(openPR) Bad Dürkheim, 02.09.2015 – Absagen, Absagen, nichts als Absagen. Das alltägliche Los eines Autors, der sein Buch an einen Verlag bringen will. Joachim Zischke war so ein Autor: Exposés schreiben, verschicken und warten und warten und keine Antworten erhalten. Bis es ihm reichte und jetzt seinen eigenen Verlag startete, den Dialogus Autorverlag.
Zischke ist ein Spürhund, immer auf der Suche nach einem neuen oder Nischenthema. Seit mehr als dreißig Jahren schreibt er Fachbücher. So auch das erste »Desktop Publishing Buch« im deutschsprachigen Raum. Oder »Spazieren fünf Kühe auf einer Landstraße …«, ein spielerisches Kreativtraining. Oder »Coworking Know-how«. Allerdings schrieb der Freiberufler im Haupterwerb bisher keine Bücher, sondern Individualsoftware für Verlage und Werbeagenturen. Was bewog Zischke nun, das Abenteuer des Ein-Mann-Verlags zu starten? Er antwortet: »Zwei Aspekte. Erstens: Gegenwartsliteratur ist Konformitätsliteratur. Konform mit Agenten, Lektoren, Verlagen, Buchhändlern und Lesern. Die Chance, ein etwas außerhalb der Schubladennorm geratenes Buch in einem etablierten Verlag unterzubringen, tendiert gegen Null. Also bleibt einem leidenschaftlichen Autor nichts anderes übrig, als selbst zu publizieren – was die Technik heute zum Glück ermöglicht. Zweitens: Die Honorare sinken wie ein Ballon, dem die Luft ausgeht. Letzten Monat hätte ich zwar einen Vertrag unterschreiben können. Doch das hätte für mich einen Arbeitslohn von 3 Euro 88 die Stunde bedeutet. Ich glaube, das kann ich besser.«
Die Themen, die Zischke für sein Verlagsprogramm auswählte, weisen Kategorien auf wie Gehen, Genuss, Kreativität, Wein und Wissen. Das hört sich nicht allzu exotisch an. Warum dann also das Einzelspiel? Zischke: »Eine andere Sicht. So lautet mein Claim. Ich sehe die Welt ein wenig anders, weil ich auch andere Fragen stelle. Und diese andere Sicht möchte ich mit entdeckungsfreudigen Lesern teilen.«
Zwei Bücher sind zum Start von Joachim Zischke erschienen: »Unwissen erschreckt. Nichtwissen erfreut«, das Ergebnis eines eineinhalbjährigen Experiments auf Twitter und das Coffee-Table-Book »Fenster. Ein Bildlesebuch«. Und bevor wir es vergessen: Zischke publiziert derzeit nur als Ebook. Seinen Dialogus Autorverlag finden Sie unter dialogus.de.












