(openPR) Interview mit Geschäftsführer Manfred Rettensteiner
2016 blickt das im oberbayerischen Ainring ansässige Unternehmen Süd-Metall Beschläge GmbH auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte zurück. An der Spitze des Unternehmens stehen die beiden Geschäftsführer Manfred Rettensteiner und Herbert Persterer-Resch. Heute ist es mit über 200 Mitarbeitern und einem guten, beständig wachsenden Jahresumsatz ein gesundes, mittelständischen Familienunternehmen. Die Redaktion (Red.) hat sich mit Geschäftsführer Manfred Rettensteiner (M.R.) unterhalten:
Red: Mit der Ausrichtung auf das Handwerk bewegt sich Südmetall in einem sicheren Markt und doch haben sich die Zeiten geändert. Ist die Kundentreue von einst heute zur Ausnahme geworden?
M.R.: Nein, das Handwerk und der Fachhandel bleiben als Partner. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen, denn uns eint das Fachverständnis. Anderseits sind wir kein 'Vollsortimenter', so dass Handwerk und Handel natürlich auch noch über andere Firmen ihren Bedarf abdecken. Zu einem überwiegenden Großteil bleiben uns die Kunden aber erhalten. Ein klarer Beleg dafür sind die seit vielen Jahren ständig steigenden Verkaufszahlen.
Red: Billig und gut sollte es sein. Wo sehen Sie hier Grenzen, Fehlentwicklungen?
M.R.: Sehen sie, wenn ein Handwerker etwas montiert, einen Auftrag ausführt, dann steht er dafür gerade. Und der Kunde schenkt ihm zu Recht sein Vertrauen, weil er sich auf diese Leistung verlassen kann. Ähnlich ist es mit den Beschlägen. Wo möchten Sie sparen? Bei der Qualität, der Funktion, einer eingeschränkten Nutzbarkeit durch komplizierte und aufwändige Montagen? Da wäre man als Kunde und auch als Hersteller schlecht beraten.
Red: Im deutschsprachigen Raum zählt Südmetall zu den Marktführern im Beschlagbereich. Wie geht es Südmetall auf dem Europäischen Markt, in Skandinavien? Andere Länder, andere Sitten - und Ansprüche?
M.R.: Bei Beschlägen und Zubehör für den Glas- und Metallbereich läuft es sehr gut. Wir arbeiten hier in weiten Teilen mit unserem Kernsortiment. Bei den Beschlägen für den Bereich Holz, also auch bei Fenster und Türen, ist es etwas komplizierter, denn es gelten in vielen Bereichen andere Normen und Vorschriften. Da kann man das Sortiment nicht einfach 1:1 übernehmen. Bevor wir aber in ein anderes Land gehen, haben wir den Markt über Jahre beobachtet und unsere Kunden geben ein Feedback. Darum wissen wir sehr genau was wir tun. Vom Sortiment über das Marketing, den Vertrieb und Außendienst ist alles abgestimmt. Ein gutes und aktuelles Beispiel ist Skandinavien, wo wir 2015 starteten. Es läuft gut.
Red: Südmetall setzt auf Innovationen wie das Funksicherheitsschloss Ülock und die antibakterielle Beschichtung ABACO gezeigt haben. Welche Bereiche gewinnen für Sie an Bedeutung?
M.R.: Es wäre naiv einfach in der Hoffnung zu produzieren, der Markt wird es schon aufnehmen. Darum steht am Anfang immer die Marktforschung oder auch die Frage: „Können wir das besser machen?“ Darum sind Innovationen zunächst häufig in einem Problem versteckt. Oder Kunden fragen einfach nach, „ … habt Ihr da was?“ Mit der Zeit bekommt man auch ein Gefühl für den Markt, das stimmt aber nicht immer. Es gilt also immer wieder die Fakten zu prüfen und eigene Ideen in Frage zu stellen. Darum nimmt die Zeit der Entwicklung ja häufig bis zu einem Jahr in Anspruch. Das ist harte Arbeit.
Red: Bei großen Bauprojekten wird immer mit Ausschreibungen gearbeitet. Wo/Wie kommt Südmetall hier ins Geschäft?
M.R.: Zunächst sind bei einer Ausschreibung drei Partner beteiligt. Der Bauherr, der Architekt und das Gewerk, in unserem Fall also das Handwerk und der Fachhändler. Wenn keiner der Partner auf uns zukommt, können wir auch nicht anbieten, so einfach ist das. Zunehmend aber, vor allem bei größeren Projekten, werden wir im Vorfeld involviert und das zeichnet uns aus. Auch hier schließt sich wieder der Kreis mit guter Qualität und zufriedenen Kunden.
Red: Wie schätzen Sie die Situation für 2016 ein?
M.R.: Die Auftrags- und Umsatzzahlen passen. Auch haben wir unseren Neubau sehr positiv abgeschlossen sowie unseren Internetauftritt und unsere Präsenz auf Messen in ganz Europa. So sind wir gut aufgestellt und zudem in unseren Nachbarländern meistens noch klein genug, um weiteres Wachstum zu generieren. Im deutschsprachigen Raum zählen wir bereits zu den Marktführern und bewegen uns auf einem sehr hohen Niveau. Potential schaffen aber auch hier unsere Neuentwicklungen wie ABACO, NIGHT-LUX oder das Funksicherheitsschloss Ülock.
Interview: Gerd Spranger
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