openPR Recherche & Suche
Presseinformation

Forscher setzen Affen Schweineherze ein

13.04.201621:28 UhrGesundheit & Medizin
Bild: Forscher setzen Affen Schweineherze ein
Quelle: de.123rf.com/profile_natara
Quelle: de.123rf.com/profile_natara

(openPR) Forscher setzen Affen Schweineherze ein
Schweine als Ersatzteillager

Zur sofortigen Freigabe, um Übersendung eines Belegexemplars wird gebeten

Bereits seit Jahrzehnten versuchen Tierversuchsforscher, Affen, denen Herze genmanipulierter Schweine transplantiert wurden, am Leben zu erhalten. Nun ist es einem amerikanischen Forscherteam gelungen, einen Affen, dem zusätzlich zu seinem funktionierenden Herzen, ein Schweineherz transplantiert wurde, 2.5 Jahre am Leben zu halten.


Während diese bedenkliche Leistung von der Tierversuchsforschung als Erfolg gefeiert wird, hält die Aktionsgemeinschaft SchweizerTierversuchsgegner, kurz AG STG, Tierversuche dieser Art für besonders bedenklich und unethisch.

Ein Ziel der Xenotransplantationsforschung (xeno = fremd) ist die Herstellung genmanipulierter Organspenderschweine für den Menschen. Als Testobjekte verwendet die Tierversuchsforschung Affen. An den Affen wird getestet, welche Medikamente eingesetzt und wie die Gene der Schweine manipuliert werden müssen, damit das Schweineherz im Körper des Affen funktionstüchtig bleibt und nicht abgestossen wird.

Meistens sterben Tiere, deren eigenes Herz durch ein artfremdes Organ ersetzt wurde, nach wenigen Tagen bis Monaten.

Der bisherige Rekord für die Lebensdauer des Xenotransplantats bei Versuchen, die diesem ähnlich waren, lag bei knapp 1.5 Jahren. Für Muhammad Mohiuddin, Mitglied des amerikanischen Forscherteams, ist die Tatsache, dass einer seiner Affen 2.5 Jahre lebte, ohne das Schweineherz abzustossen, Beweis genug, dass eine Herz-Xenotransplantation auch beim Menschen möglich sein muss. «Ich glaube, wir alle sehen jetzt, dass Xenotransplantation beim Menschen wirklich möglich ist.», sagt er im Interview mit dem Magazin «Science».

Realistischer ist der Transplantationsimmunologe Daniel Salomon vom Scripps Research Institute in San Diego. Er ist der Meinung, dass die Resultate des amerikanischen Forscherteams nicht beweisen, dass die Herzen auch funktionieren. «Die eigentliche Pumparbeit zu leisten, um Tiere am Leben zu erhalten (...) ist eine grosse Sache. Bloss im Bauchraum zu kontraktieren und keine physiologische Wirkung zu haben, ist viel einfacher», erklärt er.

Xenotransplantation-Tierversuche werden unter künstlichen, sterilen Bedingungen durchgeführt. Die starken Medikamente, die Xenotransplantat-Empfänger dauerhaft einnehmen müssen, unterdrücken die körpereigene Immunabwehr massiv und machen somit anfällig für Infekte. Ob und wie ein Mensch, mit einem Schweineherz leben kann, kann durch Tierversuche nicht vorausgesagt werden. Nicht nur die unterschiedliche Lebenserwartung von Mensch und Schwein oder der Lebenswandel eines Menschen, können unvorhergesehene Probleme bereiten - ob tierische Organe überhaupt von menschlichen Hormonen reguliert werden können, ist nicht vorauszusehen.

