(openPR) „Mir gefällt die Vorstellung, dass sterbende Mauersegler einfach die Flügel falten und zu Boden stürzen […] So soll es auch mit mir zu Ende gehen.“
Bis es soweit ist, lässt Christoph Poschenrieder den Leser teilhaben an einer federleicht geschriebenen schwarzen Komödie über das Alter und das unvermeidliche Sterben.
Fünf, in die Jahre gekommene Freunde gründen eine Alten-WG in einer Villa am See, um die noch verbleibenden Jahre selbstbestimmt und unabhängig von ihrer jeweiligen Restfamilie zu genießen. Selbstbestimmt soll auch das Ende sein, und so schreibt Ernst, „ das fleischgewordene binäre Denken“, ein „Todesengel-Programm“, welches zu gegebenem Zeitpunkt aktiviert werden kann, um beim Sterben behilflich zu sein.
Christoph Poschenrieder, geboren 1964 bei Boston, ist ein Philosoph unter den Autoren. Dass er auch noch programmieren kann, sei an dieser Stelle dahingestellt. Für seinen ersten Roman „Die Welt im Kopf“ über den jungen Arthur Schopenhauer erhielt er überschwängliche Kritiken. Mit „Das Sandkorn“ war er 2014 für den Deutschen Buchpreis nominiert. Nun also ein sehr gegenwärtiges Thema, das uns immer mehr beschäftigt: Wie wollen wir altwerden und mit wem?
Der Autor bringt uns dieser existenziellen Frage mit viel skurrilem Witz aber auch tabulos näher. Am Ende sind wir wunderbar unterhalten und bleiben amüsiert nachdenklich zurück.
Christoph Poschenrieder liest aus „Der Mauersegler“ am Freitag, den 22. Januar um 19:30 Uhr in der Buchhandlung Hoffmann, Eutin, Peterstr. 17. Tel.: 04521-7078-0. Der Eintritt beträgt 9,50 Euro. Karten sind ab sofort in der Buchhandlung Hoffmann, Peterstraße 17, oder an der Abendkasse erhältlich.











