(openPR) Nierenschmerzen sind immer ein Grund, den Facharzt aufzusuchen, denn sowohl Nierensteine als auch Entzündungen bedürfen einer adäquaten Behandlung. Sind die Nierenschmerzen stark und werden sie von Fieber begleitet, ist schnelles Handeln erforderlich. Je früher Nierensteine erkannt werden, desto leichter lassen sie sich behandeln. Eine Operation ist keineswegs immer erforderlich.
Wie entstehen Nierensteine?
Die Ernährung hat großen Anteil an der Entstehung von Gallen- und Nierensteinen. Sie spielt auch bei Prophylaxe und beim Krankheitsverlauf eine wichtige Rolle. Es gibt zahlreiche Nahrungsmittel, durch die eine Steinbildung gefördert wird. Die Beschwerden hängen von der Größe und der Lage des Steins ab. Solange die Steinchen noch klein sind, machen sie kaum Schmerzen und werden daher oft rein zufällig entdeckt. Mit zunehmender Größe steigt das Risiko, dass sie sich im Gewebe festsetzen und zu sehr schmerzhaften Koliken führen. Nierensteine beginnen zunächst als kleine Ablagerungen, dem so genannten Nierengrieß. Dabei handelt es sich um Phosphate, Cystin, Kalzium, Oxalat und Harnsäure, die im Urin in zu großer Menge vorhanden sind. Wenn sich die Stoffe nicht mehr im Harn lösen können, bilden sich Kristalle und es kommt zu kornartigen Ansammlungen im Urin. Je nach Ernährungs- und Lebensweise können diese Kristalle sich vergrößern und es kommt zur Steinbildung. Verstopft ein großer Stein den Harnleiter, kommt es zu heftigen, kolikartigen Schmerzen. Während Nierengrieß noch so klein ist, dass er häufig durch viel Flüssigkeitszufuhr ausgeschieden werden kann, lassen sich Nierensteine ab einer bestimmten Größe nicht mehr so leicht beseitigen. Ein Großteil der Nierensteine besteht aus Calcium und Oxalat, Magnesium-Ammonium-Phosphat-Steine sind die zweithäufigste Art von Nierensteinen. Sie kommen bei etwa 10 % der Patienten vor. Beide Varianten können sehr gut durch eine angepasste Diät behandelt werden.
Nierensteine entfernen - welche Möglichkeiten gibt es?
Um Nierensteine entfernen zu können, ist nicht immer eine Operation notwendig. Auch heute noch werden vier von fünf Nierensteinen über den Urin ausgeschieden. Je nach Größe der Steine lässt sich der Abgang über den Urin und durch den Harnleiter fördern. Lokale Wärme tut grundsätzlich gut und kann eine Operation verhindern. Sie fördert die Durchblutung und damit auch den Abtransport von Nierengrieß. Um die Nieren ausreichend durchzuspüren, muss der Patient sehr viel trinken. Tee und Wasser sind die Getränke der Wahl. Milch sollte vermieden werden, da ihr hoher Calciumgehalt häufig die Entstehung von Nierensteinen begünstigt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, größere Steine zu verkleinern, damit sie ausgeschieden werden können. Sofern ein Stein nicht mehr als 8 mm Durchmesser hat, ist keine Operation erforderlich. Hier kann eine Stoßwellentherapie helfen. Dabei werden die Nierensteine mittels Stoßwellen von außen zertrümmert. Diese Methode ist sehr effektiv, schmerzarm und führt in 80 % der Fälle zum Erfolg. Die Bruchstücke des Nierensteins können durch die Harnröhre abfließen. Auch jetzt ist es sehr wichtig, viel zu trinken. Ebenso unverzichtbar ist die Flüssigkeitszufuhr zur Steinprophylaxe. Die empfohlene Trinkmenge liegt bei 3-4 l täglich.
Gibt es eine typische Nierensteindiät?
Bei Neigung zu Nierensteinen hat sich eine Diät, bei der Verzehr von tierischem Eiweiß stark eingeschränkt wird, bewährt. Tierisches Eiweiß senkt den pH-Wert und erhöht die Kalziumausscheidung in den Urin. Patienten mit Calcium-Oxalat-Steinen sollten auf alles verzichten, das viel Oxalsäure enthält. Die ist zum Beispiel in Rhabarber, Mangold, Spinat und roter Bete enthalten. Magnesium wiederum wirkt der Bildung von Calcium-Oxalat-Steinen entgegen. Hülsenfrüchte, Gemüse, Nüsse, Beerenobst und Bananen enthalten viel Magnesium. Auch purinhaltige Kost erhöht das Risiko für Nierensteine, weil Purin den Harnsäurespiegel ansteigen lässt. Bei Calcium-Oxalat- und Harnsäuresteinen sollten Patienten spezielle Nieren- und Blasentees oder bikarbonathaltige Mineralwasser trinken. Auch verdünnte Zitronen-, Grapefruit- und Orangensäfte sind geeignet, denn Zitronensäure hemmt die Bildung von Calcium-Oxalat-Steinen. Schwarzer Tee und Kaffee sind weniger günstig. Auch alkoholische Getränke sollten gemieden werden, da auch sie die Steinbildung fördern.
Weitere Informationen: www.nierensteine-entfernen.de







