(openPR) LIEBENAU – Auch die Stiftung Liebenau öffnete ihre Pforten, um jungen Menschen im Rahmen der Aktion "Wissen was geht" einen Einblick in ihre Tätigkeit zugeben. Den Schwerpunkt bildeten Berufe in der Arbeit mit Menschen mit Behinderung.
Spaß und Freude an der Arbeit mit Menschen
Sechs Mädchen und ein Junge hatten sich am letzten Ferientag in der Stiftung Liebenau eingefunden, um sich über die Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Bei einer Einführung im Schloss erhielten sie von Andrea Biberger von der Abteilung Personalmanagement und Jugend- und Heimerzieherin Laura Decker aus der St. Lukas-Klinik Informationen über die Stiftung Liebenau und die Ausbildungsberufe. Dabei ging es nicht nur um Fakten: Auch, welche Eigenschaften wichtig sind, wenn man mit Menschen arbeiten möchte, wurde thematisiert. "Man muss sich in andere Menschen hineinversetzen können und muss Spaß und Freude an der Arbeit mit Menschen haben", fasste Laura Decker zusammen.
Spüren, was Pflegebedürftigkeit heißt
Wer wollte, konnte bei der Einführung mit GERD Bekanntschaft machen: Gerd steht für geriatrischer Rehaanzug. Mit ihm lässt sich simulieren, wie ein älterer Mensch mit Bewegungseinschränkungen und nachlassendem Gehör sich fühlt. Er soll dafür sensibilisieren, dass ältere, pflegebedürftige Menschen ihre Umwelt anders wahrnehmen und manchmal auch verlangsamt reagieren. "Ich fühle mich als wäre ich auf dem Mars", schilderte Schülerin Gina Sadler.
Es kommt etwas zurück
Danach ging es in eine Wohngruppe im Haus Teresa in Liebenau, wo die Jugendlichen sich ein Bild vom Leben und Arbeiten auf einer Wohngruppe, dem Arbeitsfeld von Heilerziehungspflegern, machen konnten. Sie erfuhren, dass dort 13 Personen unterschiedlichen Alters leben, die teils sehr pflegebedürftig sind. Gruppenleiterin Kerstin Rusche berichtete über den Gruppenalltag und stellte fest: "Das Schöne an dem Beruf ist das, was zurück kommt."
Spürsinn wie ein FBI-Agent
Auch der Förder- und Betreuungsbereich für Menschen mit schweren Behinderungen und Einschränkungen, stand auf dem Programm. Besonders beeindruckte die Jugendlichen hier der so genannte "Snoezelenraum", in dem die dort betreuten Menschen sich mit Farb- und Klangreizen entspannen können. Heilerziehungspfleger Thorsten Faden führte die Gruppe und schilderte sehr anschaulich die Herausforderung seiner Tätigkeit: "Man muss manchmal wie ein FBI-Agent sein und herausfinden, was jemandem fehlt, der es nicht selber sagen kann."
Arbeit mit Liebe und Geduld
Dass sie einen so konkreten Einblick in das Wohnumfeld von hilfebedürftigen Menschen nehmen konnten, hatten die Schüler nicht erwartet und waren positiv überrascht. "Mich hat beeindruckt, wie viel Liebe dahintersteckt und wie viel Geduld die Mitarbeiter haben", äußerte Schülerin Jaqueline Wagener.
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Info
Die nächste Gelegenheit, sich über Ausbildungsberufe in der Stiftung Liebenau zu informieren, gibt es bei der Berufs- und Ausbildungsbörse Meckenbeuren am Samstag, 19. September von 10 - 13 Uhr in der Festhalle Kehlen.
Weitere Infos zur Ausbildung in der Stiftung Liebenau finden Sie unter www.ausbildung-stiftung-liebenau.de.
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