Die AG STG fordert die Forschung auf, ihre Mittel in für den Menschen relevante, tierversuchsfreie Forschung zu investieren, anstatt sie für Experimente, die eine unabsehbare Gefahr für den Menschen darstellen, zu verschwenden. «Um den Mangel an Spenderorganen zu beheben, müsste man, wie es in Wales bereits getan wurde, von unserem üblichen «opt-in-» zu einem «opt-out-»Organspende-System wechseln. Dies würde bedeuten, dass jeder, der sich nicht als Nicht-Organspender registrieren lässt, automatisch Organspender ist.» sagt Marietta Haller, wissenschaftliche Mitarbeiterin der AG STG. «Zudem sind bestimmte Verfahren des Tissue Engineerings (Herstellung biologischer Gewebe), wobei menschliche Zellen verwendet werden, sehr vielversprechend.»

Quellen:

http://www.sciencemag.org/news/2016/04/researchers-keep-pig-hearts-alive-baboons-more-2-years?utm_campaign=news_daily_2016-04-05&et_rid=80753971&et_cid=393886

https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/projekte/stellungnahmen/1151-stellungnahme-zu-xenotransplantation

Diese Pressemeldung wurde auf openPR veröffentlicht.

Verantwortlich für diese Pressemeldung:

News-ID: 899416
 454

Kostenlose Online PR für alle

Jetzt Ihren Pressetext mit einem Klick auf openPR veröffentlichen

Jetzt gratis starten

Pressebericht „Forscher setzen Affen Schweineherze ein“ bearbeiten oder mit dem "Super-PR-Sparpaket" stark hervorheben, zielgerichtet an Journalisten & Top50 Online-Portale verbreiten:

PM löschen PM ändern
Disclaimer: Für den obigen Pressetext inkl. etwaiger Bilder/ Videos ist ausschließlich der im Text angegebene Kontakt verantwortlich. Der Webseitenanbieter distanziert sich ausdrücklich von den Inhalten Dritter und macht sich diese nicht zu eigen. Wenn Sie die obigen Informationen redaktionell nutzen möchten, so wenden Sie sich bitte an den obigen Pressekontakt. Bei einer Veröffentlichung bitten wir um ein Belegexemplar oder Quellenennung der URL.

Pressemitteilungen KOSTENLOS veröffentlichen und verbreiten mit openPR

Stellen Sie Ihre Medienmitteilung jetzt hier ein!

Jetzt gratis starten

Das könnte Sie auch interessieren:

