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Felten-Studie zu Industrie 4.0: Mehr Fragen als Antworten

12.04.201619:25 UhrIT, New Media & Software

(openPR) Positive Nutzenerwartungen, aber noch Zurückhaltung bei den Planungen

Erste Schritte sind MES-Infrastrukturen mit ERP-Integration, standardisierte Produktionsabläufe und Analyse von Prozessdaten

(Serrig, 12.04.2016) Mit Industrie 4.0 verbinden die meisten Produktionsmanager in den Fertigungsunternehmen zwar generell spannende Perspektiven, weil es die Produktionsprinzipien völlig verändern wird. Gleichzeitig haben sie nach einer FELTEN-Studie aber noch in großer Mehrheit erhebliche Schwierigkeiten, diese neue Welt ausreichend zu verstehen.



Auf die Frage, wie sie das Thema Industrie 4.0 bewerten, geben vier von fünf der über 300 befragten Produktionsverantwortlichen in Deutschland an, dass sich die Produktionsprinzipien völlig verändern werden. Wie genau, ist den meisten jedoch noch nicht klar. Denn 81 Prozent geben an, Industrie 4.0 sei für sie noch voller ungeklärter Fragen. Fast folgerichtig sind die Produktionsmanager auch mehrheitlich der Meinung, dass die technische Umsetzung vermutlich noch etwas dauern wird. Und auf dem Weg dorthin fühlt sich der Mittelstand besonders herausgefordert.

Auf der anderen Seite sind die Nutzenperspektiven von Industrie 4.0 für drei von fünf Befragten relativ klar, auch interne Akzeptanzschwierigkeiten bei den Mitarbeitern erwartet nur ein kleinerer Kreis von ihnen. Andererseits ist vielen noch nicht klar, welche neuen Chancen für die Wettbewerbsfähigkeit durch die Ausrichtung auf digital sehr vernetzte Produktionsverhältnisse entstehen könnten.

In dieser Gemengelage von erwartungsvollem, aber unklarem Blick nach vorne erscheint es kaum verwunderlich, dass die strategische Ausrichtung zu Industrie 4.0 meist noch nicht klar definiert ist. So beschäftigt sich erst jedes achte Produktionsunternehmen bereits intensiv damit, etwa doppelt so viele sind derzeit damit beschäftigt, zunächst notwendiges zu diesem Thema intern aufzubauen. Die meisten haben aber vorerst noch eine abwartende Position eingenommen. Entweder beobachten sie derzeit lediglich den Markt (37 Prozent) oder beschäftigen sich noch gar nicht damit (24 Prozent).

Dementsprechend ist der Kreis an Unternehmen, die ihre Ausrichtung auf eine umfassende Digitalisierung bereits intensiv planen, mit fünf Prozent erst sehr klein. In jedem zehnten Fall sollen in diesem Jahr immerhin die ersten Schritte vorbereitet werden, 2017 soll dann in den Planungen eine deutlichere Dynamik entstehen. Analog dazu sind die Investitionen für Industrie 4.0 im aktuellen Jahr auch erst sehr gering budgetiert: Nur vier Prozent der befragten Unternehmen haben bereits in deutlichem Umfang finanzielle Mittel dafür vorgesehen, weitere 19 Prozent wollen geringfügig investieren. Alle anderen haben keine entsprechenden Budgets eingeplant oder hierzu noch keine Entscheidung getroffen.

„Faktisch beschäftigt man sich jedoch schon deutlicher mit dieser Zukunft, auch wenn diese Projekte nicht explizit den Namen Industrie 4.0 tragen“, relativiert Werner Felten, Geschäftsführer des gleichnamigen Softwarehauses die Befragungsergebnisse aus seinen Beobachtungen etwas. „Wir stellen fest, dass beispielsweise verstärkt in MES-Infrastrukturen mit ERP-Integration, standardisierten Produktionsabläufen und der Analyse von Prozessdaten zur effizienten Produktionssteuerung investiert wird.“ Damit würden wichtige Voraussetzungen geschaffen, erläutert er. „Denn das Industrie 4.0-Szenario verlangt, dass dezentral Echtzeitdaten zu den Fertigungszeiten, Maschinenauslastungen, Personalressourcen, Material- und Energieverbräuchen und mehr bereitgestellt werden müssen“, verweist er darauf, dass Unternehmen jetzt bereits das Fundament für die Zukunft entwickeln.

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