(openPR) Größter Beliebtheit erfreuen sich die Leuchtenentwürfe von Serge Mouille, die von der Edition Serge Mouille bei Paris gefertigt werden. Nun hat die französische Manufaktur eine zweite Leuchtenserie aufgelegt, die erstmalig im Rahmen der Kölner Möbelmesse bei Markanto in Zusammenarbeit mit Martin Nerbel (www.sergemouille.de) als Repräsentant für die Editionen Serge Mouille und Michel Buffet. Entworfen wurde diese Serie von dem französischen Industriedesigner Michel Buffet, der später vor allem durch die Inneneinrichtung der Concorde bekannt wurde. Unter dem Label Lignes de Démarcation werden die eleganten Leuchten als nummerierte Edition aufgelegt. Charakteristisch ist ihr raumbildendes und indirektes Licht, erzeugt von einem Minimum an reduzierten geometrischen oder organischen Formen. Auf Anfrage sind die Buffet Leuchten auch in anderen ausgewählten Farben erhältlich.
Geboren wurde Michel Buffet 1931 in Paris, wo er Ingenieurwesen und Innenarchitektur studierte. Direkt nach seinem Studium begann er ab 1950 mit dem Entwurf von Möbeln und Leuchten. Zwischen 1952 und 1954 kreierte er seine elegante Leuchtenserie, wobei er fast ausschließlich monochrom in Weiß arbeitete. Charakteristisch für diese Leuchten ist ihr raumbildendes und indirektes Licht, erzeugt von einem Minimum an reduzierter geometrischer oder organischer Formen.
Buffets Formensprache reflektiert die Architektur und Kunst der frühen 1950er Jahre. In der gleichen Zeit entstanden exemplarisch die Bauten von Oscar Niemeyer, die Mobiles von Alexander Calder oder die Plastiken von Hans Arp. Die weiche Lichtführung, das Spiel von Schatten und Konturen, die organische Formgebung ohne Ornament sorgen dafür, dass die Leuchten sich auch in zeitgenössischen Räumen angenehm zurückhaltend in Szene setzen.
Gezeigt wurden die Buffet Leuchten u. a. auf der Mailänder Triennale 1955 und 1957, auf der Weltausstellung in Brüssel 1956 und später im französischen Pavillon auf der Messe in Osaka. Die heutige Edition umfasst die berühmte Buffet Stehleuchte, drei Tischleuchten und zwei Wandleuchten. Gefertigt werden die Leuchten aus weich gebogenem Aluminium, die weiße Oberflächenlackierung reflektiert matt und streut kontrastarm. Gefertigt in der gleichen Manufaktur wie die Serge Mouille Leuchten, erfolgt die Lieferung der nummerierten Edition inklusive eines Echtheitszertifikats. Nach dem ersten großen Erfolg mit dem Entwurf seiner Leuchtenfamilie traf Buffet auf Jacques Vienot, der seinen beruflichen Werdegang beeinflussen sollte. Denn Vienot war zu der Zeit der wichtigste französische Theoretiker im Bereich Industriedesign und Produktgestaltung. Später arbeitete Buffet für Knoll International in Frankreich, wo er an der Schaffung einer Abteilung beteiligt war, die die europäischen Einrichtungsbedürfnisse erforschte.
Ab 1965 begann Buffet seine Tätigkeit für CEI (Compagnie de l‘Esthétique Industrielle), dem 1952 gegründeten Designstudio von Raymond Loewy in Paris. Der gebürtige Franzose und spätere amerikanische Staatsbürger Raymond Loewy gilt als einer der wichtigsten Industriedesigner des 20. Jahrhunderts. Loewy entwarf u.a. das Logo von Lucky Strike oder die berühmte Shell-Muschel. Zusätzlich prägte er das amerikanische Stromliniendesign der 1930er Jahre durch seine Entwürfe für Dampflokomotiven, die Greyhound-Busse und zahlreiche Automobildesigns.
Für CEI sollte Buffet 20 Jahre lang als Industriedesigner tätig sein. Zum Schwerpunkt wurden dabei Entwürfe für das Transportwesen. Für Auftraggeber wie die RATP (öffentlicher Nahverkehr in Paris und Umgebung) oder die französische Eisenbahngesellschaft SNCF entwickelte Buffet verschiedene Busse, Bahnen und Züge. Dabei war er auch international tätig und entwarf u.a. die Metro in der venezolanischen Hauptstadt Caracas. Selbst für die Schifffahrt war Buffet aktiv - mit dem Hovercraft Navine 500 entwickelte er in den 1970er Jahren ein Luftkissenboot, für die französische Marine Wohnräume an Bord von U-Booten. Darüber hinaus entwarf der Industriedesigner Tankstellen (für Shell und Total), Modularküchen und zahlreiche weitere Produkte.
International bekannt wurde Buffet mit der Inneneinrichtung des ersten Überschall-Passagierflugzeuges – der Concorde. Bereits im Vorfeld war er maßgeblich an der Entwicklung des heute noch gebräuchlichen ergonomischen und verstellbaren Flugzeugsitzes für Passagierflugzeuge beteiligt. Basierend auf einem Abkommen der französischen und britischen Regierung aus dem Jahr 1962 startete die Entwicklung der „Königin der Lüfte“, die 1969 ihren Jungfernflug hatte. Mit einer Geschwindigkeit von über 2 Mach (bis 2.405 km/h) war die Concorde das schnellste Passagierflugzeug der Welt. Buffet entwarf hierfür nicht nur die Einrichtung, sondern auch die Kostüme der Stewardessen und die Bordservices, die später von der Air France in allen Flugzeugen übernommen wurden. Später plante Buffet Inneneinrichtungen u.a. für das Kontrollzentrum des Eurotunnels und für das Planetarium des Technischen Museums in Paris.













