(openPR) Mannheim. CENAP-UFO-Infoline. Ufologen fordern die amerikanische Regierung auf endlich zuzugeben, dass vor 50 Jahren in Kecksburg Außerirdische wie beim britischen Rendlesham Forest-Vorfall Ende Dezember 1980 oder bei Roswell im Sommer 1947 landeten. Der UFO-Crash von Kecksburg wird auch das zweite Roswell genannt. Die Einwohner von Kecksburg (Mount Pleasant Township,Westmoreland) haben jetzt alle Hände voll zu tun, um den bevorstehenden 50. Jahrestag des berühmten UFO-Ereignisses vorzubereiten.
Die einen sagen, da sei etwas gewesen: zuerst der Feuerball am grau verhangenen Winterhimmel über dem Dorf Kecksburg im amerikanischen Bundesstaat Pennsylvania. Es habe ausgesehen, als sei das feurige Flugobjekt mit einer Fernbedienung gesteuert gewesen. Am Abend habe dann im Wald ein großes kupferfarbenes Ding gelegen, halb ins Erdreich eingegraben und geformt wie eine überdimensionale Eichel, fast so groß wie ein Auto. Und dann sei Militär gekommen, etwa ein Dutzend Männer, die das Gelände abgesperrt, einen neugierigen Bürger mit der Waffe bedroht und das Feuerwehrhaus von Kecksburg als Kommandozentrale benutzt hätten.
Andere Dorfbewohner können sich nicht an derart dramatische Ereignisse am 9. Dezember 1965 erinnern. Ja, es habe diese Erscheinung am Himmel gegeben. Die Feuerwehr habe tatsächlich den Wald abgesucht, und es seien einige Soldaten gekommen. Doch habe es sich um blinden Alarm gehandelt, nicht mehr der Rede wert. So ähnlich steht es auch im sogenannten Blue Book der amerikanischen Luftwaffe, das Untersuchungen des Militärs zu unbekannten Flugobjekten (Ufos) in den fünfziger und sechziger Jahren dokumentiert. Dort ist vermerkt, daß ein "Team von drei Mann" in die Nähe von Kecksburg geschickt worden sei, um ein Objekt zu untersuchen und sicherzustellen, welches Feuer gefangen habe. Doch habe man angeblich nichts finden können.
Nachdem die "Ufo-Ermittler" mit Dutzenden von Anträgen auf Herausgabe von Informationen über das Ereignis in Pennsylvania scheiterten, haben sie nun rechtliche Schritte angekündigt, mit denen sie zunächst die amerikanische Raumfahrtbehörde Nasa und dann das Verteidigungsministerium, die amerikanische Armee und die Luftwaffe zur Preisgabe ihres mutmaßlichen Wissens über Kecksburg zwingen wollen. Die Initiative geht aus von einer Handvoll "Ufo-Ermittler", die sich zur "Coalition for Freedom of Information" zusammengeschlossen haben. Sie fordern die Freigabe von Regierungsdokumenten zu Ufo-Ereignissen und dringen auf die Unterstützung wissenschaftlicher Ufo-Forschung durch Regierung, Kongreß und Medien. Unterstützt wird die Initiative von dem "Sci-Fi Channel", einem Science-fiction-Kabelsender, der in der vergangenen Woche eine "Dokumentation" über Kecksburg ausstrahlte. Sie entpuppte sich allerdings als wüste Mischung von Reality TV, Psychothriller, Krimi und Science-fiction.
Clintons Stabschef als Ufo-Ermittler
Prominentester Mitstreiter der "Ufo-Ermittler" ist John Podesta, der während der Regierung von Präsident Clinton Stabschef im Weißen Haus war. Podesta gesteht ein, er habe "nie im Schein eines weißen Himmelslichts gebadet", und bezeichnet sich als "Skeptiker", was außerirdische Erscheinungen angehe, auch wenn er absoluter Fan von „Akte X“ ist. Aber er sei vielen Dingen gegenüber skeptisch, auch gegenüber der Annahme, daß "die Regierung alles am besten weiß und der Bevölkerung die Wahrheit nicht anvertraut werden kann". 50 Jahre nach dem Vorfall von Kecksburg sei es Zeit, die Bücher zu öffnen, damit ans Licht komme, was die Regierung über Ufos wisse.
