(openPR) Bremen: Glas ist, was viele weder wissen noch ahnen, ein Naturprodukt. Ein Jahrtausende altes noch dazu. Rund neuntausend Jahre währt seine Geschichte. Somit ist Glas nur ein ganz natürlicher Werkstoff, der Historie und Moderne nachhaltig vereint.
Glas gilt als mit einer der ältesten Werkstoffe der Welt. Die ältesten Glasfunde stammen aus der Zeit um 7000 vor Christus. Bereits um 3000 vor Christus fertigten die Ägypter Schmuck und Behältnisse aus Glas an. Das Fensterglas wurde im Jahre 1330 in Frankreich erfunden. Aus einer vorgeblasenen Kugel wurde die noch heiße Glasmasse durch Drehen zu einer Scheibe, geformt, dessen Mitte als Scheibe genutzt wurde. Das Mondglas, heute noch als Butzenglas bekannt, war entstanden.
Größere Scheiben entstanden um 1688, wie es Aufzeichnungen aus Saint Gobain belegen. Die geschmolzene heiße Glasmasse wurde auf einen speziellen Tisch gegeben und mit einer Walze auf eine gleichmäßige Dicke gebracht. Im Laufe der Jahre wurde das Verfahren fortwährend weiterentwickelt, so dass glatte Oberflächen und verzerrungsfreie Scheiben entstanden.
Zur Glasherstellung werden sechs Rohstoffe natürlichen Ursprungs verwendet. Im Regelfall sind dies 70 Teile Quarzsand, 13 Teile Soda, 10 Teile Kalk sowie geringe Mengen von Feldspat, Pottasche und Dolomit. Die genaue Zusammensetzung wird durch die gewünschten Eigenschaften, welche das Glas aufweisen soll, durch den Glaser variiert. Auch Altglas, das vollständig stofflich wiederverwertet werden kann, wird hinzugegeben und reduziert, beispielsweise bei der Behälterglasfertigung, den Quarzsandanteil .
Nach der Durchmischung des Gemenges wird dieses bei Temperaturen um 1.400 ° Celsius im Hafenofen eingeschmolzen. Im Läuterbereich wird die heiße Glasmasse anschließend im Austreibungsprozess von den darin enthaltenen Gasen gesäubert. Danach wird das heiße Glas in die gewünschte Form gebracht, in welcher es abkühlt, bevor es weiter verarbeitet wird.













