(openPR) Die Unterbringung von Flüchtlingen in der Sporthalle des Polizeipräsidiums in der Vahr, einer Notunterkunft, ließ kaum Privatsphäre zu. Besonders die Frauen unter den vornehmlich syrischen Flüchtlingen fehlte die Möglichkeit zum Stillen ihrer Babys, oder um einfach nur einmal das Kopftuch ablegen zu können, ohne männlichen Blicken ausgesetzt zu sein. Auch Kinder benötigten einen abgetrennten Raum, um ungestört spielen zu können.
Anfang Oktober erfuhr der SPD-Ortsverein Gartenstadt-Vahr von Annette Wagner, einer ehrenamtlichen Helferin der ersten Stunde in der Notunterkunft, vom Wunsch nach einer räumlichen Abtrennungsmöglichkeit. Ein sogenannte DOMO-Zelt, das sowohl im Innen- wie im Außenbereich eingesetzt werden kann, entpuppte sich als die ideale Lösung. Der SPD-Ortverein Gartenstadt-Vahr entschloss sich den Flüchtlingen in der Notunterkunft Sporthalle Polizeipräsidium ein solches Zelt auszuleihen. Schon am 23.10.2015 konnte das Zelt errichtet werden.
„Wir hatten das Gefühl, unbedingt etwas konkretes tun zu müssen, um unseren neuen Nachbarn in der Vahr beizustehen“, so Sven Andreßen, zweiter Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Gartenstadt-Vahr und Mitglied im Beirat Vahr. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten wollten wir ein Zeichen der Solidarität setzten, für die Menschen, die neu zu uns gekommen sind, und für die Mitbürger in der Vahr“
Nach dem Ende der Flüchtlingskrise soll das DOMO-Zelt für andere politische Bildungsmaßnahmen und in der Kinder- und Jugendarbeit in der Vahr dienen. Mittlerweile wird das Zelt von den Flüchtlingen als vielseitiger sozialer Raum genutzt. Tagsüber ist es Kindergarten, Spielzimmer, Frauenclub und Friseursalon. Abends verwandelt es sich dank Stromanschluss und Heizlüfter in ein Café mit arabischem Lautenspiel, Kinderkino und Treffpunkt für all jene, die nachts eine Auszeit von der Massenunterbringung in der Sporthalle suchen.