Bild: Über eine Million Euro Steuergelder für AffenversucheBild: Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
9. Juli 2008 - Bremer Hirnforscher Kreiter will Fortführung der umstrittenen Tierversuche notfalls einklagen Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat weitere 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Universität Bremen bewilligt. Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um die umstrittenen Tierversuche. Hirnforscher Andreas Kreiter will bis …
Aktuelle Statistik: 2.753.062 Tiere - Tierversuchszahlen unverändert hoch!
Aktuelle Statistik: 2.753.062 Tiere - Tierversuchszahlen unverändert hoch!
… Botox-Tierversuchen (Botulinumtoxin-Chargen-Potenzprüfung) zu Tode gequält, davon wurden 69.554 Versuche als „schwer“ eingestuft. Dabei ist zu bedenken, dass die Einteilung der Schweregrade vom Forscher selbst vorgenommen wird. Den mit Abstand größten Anteil mit 58,7% hatte die Grundlagenforschung, gesetzliche vorgeschriebene und Routineversuche lagen bei 22,5 % und …
Bremer Behörde untersagt Hirnforschung an Affen: Ärztevereinigung begrüßt Entscheidung
Bremer Behörde untersagt Hirnforschung an Affen: Ärztevereinigung begrüßt Entscheidung
… Genehmigungsbehörde versagte erstmals im Jahr 2008 die Erlaubnis zur Durchführung der Affenversuche. Kreiter klagte gegen den Ablehnungsbescheid. Im Mai 2010 gab das Gericht der Klage des Forschers teilweise statt und gab der Behörde auf, über den Antrag von Prof. Kreiter neu zu entscheiden. Die Behörde musste durch Gutachten die Belastung der Tiere …
Infostand für Tübingens gequälte Affen: Ärzteverein und Tübingen für Tiere fordern Ende der Hirnversuche
Infostand für Tübingens gequälte Affen: Ärzteverein und Tübingen für Tiere fordern Ende der Hirnversuche
… irrelevant. Im Rahmen der zweckfreien Grundlagenforschung werden den Affen in Tübingen Geräte auf dem Schädel installiert und Messelektroden in das Gehirn eingeführt, weil sich die Forscher dafür interessieren, wie ein Affe zählt oder auf bestimmte Gesichter reagiert. Da die Affen sich nicht freiwillig diesen Prozeduren fügen, werden sie durch den Entzug …
Bild: Haltlose Versprechen in der HirnforschungBild: Haltlose Versprechen in der Hirnforschung
Haltlose Versprechen in der Hirnforschung
… 100 Millionen Franken Steuergeldern finanziert. Dagegen erhalten Wissenschaftler, die eine tierversuchsfreie Forschung betreiben, insgesamt vom Staat jährlich gerade mal 400 000 Franken.» Innovative Forscher sind überzeugt davon, dass Tierversuche der falsche Weg sind und setzen sich für echten medizinischen Forschritt ein. Auch der Konstanzer Biologe …
Bild: Afrika entdeckt Potenzial der PalmölproduktionBild: Afrika entdeckt Potenzial der Palmölproduktion
Afrika entdeckt Potenzial der Palmölproduktion
… Schutzgebieten, geeigneten Anbauregionen und bereits ausgewiesenen Plantagen verglichen. Demnach liegen 40 Prozent der ungeschützten Lebensräume der Affen in potenziellen Palmölgebieten. Die Forscher fordern deshalb, die Kriterien des "Runden Tisches für nachhaltiges Palmöl" (RSPO), den unter anderem der WWF mitgegründet hat, anzuwenden. Regierungen …
Bild: DEMENZ HirnforschungBild: DEMENZ Hirnforschung
DEMENZ Hirnforschung
Geklonte Affen für die Hirnforschung! In China haben Forscher zum ersten Mal lebensfähige Primaten geklont. Von 109 Embryonen haben es zwei ins Leben geschafft. Für die Hirnforschung von genetisch veränderten Affen, wurde in China in den letzten Jahren viel Geld ausgegeben. Nun könnte die Klontechnik die Entwicklung noch einmal beschleunigen. Die Forschung …
Bild: Über eine Million Euro Steuergelder für AffenversucheBild: Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
Über eine Million Euro Steuergelder für Affenversuche
… hat weitere 1,2 Millionen Euro für die Affenversuche der Universität Bremen bewilligt. Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um die umstrittenen Tierversuche. Hirnforscher Andreas Kreiter will bis vors Bundesverfassungsgericht ziehen, sollte die Verlängerung seiner Experimente nicht genehmigt werden. Seit seiner Berufung an die Bremer Uni im Jahr …
Bild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' AffenexperimenteBild: Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
Mahnwache gegen 'gesetzeswidrige' Affenexperimente
… ihren Unmut gegenüber dem Entscheid des Zürcher Regierungsrates aus. Im September 2014 gab Valerio Mante bekannt, dass das INI wieder Affenversuche plant. Dabei möchte Forscher Mante Rhesusaffen kleine, mit Elektroden bestückte Plättchen ins Gehirn implantieren. Mit diesen sogenannten Elektrodenarrays will er die Hirnaktivitäten der Affen, die während …
Versuchstier Affe – Verlierer auf EU- und Bundesebene, Affe ist „Tier des Monats Mai“
Versuchstier Affe – Verlierer auf EU- und Bundesebene, Affe ist „Tier des Monats Mai“
… Monaten in Brüssel verabschiedet. Zudem hat das Verwaltungsgericht Bremen den ersten mündlichen Verhandlungstermin hinsichtlich Fortsetzung der aufsehenerregenden Affenversuche des Bremer Hirnforschers Prof. Dr. Andreas Kreiter für den 28. Mai anberaumt. „Die kürzliche Medienmeldung, die EU stoppe durch die Richtlinie Menschenaffen-Versuche ist falsch. …
Sie lesen gerade: Forscher setzen Affen Schweineherze ein