(openPR) 11.000 Brände zur Weihnachtszeit 2014 / Gefahr wird nach wie vor unterschätzt / Video zeigt Tannenbaumbrand in Echtzeit / IFS gibt Sicherheitstipps
Kiel, im Dezember 2015. Weihnachtszeit heißt Gemütlichkeit – neben Plätzchen und duftenden Nadeln, sind Kerzen nicht wegzudenken. Auch heute werden sie noch bevorzugt an Weihnachtsbäumen und Adventskränzen angebracht. Die Gefahr, die von echten Kerzen ausgeht, wird jedoch nach wie vor unterschätzt. Das zeigen konkrete Zahlen. So verzeichnete der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) auch im Jahr 2014 in der Weihnachtszeit 11.000 Brände – 40 Prozent mehr als in anderen Monaten.
Das Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer e. V. (IFS) zeigt in einem Video, wie wichtig es ist, im Brandfall schnell zu reagieren. Dort brennt ein Tannenbaum in Echtzeit. „Das Video rüttelt auf und macht deutlich, wie wenig Zeit zur richtigen Reaktion bleibt“, erklärt Dr. Hans-Hermann Drews, Geschäftsführer des IFS. Die Feuerwehr Kiel gibt im Video hilfreiche Tipps zur Vermeidung von Bränden.
„Wir möchten niemandem die Weihnachtsstimmung verderben, den Menschen aber doch die enorme Brandgefahr vor Augen führen“, so Drews. Schon eine falsch befestigte Kerze kann ein Flammeninferno auslösen. Wer die Gefahren kennt, entsprechende Vorsichtsmaßnahmen beherzigt und auch weiß, wie er im Brandfall richtig reagieren kann, der ist zumindest gut vorbereitet.
Schnell reagieren
Wer sieht, dass der Baum brennt, muss sich beeilen. Zu Beginn des Brandes kann dieser noch mit einem Eimer Wasser, einem Feuerlöscher oder einer Decke gelöscht werden. Doch bereits nach wenigen Augenblicken können sich die Flammen rasant ausbreiten. Die Bewohner sollten dann alle im Haus anwesenden Menschen informieren, anderen helfen, sofort das Gebäude verlassen und die Feuerwehr rufen. Das Feuer wird so intensiv und heiß, das bald das gesamte Wohnzimmer in Flammen steht und das ganze Haus massiv bedroht ist. Für die Bewohner besteht höchste Lebensgefahr. Im Film sieht man die verheerenden Folgen des Brandes.
Brandrisiko steigt zum Jahresende
Die Statistik zeigt, dass nach wie vor die Zahl der Feuerschäden zum Jahresende drastisch steigt. Doch nicht nur Weihnachtsbäume, sondern auch Adventskränze, Silvesterkracher und Fettbrände stellen Risiken dar. Rund 11.000 „Weihnachtsbrände“ verzeichnet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) Jahr für Jahr. Diese Feuerschäden sind für ein Plus von rund 40 Prozent im Vergleich zu den Herbst- und Frühjahrsmonaten verantwortlich.
Experten-Tipps vom IFS und der Feuerwehr
Alles richtig machen in der Weihnachtszeit
Risiken vermeiden
• Brennende Kerzen nie unbeaufsichtigt lassen. Auch nicht „mal eben schnell“ in das benachbarte Zimmer gehen.
• Kerzen rechtzeitig auswechseln, bevor sie niedergebrannt sind.
• Immer ausreichenden Abstand zu den nächsten Tannenzweigen und Wänden einhalten sowie zu leicht brennbaren Materialien, wie Gardinen oder Büchern.
• Die Kerzen müssen gut befestigt werden, so dass sie nicht umkippen können.
• Tannenbaumfuß regelmäßig mit Wasser füllen – wenn der Baum trocknet, wird es besonders gefährlich.
• Ein Feuerlöscher oder zumindest ein voller Wassereimer sollte griffbereit aufgestellt werden, so dass im Brandfall sofort gehandelt werden kann.
• Rauchmelder installieren. Die kleinen unscheinbaren Geräte können Leben retten.
• Übrigens: Elektrische Lichter sind weniger brandgefährlich als echte Kerzen
Falls ein Feuer ausbricht
• Brennt es, Ruhe bewahren. Hat das Feuer noch nicht auf weitere Gegenstände übergegriffen, kann versucht werden, den Brand mit dem Wasser/Feuerlöscher zu löschen. In der Regel ist das nur innerhalb der ersten Augenblicke möglich, bei sehr trockenen Bäumen innerhalb von maximal 30 Sekunden. Sonst sofort die Feuerwehr unter der Nummer „112“ rufen. Fenster und Türen schließen, um die Sauerstoffzufuhr zu stoppen – wenn das noch gefahrlos möglich ist. In jedem Fall sofort das Gebäude verlassen. Achtung: andere Mitbewohner informieren und Kindern, Älteren und Kranken beim Verlassen des Hauses helfen.













