(openPR) Stuttgart, 05.04.2016
Medikamentenverwaltungen, Fitnesstracker, Diabetes-Tagebücher oder Diätpläne – es gibt eine Vielzahl von Gesundheitsapps, deren Qualität jedoch sehr unterschiedlich ist. Manche dieser Apps bringen sogar erhebliche Risiken für die Anwender mit sich. Ein kostenloses eBook, erstellt von einem spezialisierten IT-Anwalt, zeigt Risiken auf und gibt nützliche Tipps zur Auswahl der geeigneten Gesundheits-App.
„Meine Werte kann jeder wissen“ oder „Ich habe nichts zu verbergen“ – solche oder ähnliche Kommentare kommen oft, wenn es um das Thema Datenschutz geht. Natürlich muss man nicht überall Böses vermuten. Trotzdem sollte man nicht allzu blauäugig sein, denn ein allzu offener Umgang mit Gesundheitsdaten wird sich rächen – erhebliche Nachteile sind quasi vorprogrammiert.
Die Frage stellt sich nur: wie findet man im Dschungel der App-Stores die richtige App und kann unseriöse Angebote erkennen ?
Im Internet oder in Zeitschriften zu findende Tests oder Bewertungen von Apps basieren nicht immer auf objektiven Kriterien. Oftmals ist der sehr subjektive Eindruck des „Testers“ ausschlaggebend, ob dort eine App für gut empfohlen wird; gerne werden auch bloße Angaben der Hersteller ungeprüft übernommen.
Man sollte sich jedoch bewusst sein, dass solche Apps durchaus auch erhebliche Risiken bergen können:
Wenn eine App konkrete Therapievorschläge macht, Medikamentendosierungen berechnet oder Medizinprodukte steuert, dann kann ein Fehler – oder eine Fehlbedienung – zu erheblichen Gesundheitsrisiken führen.
Auch der Datenschutz sollte nicht vernachlässigt werden, denn manche Apps dienen in erster Linie dem Sammeln von Gesundheitsdaten. Vielen Menschen sind sich gar nicht darüber im Klaren, dass es einen großen Markt für Daten gibt. Firmen, Krankenkassen oder Behörden können zu fast jeder Person detaillierte Auskünfte und Datensammlungen ankaufen – oft auch bei Firmen, die im Ausland sitzen und nicht immer den europäischen Datenschutzbestimmungen unterliegen. Die Preisgabe höchstpersönlicher Gesundheits- oder Aktivitätsdaten kann erhebliche Nachteile bringen – von hohen Versicherungsprämien, eingeschränkten Krankenkassenleistungen und Führerscheinverlust bis hin zur Absage bei Bewerbungen um einen Arbeitsplatz.
Aspekte wie Funktionalität, Gebrauchstauglichkeit, Bedienerfreundlichkeit, Datenschutz und Risiken sollten daher kritisch hinterfragt werden, bevor man eine Gesundheits-App nutzt. Dabei darf man aber „Äpfel“ nicht mit „Birnen“ vergleichen: eine App zur Programmierung einer Insulinpumpe hat beispielsweise ein ganz anderes Risiko als eine App, die lediglich als Ernährungstagebuch dient.
Oliver Ebert, Fachanwalt für IT-Recht aus Stuttgart, hat hierzu ein kostenloses eBook erstellt.
Dieses soll bei der Suche nach der "richtigen" App helfen – und auch Ärzte dabei unterstützen, den Patienten geeignete Apps empfehlen zu können. Anhand einer verständlichen Checkliste kann man eine App beleuchten und überprüfen, ob diese gefahrfrei und sinnvoll ist – oder ob man besser nach einer Alternative Ausschau halten sollte.
Das eBook kann kostenlos und ohne Registrierung im Internet heruntergeladen werden:
http://www.abgemahnt.de/apps
