Podesta stützt sich dabei auf das Bundesgesetz zur Freigabe von Informationen. Geheime Dokumente über Kecksburg dürften danach nur weiter unter Verschluß gehalten werden, wenn dies zum Schutz staatlicher Ermittler oder Diplomaten erforderlich sei also Dinge berührten die die nationale Sicherheit betreffen. Da die amerikanische Regierung aber nicht behaupte, außerirdische Spione zu beschäftigen oder diplomatische Kontakte zu Außerirdischen zu pflegen, müsse sie bekanntmachen, was sie wisse.
Angebliche Vertuschungsaktionen
Den Verdacht, daß in staatlichen Archiven geheimes Material über Kecksburg lagere, stützen die "Ufo-Ermittler" unter anderem auf Angaben eines früheren Armeeoffiziers, der angeblich die Aufsicht geführt hat, als das Militär in Kecksburg ermittelte. Der Offizier sei dann aber angewiesen worden, sich nicht weiter um den Fall zu kümmern. Diese angebliche Vertuschungsaktion erinnert die Kecksburg-Ermittler an den berühmten "Roswell"-Fall, den Klassiker in den Ufo-Annalen. Auf einer Ranch in Roswell (Neu-Mexiko) sei 1947 wahrscheinlich ein Ufo mit außerirdischen Insassen abgestürzt, behaupten Ufologen. Das amerikanische Militär untersuchte den Vorfall und verfaßte angeblich eine Pressemitteilung über den Fund einer fliegenden Untertasse. Wenig später wurde die Meldung jedoch dementiert und dargelegt, daß auf der Ranch nur die Reste eines (Spionage-)Wetterballons der MOGUL-Reihe gefunden worden seien....
Nichts Neues zum Fall Kecksburg-UFO?
Weiter befindet sich unter den Unterlagen ein interessantes Memo, welches zwar nichts mit dem Kecksburg-Fall zu tun hat, jedoch bestätigt es, dass sich zwei Projekte der amerikanischen Luftwaffe mit dem Sammeln und Analysieren von herab gefallenen Weltraumobjekten unbekannter Herkunft beschäftigten.
1969 trafen sich der NASA-Ingenieur Richard Schullher, der Verbindungen zum ‚Project Moon Dust’ hatte und Col. Richard Bagnard, offizieller Mitarbeiter im ‚Project Blue Book’. In dem Memo schrieb Schullher, „dass Bagnard insbesondere an dem Potenzial der herab gefallenen Objekte aus dem Weltraum interessiert war, die als UFOs gemeldet wurden." Weiter schreibt Schullher über sein Gespräch mit Bagnard: "Ich riet ihm, alle UFO-Berichte, die der NASA gemeldet wurden, an die Luftwaffe weiter zu leiten. Die beobachtbaren Phänomene von Wiedereintritten waren leicht zu erkennen und in der Regel gelang es uns, die Art des Weltraummülls zu identifizieren. Wenn ein bestimmter Eintritt nicht durch Beobachtung identifiziert werden konnte, sagten wir, dass es ein unwichtiger Meteorit oder Satellit war, der von der NASA oder von NORAD nicht weiter verfolgt werden musste."
Das Kecksburg-UFO anno 1965 wird gerne für einen Geminden-Meteor-Boliden gehalten und so war auch die Auskunft der US-Regierung dazu. Doch schon lange wird dies in Zweifel gesetzt, weil etwa ein Re-Entry der Russen (Cosmos 96) dafür verantwortlich gewesen sein soll (wie James Oberg es streng vermutete); jetzt kommt aber neuerdings ein eigener amerikanischen Spionage-Re-Entry als Wiedereintrittskörper in Verdacht: ein General Electric Mark 2 – siehe http://podcastufo.com/blog/show-notes-john-ventre-owen-eichler-kecksburg-solved/! Egal, ein Re-Entry von der einen Seite oder von der anderen Seite. Die NASA hat dazu die Unterlagen ´verlegt´.













