(openPR) Der E-Mail Dienst des datenkollektiv.net verlässt seine Testphase und
startet im Oktober. Damit steht nun ein regionaler E-Mail-Anbieter zur
Verfügung, der konsequent auf Datenschutz und Sicherheit setzt.
Die Dresdner IT-Firma datenkollektiv.net hat in Reaktion auf die
verschiedenen Datenschutzskandale und Überwachungsaffären (BND, NSA,
GCHQ) vor einem Jahr begonnen, eigene Kommunikationsdienste aufzubauen.
"Die Dezentralisierung von Kommunikationsdiensten bringt natürlich keine
absolute Sicherheit aber erschwert die Massenüberwachung durch
Geheimdienste erheblich", so Florian Rasch, einer der Gründer des
Datenkollektivs.
Dezentralität hat dabei noch weitere Vorteile: Kleinere Datenbestände
verhindern die Zusammenführung einer großen Masse von Nutzerdaten - und
tragen dadurch zum Datenschutz bei. Die meiste Kommunikation findet auch
im Zeitalter der Globalisierung regional statt. Es gibt keinen Grund,
eine Mail über Finnland zu senden, wenn der Adressat im gleichen
Bundesland wohnt. Kürzere Wege sparen nicht nur Energie und
Leitungskapazitäten, sie bieten auch weniger Angriffspunkte für Überwachung.
Für die Umsetzung der Dienste setzt das Datenkollektiv konsequent auf
Linux, freie Software und Verschlüsselung. Die garantiert werbefreien
E-Mail-Umgebung, bei Wunsch auch mit Cloudspeicher als Ersatz für
Dropbox oder google-Drive, kann ab 1,00 € / Monat genutzt werden. Auch
eine anonyme Bezahlung ist möglich. Per Post oder direkt im Büro auf der
Frühlingstr. 14.
Dort findet übrigens auch jeden Dienstag von 16:00-19:00 Uhr die
"Datenpraxis" statt. Wer sich über sicherere Möglichkeiten der
Kommunikation informieren möchte oder überlegt, auf eine Linux-Variante
umzusteigen, ist dort richtig. Natürlich kann auch an Ort und Stelle
eine E-Mail-Adresse registriert werden. Die Betreiber helfen auch bei
der Einrichtung.
Das Datenkollektiv heißt natürlich nicht so, weil es Daten sammeln
würde. Hinter dem Namen steckt die Form der Zusammenarbeit: als
Kollektivbetrieb ohne Chef und Hierarchien.




