(openPR) Der Trödel- und Antikmarkt Aachener Platz in Düsseldorf-Bilk mit seinen rund 500 Händlern ist nicht nur eine attraktive Verkaufsmeile für gebrauchte Waren, sondern auch für Selbstgemachtes. Ob Kleidung, Spielzeug oder Schmuck – vieles haben die Anbieter mit großem Geschick und handwerklichem Können selbst angefertigt. Wer sich vom Staunen über diese bunte Warenwelt erholen möchte, kann das bei Kaffee oder Prosecco, Kuchen oder einem herzhaftem Snack im Café Sperrmüll machen. Dort spielt am kommenden Samstag, 5. September 2015, von 11.30 bis 14.30 Uhr, die Gruppe "Ska is Back in Town". Ein Besuch lohnt sich: "Ska is Back in Town" ist ein Musikerkollektiv, das jamaikanische Volksmusik und Rhythm & Blues der 60er Jahre spielt. Diese Musik lebt davon, dass ihre durchdringenden Beats in jedem mitschwingen, der dabei ist - auf der Bühne und vor der Bühne. Die Musiker aus Düsseldorf haben inzwischen Kultstatus vor allem auch bei einem jüngeren Publikum und spielen Ska, Rocksteady, Reggae, Rhythm & Blues. "Wir geben alles, was wir haben, und lassen alles weg, was nicht reine Musik ist", versprechen die Bandmitglieder, "so schaffen wir ein Erlebnis, das die Atmosphäre der frühen Tage jamaikanischer Dancehalls wieder aufleben lässt.“ Der Eintritt zu der Veranstaltung im Café Sperrmüll ist wie immer frei.
Trödlerin lernte das Schneidern von der Mutter
Die Trödlerin Marina Kulakova trödelt seit einem Monat im Antikzelt des Trödelmarktes. Die 40-Jährige verkauft vor allem Damenkleidung und Accessoires. Etliche der Kleider hat sie selbst geschneidert. Kulakova hat Nähen und Schneidern von ihrer Mutter gelernt und schon als Jugendliche für sich selbst Kleider genäht.
„Nähen ist eine schöne Beschäftigung, und wenn man Talent hat kann man richtig schöne Sachen kreieren“, erzählt die Trödlerin. Das Sommerkleid aus Chiffon hat sie selbst genäht und bei der Verlobung ihrer Schwester getragen. Es ist ein klassisches Cocktailkleid mit Trägern in Midi-Länge und kostet 30 Euro. Ein anderes, knielange Kleid in Altrosa mit offenen Rücken gehört auch zur Kulakovas' Kreation und kostet ebenfalls nicht mehr.
Einen Minirock aus Tweed hat die Händlerin ebenfalls zunächst für sich genäht. "Es ist mein Lieblingsstück“, sagt Kulakova, "Tweed ist ein sehr edler Stoff. Eine Freundin in London hat ihn mir besorgt. Nähtechnisch ist es schwer mit diesem Material zu arbeiten, es erfordert viel Präzision“. Der braune Tweedrock kostet 50 Euro.
In Heimarbeit entsteht mit Edelsteinen verzierter Silberschmuck
Mina van Graav, 60 Jahre alt, hat seit über einem Jahr jeden dritten Samstag im Antikzelt des Trödelmarktes einen Stand und handelt mit selbstgemachten Accessoires. Die Trödlerin ist eine ausgebildete Goldschmiedin und betrieb vor 10 Jahren einen kleinen Schmuckladen und ein Atelier in Mettmann. Seitdem sie den Laden aufgegeben hat, arbeitet sie nur zu Hause meistens mit Silber und Edelsteinen und trödelt regelmäßig in Rotterdam und Düsseldorf.
Das Design ihres Schmucks ist sehr gemischt. Neben floralen Mustern sind einige klare geometrische und runenartige Formen zu sehen. Am Stand findet man Accessoires sowohl für Damen als auch für Herren. Das Material dazu besteht aus Leder, Silber und Edelsteinen wie Malachit, Amethyst, Bergkristall und Rosenquarz. Die Preise sind variabel und liegen zwischen fünf und 100 Euro. Letztlich bestimmt das Material, die Größe und der Aufwand der Bearbeitung den Preis.
"Es gibt unterschiedliche Bearbeitungstechniken. Wenn ich einen Ring mache, benutze ich lieber die Sandgußtechnik. Anhänger und andere kleine Teile werden meistens gefeilt, gebogen oder gehämmert“, erklärt die Trödlerin. Einen silbernen Ring verkauft van Graav für 80 Euro. Der Ring ist sehr schlicht ohne Verzierungen und wiegt rund vier Gramm. Ein Amethyst-Anhänger mit silbernen Kette kostet 60 Euro. Der Preis für den gleichen Anhänger mit Lederband liegt bei 30 Euro. Für diejenigen Trödelmarkt-Besucher, die ihren Schmuck gerne selber basteln möchten, hält die Trödlerin Bänder aus Leder und die dazu passenden Edelsteine vorrätig. Die Preise der Edelsteinen variieren zwischen fünf und acht Euro.













