(openPR) Schon 2009 im österreichischen Pflegebericht festgestellt, bestätigt die Sachverständigenkommission der deutschen Bundesregierung in ihrem Bericht vom Frühjahr diesen Jahres, dass pflegende Angehörige schnell selbst erkranken können. Durch die körperliche und seelische Belastung entstehen bei dieser Personengruppe, ein Großteil Frauen, Beschwerden, die auf die Pflegetätigkeit zurückzuführen sind.
Das liegt zum einen daran, dass auch die Pflegenden immer älter werden. Sie sind aufgrund ihres eigenen Alters körperlich nicht mehr so belastbar und gesund wie jüngere Menschen. Die Pflegetätigkeit beeinträchtigt ihren Gesundheitszustand noch zusätzlich. Weil die Pflege gesellschaftlich nicht sehr anerkannt ist, gibt es auch erhebliche Probleme im sozialen Umfeld bei den persönlichen Kontakten. Pflegende Angehörige sind oft einsam und werden allein gelassen. Daraus ergibt sich sich ein noch höheres Erkrankungsrisiko, das die Situation noch verschärft. Resultat: neben körperlichen Erkrankungen vor allem "Burn-Out" und eigene Depressionen.
Besonders betrifft dies Angehörige von Demenzkranken. Ihr Einsatz bei der Pflege von kranken Familienmitgliedern ist meist deutlich höher als bei Nicht-Demenzkranken. Als besondere Belastung empfinden die Betroffenen die Verhaltensstörungen, die mit einer Demenzerkrankung einher gehen. Die häusliche Pflege wird hier zu einer Strapaze, die bis an die Belastbarkeits-Grenze führt.
Zu leiden haben nicht nur die Pflegenden selbst, sondern auch der Partner und die Familie, für die dann einfach kaum noch Zeit übrig bleibt. Der Pflegende muss daher, nicht nur im eigenen Interesse, für einen Ausgleich sorgen.
Neben Selbsthilfegruppen helfen hier vor allem Pflegedienste, an die man die Pflegeaufgaben und täglichen Alltagshilfen delegieren kann - sei es auch nur zeitweilig, z.B. stundenweise oder um einen Urlaub zu ermöglichen.









