(openPR) Fahrer mit Rückgrat stehlen sich nicht aus der Affäre, wenn es gilt die Rechnung zu zahlen. Wir alle treffen über den Tagesverlauf tausende Entscheidungen.
- Stehe ich jetzt auf, weil der Wecker klingelt?
- Werde ich mit dem linken oder dem rechten Bein
zuerst aus dem Bett steigen?
- Gehe ich zuerst ins Bad oder direkt in die Küche?
- Nehme ich die gelbe oder die grüne Tasse für
meinen Kaffee … etc.
Nicht anders ergeht es uns, während wir ein Auto fahren. Es laufen viele, meist unbewusste, Dialoge in uns ab und ringen um eine Entscheidungsfindung. Davon bekommst du jedoch kaum bis gar nichts mit.
- Richtest du nochmal deinen Rücken auf oder
behältst du die Sitzposition bei?
- Schaust du noch einmal in den Innenspiegel oder
verwendest du den Außenspiegel?
- Fährst du den zweiten Gang aus oder schaltest du
bereits ab 2.000 Umdrehungen?
Was du lediglich wahrnimmst, ist die Tatsache, dass du gerade fährst. Und nicht die Annahme, dass du in den vergangenen zehn Minuten, erneut unzählige Entscheidungen getroffen hast.
Fahrer mit Rückgrat treffen Entscheidungen und tragen die Verantwortung
Neben diesen unzählig vielen unbewussten Entscheidungen, treffen wir auch einige sehr bewusst. Du fährst gerade durch die Stadt und siehst ein Schild mit Tempolimit 50. Dein Blick auf den Tacho verrät dir, dass du bereits die zulässige Geschwindigkeit um 10 km/h überschritten hast. Mist! Du machst keine Spazierfahrt, sondern bist auf den Weg zur Arbeit und hattest dich heute Morgen für das Liegenbleiben entschieden. Die Zeit drängt also und genau in diesem Moment, triffst du eine bewusste Entscheidung:
1. Ich behalte die Geschwindigkeit bei
2. Ich reduziere meine Geschwindigkeit auf die
zulässigen 50 km/h
Bis hierhin ist es noch für die meisten selbstverständlich und nachvollziehbar. Nur können wir uns nicht FÜR etwas entscheiden, ohne und zeitgleich GEGEN etwas anderes zu outen. Das liegt in der Natur jeder Entscheidung. So würde das obige Beispiel komplett lauten:
1. Ich behalte die Geschwindigkeit bei UND verstoße
bewusst gegen die StvO
2. Ich reduziere meine Geschwindigkeit auf die
zulässigen 50 km/h UND riskiere dadurch bewusst,
zu spät in meiner Arbeitsstätte anzukommen.
Fahrer mit Rückgrat suchen keine Schuldigen, denn sie wissen um die Tragweite, getroffener Entscheidungen. Sie verfallen nicht in eine Pseudo-Opferhaltung. Sie stehen hinter ihrer Entscheidung und übernehmen die Verantwortung hierfür. Diese souveräne Grundhaltung hat auch sehr viel mit Respekt zu tun. Respekt gegenüber wirklichen Opfern. Das Pseudo-Opfer drückt sich vor davor, die Verantwortung für seine Entscheidungen zu übernehmen und setzt viel Zeit in die Klärung der Schuldfrage.
Ein wirkliches Opfer aber, durfte nicht frei entscheiden:
- Das Opfer wurde vor dem Überfall nicht gefragt, ob
es mit einem Schlag auf die Schläfe einverstanden
wäre
- Das Opfer wurde vor dem Einbruch nicht gefragt,
welche Besitztümer von hohem emotionalen Wert
sind
- Das Opfer wurde im Glauben einer freien
Entscheidung, von zwielichtigen Menschen
manipuliert … etc.
Genau deshalb, reagieren souveräne Fahrer mit Rückgrat, auch äußerst allergisch auf Pseudo-Opferhaltungen. Es ist anmaßend und unglaublich respektlos gegenüber den wirklichen Opfern. Fahrer mit Rückgrat stehen für ihre Fehler ein. Hat sich der souveräne Fahrer für die Geschwindigkeitsüberschreitung entschieden, wird er im Falle einer Verkehrskontrolle die Strafe anerkennend zahlen. In diesem Fall, hat er das Risiko in Kauf genommen und hat verloren.
Kein: „Grundsätzlich erst einmal alles abstreiten“ oder „Bloß keine Stellung beziehen oder Aussage tätigen“.
Nein! Mein Fehler – meine Entscheidung – meine Verantwortung – mein Ticket!
Auch gegenüber dem Arbeitgeber wird ein Fahrer mit Rückgrat souverän handeln. Er hat seinen Fehler am frühen Morgen erkannt. Seine eigene Entscheidung war es, doch noch liegen zu bleiben. Er wird den Arbeitgeber um Entschuldigung bitten und gegebenenfalls die versäumte Zeit nachholen.
Es gibt selbstverständlich auch Umstände, die ein Anzweifeln rechtfertigen. Dieser Artikel aber, soll dir den souveränen Umgang, mit bewusst getroffenenEntscheidungen verdeutlichen. Und zwar sowohl die Entscheidung DAFÜR als auch DAGEGEN.
Viel Spaß beim Erfahren.











