andere Verantwortung.“
Es war auch eine intensive Zeit für seine Familie, seine Freunde, seine Freundin Ramona. Denn sein Umfeld wusste nicht so richtig, was nun mit Manuel geschehen würde. „Die meisten Leute denken halt immer noch, dass man bei einer Stammzellspende eine riesengroße Spritze in den Rücken gesteckt bekommt.“ Dank der umfassenden Aufklärungsgespräche durch die erfahrene Spenderdatei, die in diesem Jahr ihr 30jähriges Bestehen feiert, weiß der 32-Jährige: Bei der Apherese – der heute gängigsten Entnahme-Methode – werden die Stammzellen aus dem venösen Blut herausgefiltert. Eine Narkose oder gar eine Operation sind nicht erforderlich. Vier Tage lang muss sich der Spender vorher ein Medikament spritzen, das seinen eigenen Stammzellenpool auf Vordermann bringt. Das kann vorrübergehend zu Nebenwirkungen führen. „Ich hatte vor allem Rückenschmerzen und Kopfschmerzen. Aber man weiß ja, wo es herkommt und wofür es gut ist. Alles in allem war es nix Wildes“, winkt Manuel Harbecke ab. Die Beschwerden waren ja auch rasch wieder weg.
Vor Ort bei der Entnahme (Apherese) in der Stefan-Morsch-Stiftung in Birkenfeld Ende 2015 hat alles super geklappt. Während der Entnahme gingen Manuel Harbecke wieder ernste Gedanken durch den Kopf. Der Empfänger seiner Stammzellen bleibt für den 32-Jährigen zunächst anonym. Aber eine Weihnachtsgrußkarte mit seinen Gedanken und besten Wünschen konnte er schreiben an den Mann, dem er so gerne geholfen hat.
Das Thema lässt Manuel Harbecke auch nach seiner Spende nicht los. Er will noch mehr tun. Gemeinsam mit seinem Kumpel Torsten, dessen Frau vor ein paar Jahren an Blutkrebs erkrankt war, organisiert er mit großem Engagement ein Benefiz-Fußballturnier am Samstag, 4. Juni, in Hesborn. „Wir haben dabei zwei Ziele“, so der 32-Jährige. „Die Erlöse sollen vollständig an Organisationen wie die Stefan-Morsch-Stiftung gehen. Außerdem wird auf die Krankheit Leukämie aufmerksam gemacht.“ So planen die beiden Männer eine Typisierungsaktion, die von der Stefan-Morsch-Stiftung vorgenommen wird. „Man kann sagen, dass es ein Turnier in diesem Rahmen so im Umkreis noch nicht gegeben hat.“
Am Samstag, 4. Juni 2016 wird es soweit sein: Traditionsmannschaften einiger Bundesliga-Clubs, in denen auch ehemalige Nationalspieler kicken, sollen zahlreiche Zuschauer auf den Sportplatz nach Hesborn locken. Die Weisweiler Elf und die Traditionsmannschaften von Borussia Dortmund, Bayer 04 Leverkusen und FC Schalke 04 werden hier auflaufen.
Wie wird man Stammzellspender?
Eine Typisierung ist ganz einfach: Zunächst sollte man sich über die Stammzellspende informieren – am einfachsten über die Homepage der Stefan-Morsch-Stiftung (www.stefan-morsch-stiftung.de) oder über die kostenlose Hotline: 08 00 - 766 77 24. Über einen Gesundheitsfragebogen werden die wichtigsten Ausschlusskriterien abgefragt – etwa schwere Vorerkrankungen oder starkes Übergewicht. Ist der Fragebogen unterschrieben, wird eine kleine Blutprobe oder eine Speichelprobe genommen. Diese Probe wird im Labor der Stefan-Morsch-Stiftung analysiert. Sie erhalten eine Spendernummer. Das bedeutet: Die Gewebemerkmale, das Alter und Geschlecht sowie weitere transplantationsrelevante Werte werden anonym beim Zentralen Knochenmarkspender-Register Deutschland (ZKRD) hinterlegt. Jetzt stehen die anonymisierten Daten für weltweite Suchanfragen von Patienten zur Verfügung.

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