(openPR) (30.03.2016) Jeder Deutsche wirft im Jahr durchschnittlich 82 kg Lebensmittel weg, obwohl das meiste davon genießbar wäre. Hierauf hat der BOGK bereits vor zwei Jahren hingewiesen. Seitdem betreibt der Verband eine aktive Aufklärungsarbeit gegenüber dem Verbraucher, berät die politischen Entscheidungsträger und steht im permanenten Dialog mit Vertretern der gesamten Lebensmittelkette.
Der Verband begrüßt daher grundsätzlich jede Initiative, die sich mit dem Kampf gegen Lebensmittelverschwendung beschäftigt.
Ob allerdings der Vorschlag von Bundesernährungsminister Christian Schmidt, der die Abschaffung des Mindesthaltbarkeitsdatums auf den Etiketten fordert, der richtige Ansatz ist, darf zumindest bezweifelt bzw. muss hinterfragt werden.
Der weitaus überwiegende Teil der Bevölkerung – sowohl in Deutschland als auch in Europa – versteht sehr wohl die Bedeutung des Mindesthaltbarkeitsdatums. Auch liegt der weitaus größte Teil der vermeidbaren Lebensmittelabfälle im Frischebereich und nicht im Bereich der Veredelungsindustrie.
Deshalb appelliert der BOGK an die Bundesregierung, dass sie ihre aktive Aufklärungsarbeit gegenüber den Verbrauchern wesentlich intensivieren sollte.
Die Kernfrage lautet nämlich: Warum wirft der Verbraucher so viele Lebensmittel weg?
Die sogenannte Save Food Studie aus dem Jahre 2011 hat aufgezeigt, dass 21 % der vermeidbaren Lebensmittelabfälle auf ein falsches Einkaufsverhalten der Verbraucher und 38 % auf eine falsche Lagerung der Lebensmittel im Haushalt zurückzuführen sind.
Eine Untersuchung der Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg, ebenfalls aus dem Jahre 2011, hat verdeutlicht, dass bei Beachtung beider Faktoren die Lebensmittelabfälle in den untersuchten Haushalten in nur drei Monaten um durchschnittlich 58 % reduziert werden konnten!










