(openPR) Green Farmer verkauft ab jetzt frische Lebensmittel regionaler Höfe und Manufakturen online
Bottrop, 24 Februar 2016: Für kleine, oftmals familienbetriebene Höfe und Manufakturen ist es schwierig, ihre Produkte gewinnbringend zu vertreiben. Große Supermarktketten kaufen Lebensmittel erst ab einer gewissen Menge und erhalten dafür einen besonders niedrigen Einkaufspreis. Die kleineren Höfe bieten daher ihre Waren in Hofläden und auf Wochenmärkten an, wo allerdings nur eine beschränkte Anzahl von Kunden erreicht werden kann. Die sechs Gründer der Internetplattform www.greenfarmer.de, die teilweise selbst Landwirte sind, kennen diese Schwierigkeit und verkaufen deshalb ohne Zwischenhändler eigene Produkte und die anderer Erzeuger online.
Unabhängigkeit für kleine Bauernhöfe und Manufakturen
Johannes Miermann ist selbst Bauer und hat gemeinsam mit fünf Freunden Green Farmer gegrün-det. Ihm liegt die Landwirtschaft im Blut, schließlich ist sein Hof schon seit dem 17. Jahrhundert in Familienbesitz. An der Seite seines Großvaters hat er schon als kleiner Junge das Feld bestellt und den Schweinen beim Wachsen zugesehen. „Um heutzutage als Bauer bestehen zu können, muss man kreativ sein“, weiß der junge Agrarwissenschaftler. Miermann ist schon seit Längerem auf der Suche nach Ideen, um seinen Betrieb unabhängiger vom Zwischenhandel zu machen und gleichzei-tig den direkten Kontakt zum Endverbraucher zu pflegen. „Viele Kunden schätzen regionale Produkte und wollen uns Landwirte unterstützen, aber nicht jeder hat einen Hofladen in der Nähe oder die Zeit, um auf den Wochenmarkt zu gehen“, erklärt der Landwirt. Zudem sind auf dem Bauernmarkt häufig Zwischenhändler vertreten, da den Bauern selbst die Zeit dafür fehlt. Green Farmer will nun mit dem Onlineshop den regionalen Betrieben eine weitere Vertriebsmöglichkeit bieten, die ganz ohne Großhandel und Supermarkt auskommt.
Wo Obst mit Sorgfalt hergestellt wird
Ein weiterer Bauer, der über Green Farmer seine Lebensmittel verkauft, ist Jörg Umberg, der einen Spargel- und Obsthof in Bottrop-Kirchhellen besitzt. Über die Plattform vertreibt er zurzeit haupt-sächlich Äpfel. „Es gibt ja bereits einige Onlinelebensmittelgeschäfte. Bei Green Farmer hat mich allerdings überzeugt, dass der Ansatz aus der Landwirtschaft heraus entstanden ist und sich ganz nach den finanziellen Bedürfnissen der Bauern richtet“, erklärt der Obstbauer. Umberg betreibt integrierten Anbau. Dafür werden Anbaumethoden verwendet, die möglichst geringe Auswirkun-gen auf die Umwelt haben. „Als Obstbauer kann ich den Kunden eine Vielzahl von Apfelsorten bie-ten, die es im Supermarkt nicht gibt. Unser Sortiment reicht dabei von bekannten Sorten wie Brae-burn bis hin zum unbekannten und süßen Pinova, der nicht nur wegen seines Geschmacks, son-dern auch wegen seines knackigen Fruchtfleisches gern gekauft wird“, so Umberg. In jedem Apfel steckt sehr viel Sorgfalt und Arbeit. So werden im Frühjahr die Blüten der Bäume ausgedünnt, damit der Ge-schmack des einzelnen Apfels intensiv bleibt. Zudem achtet der Obstbauer darauf, dass nur diejenigen Fruchtansätze am Baum bleiben, die genügend Licht erhalten, um den Apfel reifen zu lassen. Dass dieses Fachwissen auch von den Kunden wertgeschätzt und bezahlt wird, dessen ist sich Umberg sicher. Schließlich kosten seine Äpfel auf der Onlineplattform nicht mehr als im Supermarkt.
Vertrauen in regionale Produkte
In den letzten Jahren hat der kritische Blick gegenüber landwirtschaftlichen Betrieben stark zuge-nommen. Bilder von industriellen Großunternehmen, bei denen das Tier und die Natur nur an zweiter Stelle stehen, haben die Verbraucher zunehmend verunsichert. „Mit Green Farmer wollen wir den Menschen zeigen, wie wir Bauern und Produzenten im Rhein-Ruhr-Gebiet tatsächlich ar-beiten. Wir möchten das Vertrauen in die Landwirte vor Ort wiederherstellen“, so Johannes Mier-mann. Deshalb können sich die Verbraucher auf der Webseite auch ausführlich über die beteiligten Betriebe informieren.
Bauernmarkt online
Green Farmer bietet über seine Onlineplattform neben Obst und Gemüse auch Getränke, Backwa-ren, Eier, Milchprodukte, Fleisch, Wurst sowie selbstgemachte Gerichte und Konfitüren an. Die Produkte werden erst beim Erzeuger geordert, wenn die Bestellung eingegangen ist. Daher dauert es mindestens zwei Tage, bis das Team die Bestellung ausliefern kann. In der Regel kommen alle Produkte bei Green Farmer aus weniger als 120 km Entfernung. Über 70 % der Produkte kommen sogar aus weniger als 50 km Umkreis. Ein kleiner Bestandteil der Produktpalette, auf den die Kun-den nicht verzichten wollen – wie bspw. Bananen – wird über einen regionalen Händler importiert, der selbst ehemaliger Obstbauer ist und seinerseits nur mit kleinen Betrieben kooperiert, die er persönlich kennt. Nach Essen, Gladbeck und dem südlichen Bottrop werden die Waren von Green Farmer geliefert. Das übrige Rhein-Ruhr-Gebiet erhält seine Waren über DHL. Die Waren werden in speziellen Kühlboxen geliefert, die der Bote gleich wieder mitnimmt. Lediglich die bestellten Produkte werden in Bio-Einkaufstüten übergeben - so entsteht kein Verpackungsmüll durch den Versand. Auch Pfandcontainer können kostenlos gleich wieder mitgenommen werden. Bei der ersten Bestellung ist die Lieferung gratis.









