(openPR) Die südostasiatische Staatengemeinschaft ASEAN feiert zum Jahresbeginn den Start des gemeinsamen Binnenmarktes AEC. Er umfasst die zehn Länder ASEANs mit mehr als 600 Millionen Menschen. Der immer wieder herangezogene Vergleich mit der EU macht die z.T. noch dramatischen Unterschiede deutlich und zeigt die Differenzen zwischen Anspruch und Wirklichkeit.
Bei dem Gipfeltreffen in Malaysia Ende letzten Jahres hatte die südostasiatische Staatengemeinschaft (ASEAN) formell die Gründung der Gemeinschaft zum 31. Dezember verkündet. Dabei geht es um mehr Kooperation in Sicherheitsfragen, kulturellen Aus-tausch und ganz zentral um den gemeinsamen Binnenmarkt (AEC). Die zehn Mitgliedsländer bleiben aber auf absehbare Zeit „nur“ ein lockeres Bündnis aus souveränen Staaten, die Ihre Eigeninteressen auf der Agenda haben und nicht bereit sind wesentliche Elemente Ihrer Souveränität abzugeben.
Es gibt nach wie vor keine länderübergreifenden Behörden nach dem Muster der Europäischen Union und keine Gesetze, die in allen Mitgliedsländern gelten und vor einem Gericht durchsetzbar wären. Für den Binnenmarkt sind die Zölle zwar weitgehend ab-geschafft. Doch stehen dem geplanten freien Waren- und Dienstleistungstransfer noch zahlreiche außertarifliche Handelsbarrieren entgegen. Darunter sind etwa unterschiedliche Sicherheitsstandards und Zulassungsbedingungen. Die Freizügigkeit der Arbeitskräfte wird für bestimmte Berufe angestrebt, jedoch fehlt es an konkreten Masterplänen und verbindlichen Zusagen.
„Im Zuge der verschärften Bedingungen in China (höhere lokale Anforderung bei Wertschöpfungsprozeß, Umweltverschmutzung, nachlassendes Wirtschaftswachstum etc.) sehen wir vermehrt Unternehmer aus Deutschland, die Ihre Optionen in China dahingehend überprüfen, ob nicht eine Verlagerung aus China in eines der ASEAN Länder sinnvoll ist – bei diesen Überlegungen sind die Rahmenbedingungen des AEC (und die Free Trade Agreements z.B. mit China) zu berücksichtigen und sprechen für die ASEAN Länder“ – so Volker Friedrich, der Geschäftsführer und Gründer von GBP INTERNATIONAL.
ASEAN umfasst zehn Länder in Südostasien mit mehr als 600 Millionen Einwohnern: das bevölkerungsreichste muslimische Land der Welt, Indonesien, den winzigen, aber reichen Stadtstaat Singapur, das kommunistische Vietnam sowie Myanmar, Thailand, die Philippinen, Brunei, Kambodscha, Laos und Malaysia.











