(openPR) Trotz Fachhändlersterbens in der Branche und der Nachwuchssorgen im Handwerk kann Oliver Nagel nicht über schlechte Geschäfte klagen. Nagel ist Geschäftsführer des Familienunternehmens Seefelder aus Landshut. Zu den Kunden des Großhändlers gehören das Handwerk, die Industrie, Behörden und Bauträger. Das Sortiment umfasst mehr als 40 000 Artikel aus den Bereichen Beschläge, Montagetechnik und Werkzeuge. Seit seiner Gründung vor 20 Jahren hat das Unternehmen Seefelder aus Landshut hauptsächlich Filialen in Bayern und Baden Württemberg eröffnet. Seit 2013 gibt es auch eine Filiale in Hamburg. „Das war unser erster Vorstoß in den Norden, denn wir wollen unser Netz auch bundesweit entwickeln.“
Dass die Kunden im Norden mitunter andere Produkte nachfragen als die im Süden, hat Seefelder auch schon zu spüren bekommen. Ein großer Bereich des Sortiments sind Beschläge für Fenster. Aufgrund des raueren Klimas und des höheren Winddrucks im Norden und vor allem an der Küste öffnen die Fenster dort nach außen statt wie im Süden nach innen. „Deshalb mussten wir kurz nach der Filialeröffnung in Hamburg das Sortiment erweitern“, so Nagel. Acht Abholniederlassungen hat das Unternehmen. Insgesamt beschäftigt Seefelder mehr als 220 Mitarbeiter. Die Niederlassungen haben eine Größe von 600 bis 1000 Quadratmetern. Die kleinste Filiale ist Garching mit 550 Quadratmetern, die größte ist das Zentrallager in Landshut mit 3000 Quadratmetern Fläche und 71 Mitarbeitern.
Als Großhändler bekommt Seefelder auch den Wandel im Handwerk zu spüren. Die Nachwuchssorgen werden immer größer, vor allem bei den Schreinern. Hier gehe der Trend zu immer kleineren Betrieben, die in erster Linie Montagedienstleistungen anbieten. Auch das Fachhändlersterben setze der Branche zu. Um die Zukunft seines Unternehmens ist Nagel aber nicht bange. Die Filialen laufen gut und die Umsatzzahlen entwickeln sich positiv. So erwirtschaftete Seefelder im vergangenen Jahr einen Umsatz von 40 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 34 Millionen Euro.
Quellenangabe: Mediengruppe Straubinger Tagblatt/Landshuter Zeitung vom 10. November 2015











