(openPR) Das Thema Digitalisierung (Industrie 4.0) birgt fundamentale Veränderungen für die deutsche Wirtschaft und beeinflusst u. U. auch die Arbeit der Wirtschaftsförderungen. Georg Consulting hat im Rahmen einer deutschlandweiten Befragung über 300 Wirtschaftsförderer zum Thema befragt. Die Rücklaufquote der Befragung lag bei knapp 20 %. Im Folgenden werden die Ergebnisse kompakt dargestellt.
Rund drei Viertel (76,7 %) der befragten Wirtschaftsförderer betrachten Industrie 4.0 als ein wichtiges Thema für die Wirtschaftsförderung. Hingegen sehen 23 % der befragten Wirtschaftsförderer in Industrie 4.0 primär eine unternehmerische Aufgabe.
In einem nächsten Schritt waren die Teilnehmer dazu aufgefordert, Maßnahmen im Themenfeld Industrie 4.0 für die Wirtschaftsförderung zu beurteilen. Diese konnten in einer Skala von 1 (unwichtig) bis 5 (sehr wichtig) eingeordnet werden.
Hierbei wurden organisierte und begleitete Betriebsbesichtigungen mit Unternehmensvertretern bei Firmen, die bereits einen fortgeschrittenen Digitalisierungsprozess aufweisen (Best Practice), als wichtigste Maßnahme betrachtet (3,62 Punkte). Die Organisation von Informationsveranstaltungen zum Thema Industrie 4.0 wird in etwa als ebenso wichtig angesehen (3,50 Punkte).
Auch die Intensivierung der Netzwerkarbeit zwischen (externen) Experten und Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen stellt für die befragten Wirtschaftsförderer eine wichtige Maßnahme ihrer Arbeit dar (3,38 Punkte).
Die Etablierung eines eigenständigen Beratungsfelds für Industrie 4.0 in der Wirtschaftsförderung (3,04 Punkte) und die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter in diesem Bereich (2,92 Punkte) werden als geeignete Maßnahmen zwar positiv bewertet, wenn auch tendenziell als eher nachrangig zu den anderen Maßnahmen erachtet.
Auch sehen die Wirtschaftsförderer durch Industrie 4.0 eine Tendenz zur Erhöhung des Standortwettbewerbs (3,24 Punkte), da sich die Bedeutung von Standortfaktoren relativieren könnte. Hingegen nimmt die zunehmende Digitalisierung laut den befragten
Wirtschaftsförderern eher wenig Einfluss auf die Reindustrialisierung (2,96 Punkte). Durch Industrie 4.0, so die Meinung, könne sich die räumliche Arbeitsteilung u. U. sogar verstärken und sich restriktiv auf die Bildung räumlicher Cluster auswirken.
Mehrheitlich sehen die Wirtschaftsförderer auch eine mögliche Gefährdung etablierter Branchen (2,89 Punkte) durch neue Prozess- und Produktmöglichkeiten infolge von Industrie 4.0.
















